Die Hoffnung, die uns trägtDie Hoffnung, die uns trägt

Einheit: Die Hoffnung, die uns trägt

Verband: EJW - evangelisches Jugendwerk in Württemberg
Zeitbedarf: 15-60 Min. (Vorbereitung: 10-15 Min.)
Materialarten: Andacht, Bibelarbeit
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Teens (12-16 Jahre)
Einsatzgebiete: Corona Spezial, Freizeiten, Gruppenstunde
Heft: der Steigbügel
Benötigte Materialien: Edding(s), Stein(e), Kerze
Bibelstelle:
  • 1. Mose/Genesis (1.Mose 1)

Gott erschafft die Welt

Die Erschaffung der Welt

11 Am Anfang erschuf Gott den Himmel und die Erde.

Bezeichnet die ganze Welt.

2 Die Erde war noch wirr und leer, und Dunkelheit herrschte über dem Urmeer. Aber Gottes Geist schwebte über dem Wasser.

Wasser, das vor der Schöpfung die ganze Erde bedeckte. Es steht für das Chaos, das Gott bei der Erschaffung der Welt in seine Schranken weist.

3 Da sprach Gott: »Licht soll entstehen!« Und es entstand Licht.

4 Und Gott sah, dass das Licht gut war. Und Gott trennte das Licht von der Dunkelheit.

5 Er nannte das Licht »Tag« und die Dunkelheit »Nacht«. Es wurde Abend und wieder Morgen – ein Tag.

6 Und Gott sprach: »Ein Dach wölbe sich mitten im Urmeer! Es soll das Wasser darunter von dem Wasser darüber trennen!« Und so geschah es.

Gemeint ist eine Art Platte, die auf den Bergen am äußeren Rand der Erde aufliegt. Sie bildet den Boden des Himmels bzw. das Dach der Welt.

In der griechischen Übersetzung steht der Satz an dieser Stelle. Im hebräischen Text folgt er am Ende von Vers 7.

7 Gott machte das Dach und trennte das Wasser darunter von dem Wasser darüber.

8 Gott nannte das Dach »Himmel«. Es wurde Abend und wieder Morgen – ein zweiter Tag.

9 Und Gott sprach: »Das Wasser unter dem Himmel soll sich in einem Becken sammeln! Das feste Land soll sichtbar werden!« Und so geschah es.

10 Gott nannte das feste Land »Erde« und das Wasser »Meer«. Und Gott sah, dass es gut war.

11 Und Gott sprach: »Die Erde soll Pflanzen sprießen lassen, Gewächse, die Samen tragen. Sie soll auch Bäume hervorbringen mit eigenen Früchten und Samen in den Früchten!« Und so geschah es.

12 Die Erde brachte Pflanzen hervor, Gewächse mit ihren eigenen Samen. Und sie ließ Bäume wachsen mit eigenen Früchten und Samen in den Früchten. Und Gott sah, dass es gut war.

13 Es wurde Abend und wieder Morgen – ein dritter Tag.

14 Und Gott sprach: »Lichter sollen am Himmel erscheinen, um Tag und Nacht voneinander zu trennen! Sie sollen auch die Festtage und den Lauf der Tage und Jahre anzeigen!

Der Lauf der Gestirne bestimmt den Kalender.

15 Als Leuchten sollen sie am Himmel stehen und der Erde Licht geben!« Und so geschah es.

16 Gott machte zwei große Lichter. Das größere Licht sollte den Tag beherrschen und das kleinere die Nacht. Und er machte auch die Sterne.

Gemeint sind Sonne und Mond.

17 Gott befestigte sie am Himmel, um der Erde Licht zu geben.

18 Am Tag und in der Nacht sollten sie herrschen und das Licht von der Dunkelheit trennen. Und Gott sah, dass es gut war.

19 Es wurde Abend und wieder Morgen – ein vierter Tag.

20 Und Gott sprach: »Das Wasser soll von Lebewesen wimmeln! Zwischen Himmel und Erde sollen Vögel fliegen!«

Gemeint sind alle fliegenden Lebewesen, von Insekten bis hin zu Fledermäusen.

21 Gott schuf die großen Meerestiere und alle Arten von Lebewesen, von denen das Wasser wimmelt. Und er schuf alle Arten von Vögeln. Und Gott sah, dass es gut war.

22 Und Gott segnete sie: »Seid fruchtbar, vermehrt euch und füllt das ganze Meer! Auch ihr Vögel sollt zahlreich werden auf der Erde!«

23 Es wurde Abend und wieder Morgen – ein fünfter Tag.

24 Und Gott sprach: »Die Erde soll Lebewesen hervorbringen: alle Arten von Vieh, alles, was auf ihr kriecht und krabbelt, und alle wilden Tiere!« Und so geschah es.

25 Gott machte die wilden Tiere und das Vieh und alles, was sich am Boden bewegt. Er machte sie alle nach ihrer eigenen Art. Und Gott sah, dass es gut war.

26 Und Gott sprach: »Lasst uns Menschen machen! Unser Ebenbild, uns gleich sollen sie sein! Herrschen sollen sie über die Fische im Meer und über die Vögel in der Luft! Sie sollen Macht haben über das Vieh und über die ganze Erde. Und sie sollen über alles gebieten, was sich am Boden bewegt.«

Gott wendet sich hier an die himmlische Ratsversammlung.

Damit wird gesagt, dass die Menschen als Gottes Stellvertreter auf der Erde geschaffen werden.

27 Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bild. Als Gottes Ebenbild schuf er sie. Er schuf sie als Mann und Frau.

Damit wird gesagt, dass die Menschen als Gottes Stellvertreter auf der Erde geschaffen werden.

28 Gott segnete sie und sprach zu ihnen: »Seid fruchtbar und vermehrt euch! Bevölkert die Erde und nehmt sie in Besitz! Herrscht über die Tiere im Meer und in der Luft! Bestimmt über das Vieh und alles Getier am Boden!«

Besondere Zuwendung Gottes zu seinen Geschöpfen. Er schenkt ihnen damit Kraft, Leben und Wohlergehen.

29 Und Gott sprach: »Als Nahrung gebe ich euch alle Pflanzen auf der Erde, die Samen hervorbringen. Dazu alle Baumfrüchte, die Kerne enthalten.

30 Die grünen Pflanzen sollen Futter für die Tiere sein. Alle Tiere auf der Erde und alle Vögel in der Luft sollen sie fressen. Ebenso sind sie Futter für alles, was am Boden kriecht und krabbelt.« Und so geschah es.

31 Und Gott sah alles an, was er gemacht hatte. Und siehe, es war alles sehr gut. Es wurde Abend und wieder Morgen – der sechste Tag.

Diesen Entwurf kann man variabel gestalten. Als Andacht von 10 bis 15 Minuten oder als Bibelarbeit mit ca. 60 Minuten. Die Dauer richtet sich nach Anzahl der Bibelstellen und der Gesprächsbereitschaft der Jugendlichen. Außerdem kann der Entwurf in einem virtuellen Raum stattfinden oder stellt ihn den Jugendlichen zur Verfügung, sodass sie ihn selbst lesen können.

Im Vorfeld bekommen die Jugendlichen die Aufgabe, sich einen glatten Stein, einen Edding und eine Kerze bereitzustellen.

Teil 1: Hoffnung ist wie …

Die Jugendlichen dürfen die angefangenen Sätze weiterführen:

  • Hoffnung ist wie …
  • Ich hoffe, dass …
  • Hoffentlich wird …

Diese Aktion kann man über Sli.do durchführen. Hierzu einige Tipps:

Bei Sli.do kann man sich kostenlos registrieren und dann ein Event erstellen, z. B. „Die Hoffnung“. Gehe zu „Live polls“. Dort kannst du verschiedene Umfragen erstellen. Unser Tipp:

  • Word Cloud Poll: Hoffnung ist wie …
  • Open Text Poll: Ich hoffe, dass …
  • Open Text Poll: Hoffentlich wird …

Oben in der Mitte findest du hinter # eine Zahlenkombination und ein Einstellungsrädchen. Klicke darauf. Dort findest du Eventlink und Eventcode. Schicke beides vorab an deine Jugendlichen, so können sie sich bereits einloggen. Sobald die Aktion beginnt, kannst du bei dem entsprechenden Poll auf den grün hinterlegten Pfeil klicken (Activate Poll). Wenn die Jugendlichen die Frage beantwortet haben, sehen sie automatisch auch die anonymisierten Antworten der anderen Teilnehmenden. Teste die Durchführung am besten vorab mit einer anderen Person.

Lest anschließend gemeinsam die Antworten. Sie bieten eine gute Grundlage, um über das Thema „Hoffnung“ ins Gespräch zu kommen.

Teil 2: „Was mich belastet und wie ein Stein auf der Seele liegt …“

Nachdem es im ersten Teil um die Hoffnung ging, geht es nun um das, was bedrückt, was uns verzweifeln lässt, was Angst macht, was die Hoffnung kleiner macht oder sogar Hoffnung nimmt. Alle Jugendlichen nehmen ihren Stein und muten ihr Mikrofon, bzw. schalten es stumm, um ungestört nachdenken zu können. Aufgabe ist es, den schweren Stein in die Hand zu nehmen, die Kälte und das Gewicht zu spüren und für sich persönlich zu überlegen, was bedrückt oder belastet, was wie ein schwerer Stein auf der Seele liegt. Dies kann in Gedanken geschehen oder man bietet die Möglichkeit, auf dem Stein Notizen zu machen. Manche Jugendliche wollen ihre „schweren Gedanken“ nicht preisgeben, anderen ist es eine Hilfe, wenn sie ihren Stein mit einem passenden Schlagwort beschriften (z. B. Angst / Mobbing / Trauer / Einsamkeit / Stress o. Ä.), oder auch mit konkreten Punkten (z. B. Scheidung meiner Eltern / Versagen in Mathe o. Ä.). Dies wird sicher auch davon abhängen, wie gut sich die Jugendlichen untereinander kennen und wie weit sie sich in der Gruppe öffnen wollen. Wenn eine große Offenheit herrscht, führt dies meist auch zu einer besonderen Tiefe, weil die Jugendlichen spüren, dass hier keine Maskerade stattfindet und dass sie ehrlich nennen dürfen, was sie belastet. Allerdings muss auch ganz klar sein, dass solche offenen Bekenntnisse vertrauensvoll behandelt werden, die anderen sich nicht darüber lustig machen oder später weitererzählen, wer welche Probleme hat. Das Mitarbeiterteam sollte hier sehr sensibel sein und die für die eigene Gruppe richtige Methode wählen. Auch wie das Mitarbeiterteam mit dem Thema umgeht, wie offen jeder Einzelne ist, hat großen Einfluss auf den Abend. Wenn Mitarbeitende ehrlich sind und offen sagen, was sie belastet und wie sie es Gott abgeben können, nehmen die Jugendlichen eine ganz andere Botschaft mit, wie wenn pauschal über Auferstehung und Hoffnung geredet wird.

Wer möchte, kann seinen Stein zeigen und auch etwas dazu erzählen.

Teil 3: Ostererzählung

Alle Jugendlichen machen es sich im dritten Teil gemütlich. Sie können gern die Augen schließen, um sich alles bildlich besser vorzustellen. Die Andacht kann entweder von den Mitarbeitenden im virtuellen Raum erzählt werden, oder sie wird im Vorfeld aufgenommen. Im virtuellen Raum kann während der Andacht Licht eingesetzt werden. Am Anfang dunkel, zwischendrin heller, bei der Kreuzigung dunkel und am Ende eine Kerze anzünden. Bei der aufgenommenen Andacht können sich die Jugendlichen am Ende selbst eine Kerze anzünden.

Ein Mitarbeitender beginnt zu umreißen, wie sich die Menschen in Israel vor 2000 Jahren gefühlt haben. Diese waren von einer fremden Herrschaft unterdrückt, die Römer bestimmten, verlangten Wegzoll, mischten sich ein. Die meisten waren arm, kannten keine Absicherungen, hatten Angst vor Krankheiten, gegen die sie oft machtlos waren. Es brodelte im Volk, viele ordneten sich den Römern unter – aus Hilflosigkeit und Angst. Doch es gab auch Gruppen im Untergrund, die versuchten sich gegen die Fremdherrschaft zu wehren. Aber die lebten gefährlich und konnten nicht viel ausrichten. Diese Menschen damals hatten viele schwere Steine auf ihrer Seele. Vieles belastete und bedrückte sie. In diese Zeit hinein kam Jesus. Jesus, der von sich erzählte, er sei Gottes Sohn. Der vom anbrechenden Reich Gottes erzählte, der Menschen heilte, der Wunder tat. Jesus, von dem man spürte, dass er etwas Besonderes war. Der von Gott erzählte, der ihnen Gottes Wort erklärte, der Beispielgeschichten erzählte, der sich so anders benahm. Er nahm sich Zeit für Kinder, nahm auch Frauen ernst, wendete sich denen zu, die sonst ausgegrenzt wurden. Dieser Jesus weckte damals in den Menschen Hoffnung. Die Hoffnung darauf, dass sich etwas ändern könnte. Dass er vielleicht der neue Herrscher und König sein würde, der sie aus ihrem Elend befreien würde. Da waren nicht nur kleine Hoffnungswölkchen. Da waren große Hoffnungen auf diesen Jesus gerichtet (evtl. hier aus dem ersten Teil passende Äußerungen nennen, wie z. B. Frieden, keine Krankheiten mehr o. Ä.). Und dann wurde dieser Jesus plötzlich verhaftet, geschlagen, verurteilt und ans Kreuz gehängt. Alle Hoffnung weg. Alle Hoffnungswolken geplatzt, alle schweren Steine wieder da, oder noch immer da und noch schwerer als je zuvor. Es war wie eine große Dunkelheit, die sich über die Menschen legte (evtl. auffordern, die Augen zu schließen und sich diese belastenden Steine, die bedrückten Menschen, die Dunkelheit vorzustellen).

Aber diese Dunkelheit blieb nicht dunkel. Frauen, die traurig zum Grab gegangen waren, um den Leichnam Jesu zu versorgen, so wie es damals üblich war, kamen zurück. Diese traurigen Frauen, die mit langsamen und schweren Schritten in Dunkelheit losgegangen waren, kamen mit schnellen und hüpfenden Schritten im Licht des neu anbrechenden Morgens zurück. Aber es war nicht nur die Tageszeit, die Licht ins Dunkel gebracht hatte. Es war etwas ganz anderes, tiefgreifenderes. Sie erzählten die frohe Botschaft: Jesus ist nicht mehr tot! Er ist auferstanden! Der schwere Stein vor seinem Grab ist weg, die schweren Steine auf ihrem Herzen waren weg. Jesus ist nicht mehr bei den Toten, er ist auferstanden! Der Stein war weg und sie sahen aus dem Grab ein helles Licht leuchten. Die Engel sagten ihnen: „Jesus lebt! Geht, sagt es den anderen! Er hat den Tod besiegt!“

Eine Kerze wird angezündet.

Teil 4: Unsere Situation heute

Eine schöne Geschichte. Aber nicht nur eine Geschichte. Sondern viel mehr als das. Diese Geschichte ist nicht nur wie ein Märchen, sondern sie ist wirklich passiert. Und deshalb ist es nicht nur schön anzuhören, sondern das, was damals geschah, gilt auch heute für uns. Jesus ist nicht nur für die bedrückten Menschen damals in Israel gestorben, sondern für jeden einzelnen Menschen auf der Welt, damals und heute. Er ist auferstanden und will uns die Steine, die uns belasten, von der Seele nehmen. Er ist kein Zauberer und zaubert die Steine weg. Das, was uns belastet, ist immer noch da. Es beschäftigt uns immer noch, es prägt unser Leben. Aber diese schweren Steine sollen uns nicht mehr bestimmen und uns lähmen. Weil wir sie Jesus zeigen dürfen. Er will das, was uns belastet, tragen, uns unterstützen. Und Jesus will Licht in unsere dunklen Gedanken und in unsere dunklen Stellen im Leben bringen. Das Licht des Ostermorgens, das Licht der aufgehenden Sonne. Wenn wir Ostern feiern, das Fest der Auferstehung, sollen wir nicht nur an später denken, an das, was nach dem Tod kommt. Denn der Glaube an das Wunder der Auferstehung bestimmt nicht nur das Leben nach dem Tod, sondern auch unser Leben jetzt. Ostern sagt uns: Es gibt auch Auferstehungen mitten im Leben. Wenn Menschen am Boden liegen und nicht mehr weiterwissen. Wenn Menschen kraftlos sind, hilflos, voller Angst vor Corona sind. Dann kann es geschehen, dass Gott ihnen das Leben neu schenkt. Er kann helfen, dass Menschen immer wieder neu aufstehen können. Darum können auch wir bitten, wenn wir seine stützende Hand brauchen. Und auch wir können dazu beitragen, anderen so eine Stütze zu sein.

Hier kann jede und jeder konkret überlegen, an welcher Stelle sie oder er Gott um Hilfe bitten möchte oder einem anderen Menschen die Auferstehungshoffnung gezeigt werden kann (z. B. ihn unterstützen). Besonders spannend wäre auch die Frage: Wie können wir anderen Menschen gerade in der Zeit von Corona diese wichtige Auferstehungshoffnung zeigen? Diese Überlegungen können in der Stille geschehen oder im gemeinsamen Gespräch, im gemeinsamen Gebet. Das sollte je nach Gruppe entschieden werden, was „dran“ ist.

Symbolhandlung: Alle Jugendlichen legen nun ihren Stein an der Kerze ab.

Zusatz-Teil: Bibeltexte betrachten

„Das geknickte Rohr wird er nicht brechen …“

Matthäus 12,20-21

Gesprächsimpuls: Was unterscheiden Hoffnungen wie „glückliche Beziehung“ oder „nicht krank werden“ (am besten auch Beispiele aus dem ersten Teil verwenden) von der Auferstehungshoffnung?

Impuls: Hoffnung ist etwas, was lebensnotwendig ist. Aber Hoffnung ist erst dann tragfähig, wenn sie mitten in wirklich schlimmen Krisen nicht einfach davonweht. Wenn sie selbst im Angesicht des Todes noch verlässlich ist und nicht kaputtgemacht werden kann. Ostertage sind Hoffnungstage: Christus stirbt, nimmt alle Schuld, Krankheit, unser Leid auf sich. Und er steht von den Toten auf. Das bedeutet: nicht das Elend, nicht der Tod, nicht unsere Schuld, nicht das Leid haben das letzte Wort, sondern Jesus Christus, der den Tod besiegt hat. Wer sich an Jesus Christus hält, der hat eine feste Hoffnung auf ein ganz neues Leben.

Gott hält im Himmel schon jetzt einen Besitz für uns bereit

1. Petrus 1,4-6

Gesprächsimpuls: Wie kann dieser Besitz aussehen? Wie könnte man ihn jemand beschreiben, der danach fragt? Wie könnte man den Bibeltext in kurzen Worten zusammenfassen?

Impuls: Wer auf Jesus Christus vertraut, der hat eine echte Hoffnung mitten in der Krise und im Leid. Der hat auf festes Fundament gebaut.

Zum Weiterdenken: Diese Hoffnung ist nicht nur Privatsache. Sie beinhaltet einen Auftrag. Wir Christen sollen diese Hoffnung dorthin bringen, wo es hoffnungslos ist (gemeinsames Sammeln, welche „Hoffnungsaktionen“ den Jugendlichen einfallen, konkrete Aktionen und Personen überlegen). Seit 2000 Jahren gehen Menschen mitten hinein in das Elend und helfen – oft, ohne auf ihr eigenes Wohlergehen zu achten, getrieben von dem Wunsch, die Hoffnung weiterzutragen. Sie erzählen von der Hoffnung weiter, sie leben diese Hoffnung, in dem sie in Kriegsgebiete gehen, Kinderheime aufbauen, Brunnen in Afrika graben …

Wo könnten wir solche Hoffnungsträger sein? Wie können wir diese Hoffnung in Corona-Zeiten weitergeben? Man muss nicht gleich zur Mutter Theresa werden, um Hoffnungszeichen zu setzen! Ideal: Nach dem gemeinsamen Sammeln schreiben alle ein bis zwei Ideen auf, wie sie selbst Hoffnungsträger sein können, damit die Menschen etwas von dem Ostermorgenlicht spüren.

Aus Finsternis wird heller Tag

2. Korinther 4,6

Gesprächsimpuls: Bevor der Bibeltext gelesen wird, gemeinsam mit den Jugendlichen Bilder, Vergleiche, Symbole suchen, wie man die Auferstehung erklären und darstellen könnte.

Impuls: Paulus kennt nur einen ganz zutreffenden Vergleich für die Auferstehung: Wie aus der Finsternis heller Tag geworden ist, so ist die Auferstehung Licht für die ganze Welt. So wie Gott bei der Schöpfung auf unerklärliche Weise ein Licht in die Finsternis setzt, wie es hell wird, so erinnert der göttliche Glanz auf dem Antlitz Jesu Christi an die Auferstehung. Beides ist unvorstellbar, ein herrliches Wunder.

  • Autor: Sybille Kalmbach
  • Autor: Melissa Decker
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