Ein göttlicher AuftragEin göttlicher Auftrag

Einheit: Ein göttlicher Auftrag

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 45-60 Min. (Vorbereitung: 10-15 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Junge Erwachsene (18+), Studenten
Einsatzgebiet: Gruppenstunde
Redaktion: echt.
Bibelstelle: Matthäus 1,18-25
Matthäus 1,18-1,25

Jesu Geburt

18Die Geburt Jesu Christi geschah aber so: Als Maria, seine Mutter, dem Josef vertraut war, fand es sich, ehe sie zusammenkamen, dass sie schwanger war von dem Heiligen Geist. 19Josef aber, ihr Mann, der fromm und gerecht war und sie nicht in Schande bringen wollte, gedachte, sie heimlich zu verlassen.

20Als er noch so dachte, siehe, da erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sprach: Josef, du Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria, deine Frau, zu dir zu nehmen; denn was sie empfangen hat, das ist von dem Heiligen Geist. 21Und sie wird einen Sohn gebären, dem sollst du den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk retten von ihren Sünden. 22Das ist aber alles geschehen, auf dass erfüllt würde, was der Herr durch den Propheten gesagt hat, der da spricht (Jesaja 7,14): 23»Siehe, eine Jungfrau wird schwanger sein und einen Sohn gebären, und sie werden ihm den Namen Immanuel geben«, das heißt übersetzt: Gott mit uns.

24Als nun Josef vom Schlaf erwachte, tat er, wie ihm der Engel des Herrn befohlen hatte, und nahm seine Frau zu sich. 25Und er erkannte sie nicht, bis sie einen Sohn gebar; und er gab ihm den Namen Jesus.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Jennifer Schneider erklärt zunächst die Hintergründe des Textes: die Verlobungssituation, die Verheißung, die auf der Familie Davids, dessen Nachkomme Josef ist, liegt. In der Bedeutung für heute geht Schneider auf das Erkennen von Gottes Willen ein und fragt: Will ich wirklich wissen, was Gottes Plan ist? Was, wenn er mir nicht gefällt?


Vorschau:

1. Erklärungen zum Text

Eine uneheliche Schwangerschaft durch den Heiligen Geist – wir haben uns schon fast daran gewöhnt, dass dieser Sachverhalt Teil der Weihnachtsgeschichte ist. Aber es war etwas geradezu Unglaubliches, ein Geheimnis Gottes, das in direkter Verbindung steht mit etwas, was Gott lange davor angekündigt hatte, mit etwas Besonderem, Göttlichem.

Und doch wird dieses Besondere, Göttliche gleich zu Beginn gefährdet: Maria und Josef waren einander fest versprochen, der Ehevertrag unterschrieben und Maria musste nur noch bei Josef einziehen, damit ihre Ehe als vollzogen galt, als Josef herausfindet, dass Maria schwanger ist. Da er mit Sicherheit weiß, dass das Kind nicht von ihm ist, hatte er das Recht, sie zu töten.

2. Bedeutung für heute

Manchmal wünsche ich mir, Gott würde zu mir auch so klar und deutlich reden: „So und so ist es, das sollst du tun und das ist der tiefere Sinn dahinter.“ Das wäre absolut klar und verständlich, ich müsste nicht lange überlegen, ob etwas nun das ist, „was Gott von mir will“. Es wäre so viel einfacher!

3. Methodik für die Gruppe

Einstieg

Startet zunächst mit einem persönlichen Austausch: Wie geht es euch gerade? Wie sehr seid ihr im Weihnachtsstress?

Weihnachten – alle Jahre wieder dieselbe Geschichte: Maria, Stall. Hirten, Weisen – Moment mal: Wer ist eigentlich dieser Josef, der da als Statist in der Ecke vom Stall steht und was hat er damit zu tun? Darum soll es heute gehen.

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  • Autor / Autorin: Jennifer Schneider
  • © Deutscher EC-Verband