Einigkeit und Recht und FreiheitEinigkeit und Recht und Freiheit

Einheit: Einigkeit und Recht und Freiheit

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 60-120 Min. (Vorbereitung: 10-30 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Junge Erwachsene (18+), Studenten
Einsatzgebiet: Gruppenstunde
Redaktion: echt.
Benötigtes Material: Bilder (zum Thema Freiheit)
Bibelstelle: Galater 2,11-21
Galater 2,11-2,21

Die Auseinandersetzung in Antiochia

11Als aber Kephas nach Antiochia kam, widerstand ich ihm ins Angesicht, denn er hatte sich ins Unrecht gesetzt. 12Denn bevor einige von Jakobus kamen, aß er mit den Heiden; als sie aber kamen, zog er sich zurück und sonderte sich ab, weil er die aus der Beschneidung fürchtete. 13Und mit ihm heuchelten auch die andern Juden, sodass selbst Barnabas verführt wurde, mit ihnen zu heucheln. 14Als ich aber sah, dass sie nicht richtig handelten nach der Wahrheit des Evangeliums, sprach ich zu Kephas öffentlich vor allen: Wenn du, der du ein Jude bist, heidnisch lebst und nicht jüdisch, warum zwingst du dann die Heiden, jüdisch zu leben?

15Wir sind von Geburt Juden und nicht Sünder aus den Heiden. 16Doch weil wir wissen, dass der Mensch durch Werke des Gesetzes nicht gerecht wird, sondern durch den Glauben an Jesus Christus, sind auch wir zum Glauben an Christus Jesus gekommen, damit wir gerecht werden durch den Glauben an Christus und nicht durch Werke des Gesetzes; denn durch des Gesetzes Werke wird kein Mensch gerecht. 17Sollten wir aber, die wir durch Christus gerecht zu werden suchen, sogar selbst als Sünder befunden werden – ist dann Christus ein Diener der Sünde? Das sei ferne! 18Denn wenn ich das, was ich niedergerissen habe, wieder aufbaue, dann mache ich mich selbst zu einem Übertreter.

19Denn ich bin durchs Gesetz dem Gesetz gestorben, damit ich Gott lebe. Ich bin mit Christus gekreuzigt. 20Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt hat und sich selbst für mich dahingegeben. 21Ich werfe nicht weg die Gnade Gottes; denn wenn durch das Gesetz die Gerechtigkeit kommt, so ist Christus vergeblich gestorben.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Marina Schmid startet mit der Erklärung aller wesentlichen Begriffe, Namen und Orten. Danach ordnet sie den Text in den historischen und textlichen Zusammenhang ein. Ihr Schwerpunktsatz lautet: Der Galaterbrief lebt von der Botschaft der Freiheit vom Gesetz und dem Geschenk der Gnade.


Vorschau:

1. Erklärungen zum Text

Gliederung

Verse 11-14: Auseinandersetzung in Antiochia – Beschreibung der Situation

Verse 15-21: Das Geschenk der Gnade – Die Rede des Paulus vor der Gemeinde

V.11: Kephas – aramäisch für „Fels“. „Petrus“ hat die gleiche Bedeutung. Kephas/Petrus ist der Beiname des Apostel Simon, den er von Jesus selbst bekommen hatte (Mt 16,18; Joh 1,42).

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2. Bedeutung für heute

Kritikfähigkeit und Vorbildfunktion

Paulus kritisiert Petrus ganz öffentlich. Wäre es nicht fairer, eine solche Situation unter vier Augen zu klären?

Kritisieren bedeutet heute, in die Privatsphäre des anderen einzudringen – es wird für uns zum Problem, Person und Sache zu trennen. Offene Kritik wird heutzutage nicht nur konstruktiv aufgefasst. Deshalb wirkt Paulus Reaktion auf Petrus Handeln auf uns geradezu arrogant und überzogen. Dabei geht es Paulus nicht um eine Demütigung des Petrus – er spricht, um die Wahrheit des Evangeliums zu verteidigen (V.14).

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3. Methodik für die Gruppe

Scheut euch nicht, euch zu fokussieren und bewusst nur ein Thema intensiv anzugehen. Es geht nicht darum, jede Frage abgehakt zu bekommen.

Aktionszeit: Der Text wird lebendig

Kritikfähigkeit

Schwerpunkt: Teamwork, gemeinsam einen Weg finden, Leiterschaft

Spiel zum Einstieg: „Minenfeld“ (siehe http://www.spielewiki.org/wiki/Minenfeld). Wichtig ist der Teamgedanke bei diesem Spiel. Wenn ihr eine größere Gruppe seid, dann lasst zwei oder drei Teams gegeneinander spielen.

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  • Autor / Autorin: Marina Schmid
  • © Deutscher EC-Verband