| Enthalten in: | |
|---|---|
| Materialart: | Hintergrund/ Grundsatz |
| Zielgruppe: | Mitarbeitende |
| Einsatzgebiet: | Gruppenstunde |
| Verband: |
|
| Redaktion: | Jugendgottesdienstmaterial |
| Zeitbedarf: | - Min. |
| Bibelstelle: |
Offenbarung 21,5 anzeigen Bibelstelle
Offenbarung 21,5 5Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu! Und er spricht: Schreibe, denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiss! Lutherbibel 2017, © Deutsche Bibelgesellschaft |
| Anhänge: |
|
| Du bist nicht angemeldet. Bitte melde dich an um Inhalte zu speichern und herunterzuladen. Jetzt anmelden / registrieren | |
Andacht
Die folgende Geschichte ist die ganz persönliche Antwort einer Sechzehnjährigen auf die Frage „Wie stellst du dir deine Kirche in Zukunft vor?“. Auch wenn die Antwort nicht ganz „alles neu“ ist, sind doch viele neue Gedanken und Wünsche niedergeschrieben. Entstanden ist der Text als Impuls für ein Frauen-Fest-Mahl. Genau das soll und darf er auch weiterhin sein: ein Impuls, vielleicht sogar ein Ziel, wie wir „alles neu“ machen können.
Ich öffne die Tür zu unserem Gemeindehaus und sofort kommt mir ein helles, warmes Licht, nein eher ein Leuchten, entgegen. Mit dem Leuchten kommt mir auch ein strahlendes Kind vom Eltern-Kind-Kreis entgegen, der gerade zu Ende sein muss. Ich erkenne das Kind direkt, sie war schließlich mal in meiner Jungschar. Freudig drückt sie mich und ich sie. Direkt nach ihr kommen ihre Väter und wir begrüßen uns gewohnt herzlich. Die drei gehen weiter und auch ich gehe meinen Weg. Inzwischen im Flur unseres Gemeindehauses höre ich Musik, die vom Probenraum nach oben klingt. Unsere inklusive Band ist wirklich gut, denke ich mal wieder. Getragen vom eigentlich schon perfekt klingenden Worship, gehe ich einfach noch ein Stückchen weiter und wage einen vorsichtigen Blick in den gemütlichen Clubraum. Einer meiner Lieblingsräume, ganz ehrlich, einfach weil dort – so wie jetzt – viele Gesprächsangebote stattfinden können. Gerade sehe ich in dem Raum einen bunten Haufen von jungen, alten und mittelalten Frauen. Sie sitzen zusammen vor einem großen Haufen von Büchern und unterhalten sich engagiert. Zwischen ihnen sitzt unsere Pfarrerin, die gerade etwas Ordnung in das Gespräch bringt. Sie entdeckt mich und fragt direkt, ob ich nicht auch Lust hätte, ein bisschen mit ihnen über die Welt und natürlich Gott zu sprechen. Genau damit beschäftigt sich unser neuer Theologiekreis nämlich: Mit der Welt und Gott und wer sie ist und wer wir sind. Auch, wenn ich sehr versucht bin, lehne ich ihr Angebot freundlich ab und gehe schnell weiter. Auf meinem Weg komme ich natürlich auch an unserer Küche vorbei. Auch hier herrscht reges Treiben. Wie so oft findet auch heute ein Kultur-Café statt. In der großen Küche tummeln sich Menschen mit unterschiedlichsten Geschichten, einige von ihnen leben noch nicht lange hier und sprechen unsere Sprache auch noch nicht so gut. Andere sind in unserer Gemeinde aufgewachsen und haben hier ihr bisher junges oder eben auch schon langes Leben verbracht. Wieder andere interessieren sich für die Kultur, die heute im Fokus steht – sie kenne ich teilweise noch nicht, doch es freut mich auch sie heute zu sehen. Mein Weg führt mich allerdings noch ein bisschen weiter, ein weiterer Raum zieht meine Aufmerksamkeit auf sich und wieder erlaube ich mir einen Blick in den großen Raum. Darin sitzen ein paar Rentnerinnen, die gerade am Brettspiele spielen sind. Doch, da ich die meisten von ihnen kenne, weiß ich, dass sie hier nicht nur zum Zeitvertreib sitzen. Ganz im Gegenteil. Ein Paar der Frauen wartet hier als Seelsorgeeinheit, die für alle offen steht und ganz niederschwellig Hilfe ermöglicht. Die anderen planen, neben ihrem Spiel, schon den nächsten Gemeindebrief. Für den, nachdem sie mich gerade entdeckten, auch ich nun ein paar Worte schreiben darf. Mit dieser neuen Aufgabe im Gepäck mache ich mich nochmal auf, um weiterzugehen. Schließlich bin ich immer noch nicht an meinem eigentlichen Ziel. Ich erreiche die Tür zum großen Saal und als ich sie öffne, springt mir schon meine beste Freundin entgegen. „Da bist du ja endlich!”, meint sie mit einem Augenzwinkern, weil wir beide genau wissen, dass auch sie erst vor einer Minute angekommen ist. Gemeinsam holen wir uns die letzten beiden Stühle und setzen uns in den Kreis der neuen Konfis. Sie blicken teils neugierig, doch Großteils gelangweilt zu uns. Aber ihre schlechte Laune kann unserer Motivation nicht standhalten und mit einem Lächeln im Gesicht freue ich mich schon darauf, ihnen unsere wunderschöne, facettenreiche Gemeinde der Zukunft näher bringen zu dürfen.
Wähle das Team, für das du jetzt Materialien suchst, oder auf dessen Materialien du zugreifen möchtest.
Du kannst jederzeit oben rechts über das Team-Menü ein anderes Team auswählen.