Auf dem Holzweg

Einheit | Bibelarbeit
Einheit | Bibelarbeit

Auf dem Holzweg

Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Teens (12-16 Jahre)
Einsatzgebiet: Gruppenstunde
Verband: EJW - Evangelisches Jugendwerk in Württemberg
Redaktion: der Steigbügel
Zeitbedarf: 60-90 Min. (Vorbereitung: 20-30 Min.)
Benötigte Materialien: Holzspatel, Tonkarton (schwarz, A3), Bibel(n)
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Eine einfache künstlerische Bibelarbeits-Methode am Beispiel der Emmaus-Geschichte

Mit einfachen Holzspateln, wie sie jeder vom Arzt kennt, kann man sehr eindrücklich biblische Geschichten nachbauen. Das einfache Material mit Abrundungen und ausgefransten Bruchstellen ist gut geeignet für das Nachbauen von Bildern aus Bibelgeschichten. Diese Methode hilft den Teilnehmenden, sich in die Bibeltexte hineinzuversetzen und ihre Gedanken dazu zu äußern. Ganz nebenbei entstehen eindrückliche Kunstwerke, mit deren Hilfe sich die Jugendlichen die Geschichten gegenseitig auslegen.

Für die Bearbeitung eignen sich vor allem „bilderreiche“ Geschichten aus der Bibel. Vorgestellt wird diese Methode anhand der Geschichte der Emmaus-Jünger (Lukas 24). Für alle Jugendlichen ist eine Bibel hilfreich oder eine Kopie vom ausgewählten Bibeltext.

Die Methode eignet sich auch für eine Runde mit der Frage: Was habe ich diese Woche erlebt? Auch das kann natürlich nachgebaut werden und dann anderen beschrieben werden.

So geht’s

Schritt 1 – Einstieg

(kann wegfallen, wenn es zeitlich eng ist)

Zum Einstieg werden Bilder von Kunstwerken gezeigt. Die Jugendlichen beschreiben sich gegenseitig ihre Beobachtungen. Gut eignet sich z. B. das Passionsbild vom „Isenheimer Altar“, das im Internet leicht zu finden ist.

Schritt 2 – Bibelgeschichte wahrnehmen und künstlerisch umsetzen

Die Gruppe liest gemeinsam die Bibelgeschichte, die von den Mitarbeitenden ausgewählt wurde. In diesem Beispiel also die Geschichte der Emmaus-Jünger (Lukas 24, 13 ff).

Hierzu ist es hilfreich, wenn für alle Jugendlichen eine Bibel zur Verfügung steht. Es werden Kleingruppen von zwei bis drei Personen gebildet. Jede Kleingruppe bekommt folgende Aufgaben:

  • Lest die Geschichte nochmals für euch alleine durch.
  • Überlegt euch, welche Passage, welches Bild euch am meisten beeindruckt.
  • Stellt euch die ausgewählten Textpassagen oder Bilder gegenseitig vor.
  • Einigt euch auf eine Textpassage oder ein Bild.
  • Legt nun dieses Bild mit Hilfe der Holzspatel auf einen Tonkarton. Dabei ist es völlig egal, wie viele Spatel ihr dazu braucht. Ihr könnt sie auch zerbrechen oder knicken.
  • Eure Holzspatelbilder sind fertig! Überlegt, ob ihr wirklich alle Holzspatel braucht, die ihr gelegt habt. Könnt ihr euer Kunstwerk noch reduzieren? Ziel ist es, so viele Holzspatel wie nötig zu legen, aber so wenig wie möglich.
  • Überlegt euch einen markanten und aussagekräftigen Namen für euer Bild.

Schritt 3 – Bilder wahrnehmen

Aufgabe der Mitarbeitenden ist es im Entstehungsprozess die Abfolge der Bilder innerhalb der Bibelgeschichte herauszufinden, denn das bestimmt nun die Reihenfolge der Wahrnehmung.

  • Die Jugendlichen stellen sich um das erste Bild und betrachten es.
  • Wer möchte, kann beschreiben, was er sieht, und was das seiner Meinung nach bedeuten könnte.
  • Die Mitarbeitenden achten darauf, dass die Bilder nicht bewertet werden und dass auch scheinbare Kleinigkeiten zur Sprache kommen.
  • Jemand aus der Kleingruppe liest die entsprechende Passage aus der Bibel vor.
  • Alle überlegen gemeinsam einen Namen für das Bild.
  • Die Kleingruppe nennt den von ihnen gewählten Titel und erklärt, warum dieser gewählt wurde.

Die Gesamtgruppe wechselt zum nächsten Bild. Sollte es mehrere Bilder zur selben Passage geben, ist das nicht schlimm. Man könnte fragen, was unterscheidet die Bilder, wo legt das eine Bild im Gegensatz zum anderen seinen Schwerpunkt?

Zum Abschluss bündelt eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter die wesentlichen Eindrücke (z. B. indem die Bildüberschriften oder der gesamte Bibeltext nochmals vorgelesen wird).

Schritt 4 – Abschluss

Wenn die Jugendlichen möchten, können sie eine Bitte oder einen Dank „aus ihrem Bild heraus“ formulieren und in einem gemeinsamen Gebet zur Sprache bringen.

Eindrücklich ist es, wenn die Bilder fotografiert werden und als Postkarten später an die Jugendlichen verteilt werden.

  • Autor / Autorin: Christoph Gruber
  • © EJW - Evangelisches Jugendwerk in Württemberg
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