Ein Fest für Nachfolger, nicht für FansEin Fest für Nachfolger, nicht für Fans

Einheit: Ein Fest für Nachfolger, nicht für Fans

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 120 Min. (Vorbereitung: 30-60 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Junge Erwachsene (18+), Konfis, Studenten, Teens (12-16 Jahre)
Einsatzgebiete: (Jugend-)Gottesdienst, Freizeiten, Gruppenstunde
Redaktion: TEC:
Benötigtes Material:
Bibelstelle: Matthäus 26,17-30

„Teens zutrauen und ermöglichen, dass sie selbst theologisch arbeiten und das Abendmahl neu gestalten können.“ Für dieses Motto gibt es hier das passende Konzept eines lässigen Mitmach-Abends, der Teens und ihre Fähigkeiten in den Mittelpunkt stellt.


Vorschau:

1. Vorbemerkungen

Das Abendmahl ist für viele allein schon von der Begrifflichkeit her ein sperriges Wort geworden. Was bedeutet es genau? Essen wir wirklich Jesus oder ist es ein Bild für etwas? Darf ich als Letzter in der Reihe den Kelch einfach austrinken? Es gibt viele Fragen, lustige Anekdoten und Formen rund um das Ritual, das Jesus für seine Nachfolger inszeniert hat. Die Taufe updatet er. Jene feuchte Idee kam nicht von ihm, sondern von seinem Cousin. Aber das Abendmahl? Das war etwas, das Jesus kurz seinem Tod völlig neu inszeniert hat. Und kurz vor ihrem Sterben sagen Leute nicht mehr unwichtige Dinge, sondern nur noch das, was ihnen auf dem Herzen liegt und wichtig ist. Umso spannender, dass er dort das Abendmahl platziert hat. Diese neuartige Feier findet ihre Wurzeln im Passafest. Jesus „upgradet“ und personifiziert es, bindet es an sich als Person (nachzulesen in 2. Mose 12. Dort wird beschrieben, dass „das Blut des Lammes die Menschen schützt …“). Dennoch bleibt diese Feier für viele junge Menschen heute nicht mehr greifbar. Teens erleben es manchmal als „unangenehm, komisch“ und Fragen sich: „wozu?“ Es „nervt“, wenn der Gottesdienst „heute auch noch länger geht.“ Dieses Fragen ist der Schatz, den es zu bergen gilt. Teenager sehnen sich in ihrer Lebensphase danach, Gott zu „erleben“, ihn nicht mehr nur „zu glauben“, sondern ihm persönlich zu begegnen. Und das ist das Pfund des Abendmahls: Gott wird – unabhängig von meiner Stimmung – spürbar: „Schmecket und sehet, wie freundlich der HERR ist“ (Luther 2017). Oder: „Erfahrt es selbst und seht mit eigenen Augen, dass der Herr gütig ist!“ (NGÜ – andere Betonung, aber auch nice. Beides: Ps 34,8). Deswegen ist es das Ziel, dass Formen und Worte für das gefunden werden, was Jesus damals so wichtig war. Denn es ist ein Fest für seine Nachfolger & Familie, nicht für Fans.

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  • Autor / Autorin: Patrick Senner
  • Autor / Autorin:
  • © Deutscher EC-Verband

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