„Dieser Himmel! Wo, zur Hölle, soll der sein?“„Dieser Himmel! Wo, zur Hölle, soll der sein?“

Einheit: „Dieser Himmel! Wo, zur Hölle, soll der sein?“

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 45-60 Min. (Vorbereitung: 15-20 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Junge Erwachsene (18+), Studenten
Einsatzgebiet: Gruppenstunde
Redaktion: echt.
Bibelstelle: Matthäus 13,31-42
Matthäus 13,31-13,42

Von Senfkorn und Sauerteig

(Mk 4,30-32; Lk 13,18-21)

31Ein anderes Gleichnis legte er ihnen vor und sprach: Das Himmelreich gleicht einem Senfkorn, das ein Mensch nahm und auf seinen Acker säte; 32das ist das kleinste unter allen Samenkörnern; wenn es aber gewachsen ist, so ist es größer als alle Kräuter und wird ein Baum, dass die Vögel unter dem Himmel kommen und wohnen in seinen Zweigen.

33Ein anderes Gleichnis sagte er ihnen: Das Himmelreich gleicht einem Sauerteig, den eine Frau nahm und unter drei Scheffel Mehl mengte, bis es ganz durchsäuert war.

Vom Sinn der Gleichnisse

(Mk 4,33-34)

34Das alles redete Jesus in Gleichnissen zu dem Volk, und ohne Gleichnisse redete er nichts zu ihnen, 35auf dass erfüllt würde, was gesagt ist durch den Propheten, der da spricht (Psalm 78,2): »Ich will meinen Mund auftun in Gleichnissen und will aussprechen, was verborgen war vom Anfang der Welt an.«

Die Deutung des Gleichnisses vom Unkraut

36Da ließ Jesus das Volk gehen und kam heim. Und seine Jünger traten zu ihm und sprachen: Deute uns das Gleichnis vom Unkraut auf dem Acker.

37Er antwortete und sprach zu ihnen: Der Menschensohn ist’s, der den guten Samen sät. 38Der Acker ist die Welt. Der gute Same, das sind die Kinder des Reichs. Das Unkraut sind die Kinder des Bösen. 39Der Feind, der es sät, ist der Teufel. Die Ernte ist das Ende der Welt. Die Schnitter sind die Engel. 40Wie man nun das Unkraut ausjätet und mit Feuer verbrennt, so wird’s auch am Ende der Welt gehen. 41Der Menschensohn wird seine Engel senden, und sie werden sammeln aus seinem Reich alle Ärgernisse und die, die da Unrecht tun, 42und werden sie in den Feuerofen werfen; da wird sein Heulen und Zähneklappern.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Christoph Naser erklärt zunächst die Schlüsselbegriffe des Textes. In der Bedeutung für heute fragt er kritisch nach, ob denn der Senfbaum des Reiches Gottes unter lauter Gestrüpp überhaupt zu sehen ist und verweist auf die Perspektive des Reiches Gottes und Erfahrungsmöglichkeiten desselben.


Vorschau:

1. Erklärungen zum Text

Der Baum. Im Alten Testament wird der Baum als Metapher für starke Königreiche benutzt. Nebukadnezar träumt von einem großen Baum, der vielen Tieren Nahrung spendet und den Vögeln als Zuhause dient. Ein Sinnbild für seine Macht. Genauso steht in Hesekiel 31,6 ein riesiger Baum, auf dessen Ästen „alle Vögel des Himmels“ nisten können, für das riesige ägyptische Reich.

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2. Bedeutung für heute

2.1 Das Himmelreich ist auf die Erde gekommen

In der Kirchengeschichte wurde oft gesagt, dass man die Umstände aushalten soll, weil im Himmel alles gut würde. Das hat Marx in seiner Religionskritik bemängelt. „Alles wird gut.“ Als Christ ist das Realität. Aber der Philosoph hat dennoch etwas entlarvt. Denn Jesus hat den Samen ausgeworfen und damit beginnt das Reich Gottes zu existieren.

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3. Methodik für die Gruppe

Fast jeder kann sich etwas unter dem abstrakten Begriff „Himmel“ vorstellen. So auch der Rostocker Rapper Marteria in seinem Song „OMG!“ Es ist spannend, die hervorgehobenen Zitate unter der vorgeschlagenen Fragestellung und durch die Matthäus-13-Brille anzuschauen.

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  • Autor / Autorin: Christoph Naser
  • © Deutscher EC-Verband