Ein Ende wie im Film?

Einheit | Andacht
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Ein Ende wie im Film?

Enthalten in:
Materialart: Andacht
Zielgruppen: Junge Erwachsene (18+), Mitarbeitende
Einsatzgebiete: Gottesdienst, Gruppenstunde, Predigtvorbereitung
Verband: Praxisverlag buch+musik bm gGmbH
Redaktion: Jugendgottesdienstmaterial
Zeitbedarf: - Min.
Bibelstelle: Offenbarung 21,5 anzeigen
Bibelstelle
Offenbarung 21,5

5Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu! Und er spricht: Schreibe, denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiss!

Lutherbibel 2017, © Deutsche Bibelgesellschaft

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Katastrophenfilm vs. Offenbarung

Andacht

In den letzten Jahrzehnten gab es eine Vielzahl von Filmen, bei denen es um eine apokalyptische Zukunft ging. Um das Jahr 2000 wurde in vielen Medien und eben auch im Kino das Thema diskutiert, was das Ende des zweiten Millenniums mit sich bringen würde. Nach all den Jahrzehnten, die wir unter der Bedrohung des Atomkriegs gelebt hatten, nach all den Jahren der Dauerbedrohung des ­Kalten Krieges war irgendwie ein Gefühl da, dass alles ein schreckliches Ende ­nehmen müsste.

Die Bibel kennt ja durchaus auch Katastrophen.

  • Sodom und Gomorrha
  • die Sintflut
  • die Androhung der Zerstörung Ninives in der Jona-Geschichte
  • die persönliche Katastrophe von Hiob
  • und was da so in der Apokalypse an Apokalypsen angedroht wird … uiuiuiuiui!

Nun sind aber Filme oftmals viel drastischer, weil zu den Bildern im Kopf die Bilder auf der Leinwand kommen. Und die Apokalypsen im Kino wurden immer schlimmer, immer drastischer, immer apokalyptischer. In Filmen und Serien wurden immer extremere Weltenden ausgemalt. Wikipedia bspw. listet 309 ­Katastrophenfilme auf.
Was gab es da nicht alles:

  • Der Erdkern gerät aus den Fugen.
  • Dinosaurier werden wieder erweckt und bedrohen uns.
  • Godzilla kommt und vernichtet ganze Städte.
  • Der Klimawandel macht die Welt unbewohnbar.
  • Zombies besiedeln die Welt.
  • Die Maschinen übernehmen die Kontrolle.
  • Die Roboter beherrschen uns und die Welt.

Es gibt viele Varianten für das Ende. Ich will mich nicht festlegen, aber meine persönliche Vermutung ist: Zusammengefasst sieht es sehr nach Zombie-Weltherrschaft aus. Der Klimawandel könnte noch dazwischen grätschen, aber ­Zombies sind schon sehr klar im Vorteil.

Was aber interessant ist:
Das Ende der Welt im Kino oder in den Serien
ist immer ein schreckliches.
Die Welt, in der wir leben, ist eigentlich gut.
Sie wird erst schlecht durch das, was kommt.
Aber das, was kommt, ist wirklich schrecklich.

Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!
Hollywood spricht: Siehe, ich mache alles schrecklich!
So könnte man vielleicht den Unterschied beschreiben.

Denn die Bibel hat ja auch Verheißungen eines Endes.
Und die Botschaft der Bibel ist ja auch die,
dass es ein Ende der Welt, wie wir sie kennen, gibt.
Aber dieses Ende hat einen Anfang.
Es ist die Botschaft vom Reich Gottes, wie es
in Jesaja 11 beschrieben wird.
Ein Reich voller Gerechtigkeit, Freiheit, Frieden
und ohne jede Gewalt.
Ein Reich, in dem keine Angst mehr existiert, weil niemand auf den Gedanken kommt, Gewalt anzuwenden.
Nicht mal die Tiere, nicht mal Löwen
und Schlangen sind gefährlich.
Alle sind friedlich, alle sind gerecht und gut,
alle Leben ohne Sorge und Angst, alle sind Vegetarier.
Das ist die Vision der Bibel.

Und dieses Reich Gottes hat mit Jesus begonnen.
Und dieses Reich Gottes wird am Jüngsten Tag
vollendet werden.
Die Offenbarung, wie die Apokalypse der Bibel übersetzt wird, ist eine Aufdeckung eines schönen Endes,
das nicht in der Hölle der Zerstörung endet.
Wir werden nicht alle in den apokalyptischen Kampf
mit den Zombies oder in das hilflose Ankämpfen
gegen die Eismassen der neuen klimawandelbedingten Eiszeit hineingezogen.

Wir werden einfach in einer neuen Welt sein.
Von Gott durch Jesaja verkündet.
Von Gott in Jesus begonnen.
Von Gott am Jüngsten Tag vollendet.
Gott spricht: „Siehe, ich mache alles neu!“
Das ist der Unterschied.
Es ist der liebende Gott, der alles neu macht.

Es ist der Schöpfergott, der seine Schöpfung
aus Liebe und in Gnade noch besser macht.
Es ist gut neu.
Kein apokalyptisches Ende.
Die Offenbarung eines neuen, besseren Endes.
Ein Ende ohne Schrecken, aber mit ganz viel Liebe
und Gerechtigkeit.
Paradiesisch.
Einfach schön.
Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu! Amen.

  • Autor / Autorin: Gerd Mohr
  • © Dieser Beitrag stammt aus dem Buch/E-Book "Alles neu" zur Jahreslosung 2026 - © 2025 Praxisverlag buch+musik bm gGmbH, Stuttgart - mehr Infos unter www.praxisverlag-bm.de/jugendgottesdienstmaterial
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