Elia und Elisa: Allein und doch nicht alleinElia und Elisa: Allein und doch nicht allein

Einheit: Elia und Elisa: Allein und doch nicht allein

Verband: EJW - evangelisches Jugendwerk in Württemberg
Zeitbedarf: 45-60 Min. (Vorbereitung: 15-20 Min.)
Materialart: Stundenentwurf
Zielgruppen: Kinder (7-11 Jahre), Kinder/ Pre-Teens (10-13 Jahre)
Einsatzgebiete: Freizeiten, Gruppenstunde
Redaktion: Jungscharleiter
Benötigte Materialien: Stoffreste, Stoffmalstifte, Schlüsselring(e)
Bibelstelle: 2. Könige 2,1-18
2. Könige 2,1-2,18

2

Elia wird entrückt und Elisa tritt seine Nachfolge an

1Als aber der Herr Elia im Wettersturm gen Himmel holen wollte, gingen Elia und Elisa von Gilgal weg. 2Und Elia sprach zu Elisa: Bleibe du hier, denn der Herr hat mich nach Bethel gesandt. Elisa aber sprach: So wahr der Herr lebt und du lebst: Ich verlasse dich nicht. Und als sie hinab nach Bethel kamen, 3gingen die Prophetenjünger, die in Bethel waren, heraus zu Elisa und sprachen zu ihm: Weißt du auch, dass der Herr heute deinen Herrn hinwegnehmen wird, hoch über dein Haupt hinweg? Er aber sprach: Auch ich weiß es wohl; schweigt nur still. 4Und Elia sprach zu ihm: Elisa, bleib du hier, denn der Herr hat mich nach Jericho gesandt. Er aber sprach: So wahr der Herr lebt und du lebst: Ich verlasse dich nicht.

Und als sie nach Jericho kamen, 5traten die Prophetenjünger, die in Jericho waren, zu Elisa und sprachen zu ihm: Weißt du auch, dass der Herr heute deinen Herrn hoch über dein Haupt hinwegnehmen wird? Er aber sprach: Auch ich weiß es wohl; schweigt nur still. 6Und Elia sprach zu ihm: Bleib du hier, denn der Herr hat mich an den Jordan gesandt. Er aber sprach: So wahr der Herr lebt und du lebst: Ich verlasse dich nicht. Und so gingen die beiden miteinander. 7Und fünfzig von den Prophetenjüngern gingen hin und standen von ferne; aber die beiden standen am Jordan.

8Da nahm Elia seinen Mantel und wickelte ihn zusammen und schlug ins Wasser; das teilte sich nach beiden Seiten, sodass die beiden auf trockenem Boden hinübergingen. 9Und als sie hinüberkamen, sprach Elia zu Elisa: Bitte, was ich dir tun soll, ehe ich von dir genommen werde. Elisa sprach: Dass mir zwei Anteile von deinem Geiste zufallen. 10Er sprach: Du hast Schweres erbeten. Doch wenn du mich sehen wirst, wie ich von dir genommen werde, so wird’s geschehen; wenn nicht, so wird’s nicht sein.

11Und als sie miteinander gingen und redeten, siehe, da kam ein feuriger Wagen mit feurigen Rossen, die schieden die beiden voneinander. Und Elia fuhr im Wettersturm gen Himmel. 12Elisa aber sah es und schrie: Mein Vater, mein Vater, du Wagen Israels und seine Reiter!, und sah ihn nicht mehr. Da fasste er seine Kleider, zerriss sie in zwei Stücke 13und hob den Mantel auf, der Elia entfallen war, und kehrte um und trat wieder an das Ufer des Jordans. 14Und er nahm den Mantel, der Elia entfallen war, und schlug ins Wasser und sprach: Wo ist nun der Herr, der Gott Elias?, und schlug ins Wasser. Da teilte es sich nach beiden Seiten, und Elisa ging hindurch.

15Und als das die Prophetenjünger sahen, die gegenüber bei Jericho waren, sprachen sie: Der Geist Elias ruht auf Elisa. Und sie gingen ihm entgegen und fielen vor ihm nieder zur Erde 16und sprachen zu ihm: Siehe, es sind unter deinen Knechten fünfzig starke Männer, die lass gehen und deinen Herrn suchen. Vielleicht hat ihn der Geist des Herrn genommen und auf irgendeinen Berg oder in irgendein Tal geworfen. Er aber sprach: Lasst sie nicht gehen! 17Aber sie nötigten ihn, bis er nachgab und sprach: Lasst sie hingehen! Und sie sandten hin fünfzig Männer, und diese suchten Elia drei Tage; aber sie fanden ihn nicht. 18Und sie kamen zu Elisa zurück, als er noch in Jericho war, und er sprach zu ihnen: Sagte ich euch nicht, ihr solltet nicht hingehen?

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Elia übergibt seinen „Prophetenjob“ an seinen Schüler Elisa. Dieser Gruppenstunden-Entwurf macht deutlich: Wohin du auch gehst, Gott geht mit!


Vorschau:

Zielgedanke

Wohin du auch gehst, Gott geht mit!

Vorüberlegungen für Mitarbeitende

In dieser Bibelgeschichte übergibt Elia seinen „Prophetenjob“ an seinen Schüler Elisa. Rein äußerlich wird das am Überwerfen des Mantels deutlich. Durch Elia als Vorbild lernt Elisa seinen neuen Beruf. Doch bald erfährt er, dass Gott Elia zu sich direkt in den Himmel holen wird. Elisa findet sich mit dieser Voraussage nicht ab. Viel lieber ist er weiter mit Elia unterwegs und weicht ihm nicht von der Seite. Doch der Abschied rückt näher. Am Jordan erlebt Elisa ein Wunder: Elia schlägt seinen Mantel auf den Fluss, der sich daraufhin teilt. Beide durchqueren trocken den Fluss. Elisa wünscht sich von Elia, dass er den größten Teil des Prophetenerbes abbekommt. Das bedeutet, dass er sich selbst wünscht, Nachfolger Elias zu werden. Plötzlich geschieht das Unaufschiebbare: Elia wird entrückt. Elisas Glaubensvorbild ist jetzt für immer weg. Er ist allein. Keiner sagt ihm, was er tun oder lassen soll. Was ihm bleibt ist Elias Mantel. Am Jordan schlägt Elisa den Mantel (wichtig: kein Zaubermantel!) auf den Fluss. Sein Ausruf „Wo ist nun der Herr, der Gott Elias?“ zeigt seine Verzweiflung und Einsamkeit in diesem Moment. Das Wunder am Fluss wiederholt sich und zeichnet Elisa als Nachfolger Elias aus. Gleichzeitig zeigt ihm Gott damit, dass er ihn nicht hängen lässt. Elisa kann sich auf Gott als Wegbegleiter verlassen.

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  • Autor / Autorin: Antje Metzger
  • © EJW - evangelisches Jugendwerk in Württemberg