Eine Liebesgeschichte mit Happy EndEine Liebesgeschichte mit Happy End

Einheit: Eine Liebesgeschichte mit Happy End

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 60-90 Min. (Vorbereitung: 30-60 Min.)
Materialart: Stundenentwurf
Zielgruppen: Kinder (7-11 Jahre), Kinder/ Pre-Teens (10-13 Jahre)
Einsatzgebiet: Gruppenstunde
Redaktion: JUMAT
Benötigte Materialien: Bausteine (fĂŒr die Stadtmauer), Weihnachtskrippe, großes Plakat, FlĂŒssigkleber, Körner (Hafer, Roggen, Hirse, Dinkel, Mais, Gerste, Weizen, Reis), GrĂ€ser (langstielig), Wiesenblumen (langstielig), Efeu, Zweige (biegsam), Blumendraht
Bibelstelle: Rut 4
Rut 4

4

Rut und Boas heiraten

Rut 4,1-22

Boas kauft das Land von Noomi

1Boas ging zum Stadttor und setzte sich dort hin.

Da kam der andere Löser vorbei,

von dem Boas gesprochen hatte.

Boas sagte zu ihm: »Komm her, setz dich zu mir!«

Da kam der andere Löser zu Boas und setzte sich.

2Boas bat zehn Älteste der Stadt:

»Setzt euch dazu!«, und sie taten es.

3Dann sagte er zu dem anderen Löser:

»Noomi ist aus Moab zurĂŒckgekehrt.

Sie verkauft den Anteil am Ackerland,

der unserem Bruder Elimelech gehört hat.

4Ich habe nachgedacht

und will dir einen Vorschlag machen:

Kauf seinen Anteil am Landbesitz!

Die Anwesenden und die Ältesten meines Volkes

sollen es bezeugen.

Willst du den Kauf tÀtigen, dann tu es!

Falls nicht, lass es mich wissen.

Du hast nÀmlich das Vorrecht.

Ich bin erst nach dir an der Reihe.«

Der andere Löser antwortete: »Ich will kaufen.«

5Boas entgegnete:

»Du kannst das Ackerland von Noomi nur erwerben,

wenn du zugleich die Moabiterin Rut heiratest.

Sie ist die Witwe des rechtmĂ€ĂŸigen Erben.

Durch euer Kind wird der Name des Verstorbenen

mit seinem Erbbesitz erhalten bleiben.«

6Da erwiderte der andere Löser:

»Dann kann ich den Kauf nicht vollziehen.

Das wĂ€re ja zum Nachteil fĂŒr meinen eigenen Erbbesitz.

Übernimm du mein Vorrecht!

Ich kann es nicht ausĂŒben.«

7Eine solche Lösung, verbunden mit einem Besitzwechsel,

wurde damals in Israel so bestÀtigt:

Einer der Partner zog seine Sandale aus

und gab sie dem anderen.

Damit war der Handel in Israel rechtskrÀftig.

8Der andere Löser sagte also zu Boas:

»Kauf du das Land fĂŒr dich!«

Dann zog er seine Sandale aus.

9Da sagte Boas zu den Ältesten und zum ganzen Volk:

»Ich habe Noomi heute alles abgekauft,

was Elimelech, Kiljon und Machlon gehört hat.

10Die Moabiterin Rut, die Witwe von Machlon,

wird damit meine Ehefrau.

Ich werde den Namen des Verstorbenen

mit seinem Erbbesitz bewahren.

Sein Name soll nicht ausgelöscht werden

bei seinen BrĂŒdern und in seiner Heimatstadt!

DafĂŒr seid ihr heute Zeugen.«

11Alle Leute im Tor und die Ältesten sagten:

»Wir bezeugen es.

Mit der Frau, die in dein Haus kommt,

mache es der Herr wie mit Rahel und Lea:

Sie hatten viele Nachkommen

und haben das Volk Israel hervorgebracht.

Du sollst bei der Großfamilie der Efratiter

in hohem Ansehen stehen.

Dein Name sei berĂŒhmt in Betlehem!

12Dein Haus sei geachtet wie das Haus des Perez,

des Sohnes von Tamar und Juda.

Wie ihm schenke dir der Herr berĂŒhmte Nachkommen

von dieser jungen Frau!«

Rut und Boas werden Davids Vorfahren

13Boas nahm Rut zur Frau und schlief mit ihr.

Der Herr ließ sie schwanger werden,

und sie brachte einen Sohn zur Welt.

14Da sagten die Frauen zu Noomi:

»Gepriesen sei der Herr!

Er hat dir einen Erben und Löser geschenkt.

Sein Name soll in Israel berĂŒhmt sein!

15Er gibt dir wieder Lebenskraft

und versorgt dich im Alter.

Er ist ja das Kind deiner Schwiegertochter,

die dich liebt.

Sie ist fĂŒr dich mehr wert als sieben Söhne.«

16Noomi nahm das Kind, legte es auf ihren Schoß

und war wie eine Mutter zu ihm.

17Die Nachbarinnen sagten:

»Ein Sohn ist Noomi geboren worden.«

Und sie gaben ihm den Namen Obed.

Er wurde der Vater von Isai

und der Großvater von David.

18Das ist der Familienstammbaum von Perez:

Perez war Vater von Hezron,

19Großvater von Ram und Urgroßvater von Amminadab.

20Die Linie lĂ€sst sich weiter verfolgen ĂŒber

Nachschon, Salmon, 21Boas und Obed bis zu 22Isai.

Isai schließlich war der Vater von David.

BasisBibel 2012/2020, © Deutsche Bibelgesellschaft

In diesem Stundenentwurf geht es um die Geschichte, die Gott mit Menschen schreibt. Und um die Segensspuren, die er durch Menschen im Leben anderer und in der Geschichte hinterlĂ€sst. So sind Rut und Boas im Stammbaum Jesu zu finden, neben anderen spannenden Personen, ĂŒber die wir in der Bibel lesen.


Vorschau:

Das Ziel

Starter

Unsere Lebensentscheidungen prĂ€gen unsere Zukunft. Deshalb ist es gut, sie in Absprache mit Gott zu treffen, der den besten Weg fĂŒr uns kennt.

Checker

Der Glaube an Gott beinhaltet, dass unser Leben Sinn und Ziel hat. Ein Sinn ist, dass wir mit Gott eine Segensspur hinterlassen.

Der Text an sich

Vers 1:

Das Tor war nicht nur ein Durchgang durch die Stadtmauer, der Zugang zur Stadt. Es war der Marktplatz, der Ort fĂŒr öffentliche BĂŒrgerversammlungen und fĂŒr Gerichtsverhandlungen. Boas kennt die Gewohnheiten der Menschen der Stadt und weiß, dass sein Verwandter, der andere Löser, durch dieses Tor gehen wird.

(…)

Der Text gelebt

Wiederholung

Auf dem ErzÀhltisch wird die Geschichte der Rut noch einmal nachgespielt.

GesprÀch

Liebesgeschichten geschehen millionenfach ĂŒberall auf der ganzen Welt. Auch eure Eltern haben eine erlebt. Ihr werdet sie wahrscheinlich noch erleben. Das ist nichts Außergewöhnliches. Ein Leben kann so aussehen, dass man halt so lebt und dann stirbt und damit fertig. Es bleibt nichts davon ĂŒbrig. Es geht verloren. Wie beim Gras auf einer Wiese. Es verwelkt und nichts ist mehr zu sehen.

Die Geschichte von Rut und Boas ist ein Beispiel dafĂŒr, wie Gott fĂŒhrt, wie er hilft, wie ein Leben mit ihm aussehen kann: Jedes Leben ist wertvoll. Das Leben eines Menschen, der mit Gott lebt, hat sogar Ewigkeitswert. Davon geht nichts verloren. Es bleibt in Gottes Erinnerung.

(…)

Kreatives

Als Rut und Boas geheiratet haben, wurden die Mauern des Festsaales bestimmt schön gestaltet.

Girlanden binden aus Naturpflanzen:

Dazu braucht man viele langstielige GrĂ€ser und Wiesenblumen, Efeu, weiche Zweige von BĂŒschen. Auch Ähren eignen sich sehr gut. Sie mĂŒssen vor der Ernte geschnitten werden. Das darf man aber nur mit dem EinverstĂ€ndnis des entsprechenden Landwirts tun.

Zuerst wird ein BĂŒschel langer GrĂ€ser als Grundlage auf einen Tisch gelegt. Nun werden eine Blume von links und eine von rechts um dieses BĂŒschel geschlungen. Jetzt werden das GrĂ€serbĂŒschel und die beiden BlumenstĂ€ngel zusammengefasst und dann in drei StrĂ€nge geteilt. Nun wird daraus ein Zopf geflochten. Zu den StĂ€ngeln kommen immer neue Blumen- und GrasstĂ€ngel und Zweige.

(…)

...
  • Autor / Autorin: Christa Wachsmuth
  • © Deutscher EC-Verband

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