Endstation JuLeiCa?!

Einheit | Hintergrund/ Grundsatz
Einheit | Hintergrund/ Grundsatz

Endstation JuLeiCa?!

Materialart: Hintergrund/ Grundsatz
Zielgruppe: Mitarbeitende
Einsatzgebiet: Schulung
Verband: CVJM Westbund
Redaktion: Freie Autoren
Zeitbedarf: - Min. (Vorbereitung: - Min.)
Anhang:
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Karriereentwicklung Ehrenamtlicher

Montagmorgen und ein Blick auf die Fotos in der Lokalzeitung genügen, um etwas über Karriereentwicklung Ehrenamtlicher zu entdecken. Noch verschwitzt lächeln 14-Jährige vom Foto und präsentieren stolz ihr Zertifikat„Feuerwehrmannanwärter!“ Drei Zeitungsspalten weiter lächeln junge Menschen in DRLG-Shirt und dürfen sich nun „Rettungsschwimmer“ nennen. Beide Organisationen präsentieren Ehrenamtliche, die in ihrer Karriereentwicklung einen Schritt weiter sind.

Im kirchlichen Umfeld ist die Karriereentwicklung Ehrenamtlicher eher selten im Blickfeld. Die Ausbildung Ehrenamtlicher erfolgt häufig in einem der angebotenen Grundkurse.Diese sind qualitativ hochwertig und berechtigen zur Beantragung der JuLeiCa. Mit dieser Qualifizierung endet dann meist die systematische Weiterentwicklung. Es bleibt dem Interesse der einzelnen ehrenamtlichen Person überlassen, sich in Kursen, Maßnahmen und Projekten weiterzubilden.
Eine Wertschätzung Ehrenamtlicher sollte aber eine Weiterentwicklung im Blick haben.Denn Ehrenamtliche übernehmen Verantwortung in CVJM-Vereinen und Kirchengemeinden. Und diese Verantwortung ist in ihrer Grundhaltung auf-bauend.

Karriereentwicklung baut auf:Aus biblischer Betrachtung entspricht die Karriereentwicklung der Trias: Gott ruft mich;Gott braucht mich; Gott sendet mich.Gott ruft mich!Wir Menschen sind Gott, dem Schöpfer des Lebens, sehr viel wert! Diese Sehnsucht Gottes nach seinen Menschen zieht sich durch die Geschichten des AT von: Adam wo bist du?, bis in die Evangelien. In Bildworten von verlorenen Schafen, Groschen und Kindern erzählt Jesus von der Sehnsucht Gottes nach seinen Menschen. In Taten von Gastmahl, Einladungen, Hochzeitsfeiern und Abendmahl erklärt Jesus, dass Gott mit uns Gemeinschaft haben möchte.In kritischen Anfragen an unserem Wertekatalog von Geld, Macht, Einfluss und Ehre stellt Jesus eine sinnvolle Alterna-tive vor, die besagt: Deinen Wert bekommst du von Gott. Dieser Sehnsucht Gottes antworten Menschen bis auf den heutigen Tag, in dem sie ihm ihr Leben anvertrauen.Fromm gesagt: In dem sie glauben. Gott ruft Menschen in seine Gemeinschaft–das ist die einzige Berufung, die Gott ausspricht. Alles Weitere ist dann seine Sendung!

Gott braucht mich!
Gott braucht mich in meinem Umfeld–nach meinen Möglichkeiten–mit meinen Gaben und Grenzen. Das ist die große Zusage Gottes: „Ich traue dir das zu!“ Ich kann meine Rolle wieder finden-Geschöpf sein und nicht Schöpfer sein müssen, weil mich diese Anmaßung stets überfordert. Ich freue mich über die Gaben, die Gott mir geschenkt hat. Ich kann meine Begrenzungen annehmen, weil sie das von Gott geschenkte Gleichgewicht zu meinen Begabungen sind.
Sonst rutsche ich ab in die Überheblichkeit mit Denkweisen wie:„Ich mache das schon–ich kann das besser als alle–ohne mich läuft nichts.“ Nach dem Ruf in die Gemeinschaft folgt das Lebensprojekt „Gott braucht mich!“ Er möchte mich als Botschafter (Ebenbild / Engel /Botschafter der Versöhnung) gebrauchen. Gott sendet mich!Der deutsche evangelische Kirchentag in Bremen fragte: „Mensch–wo bist du?“ Und in den Bibelarbeiten und Referaten lag deutlich der Focus auf die Antwort des Menschen: „Hier bin ich!“ „Was kann ich mit dir erreichen?“ ist der weitergedachte Schritt in die Mitarbeit im Reich Gottes. Gott ist mein Begleiter, Herausforderer und Förderer in der Karriereentwicklung.

Karriereentwicklung mit Ausbildungsplan: In der Regel beginnen Ehrenamtliche im Alter von ca. 14 Jahren ihre Tätigkeit. Je nach biographischem Werdegang beenden sie als 17–19-Jährige ihr Engagement für Lehre oder Studium. Mitarbeitende loslassen und andere als Mitarbeitende neu gewinnen und aufbauen. Ein etwa 4-jähriger Rhythmus, der jeden CVJM-Verein in Atem und somit lebendig hält. Wie könnte ein Ausbildungsplan für diese 4 Jahre aussehen? Welche Schulungen, Seminare, Projekte … sollte ein ehrenamtlich Tätiger durchlaufen haben? An welchen Herausforderungen wächst die Persönlichkeit? Welche geistliche Entwicklung ist zuerkennen?

Ehrenamtliche, die den Heimat-Verein oder die Heimat-Gemeinde verlassen, sind potenzielle Ehrenamtliche in einem neuen Umfeld. Wer die Karriereentwicklung im Blick hat, wird die Ablösung zulassen und planen, Kontakte über die aktive Zeit des Engagements hinaus halten und neue Kontakte fördern. Diese Entwicklung setzt allerdings voraus, dass Ehrenamtliche nicht „verschlissen“, sondern aufgebaut wurden. Karriereentwicklung auf Zukunft:
Auch denjenigen, die schon über lange Zeiträume ehrenamtlich tätig sind, ist Karriereentwicklung zuzugestehen und ggf. zu fördern. In Perspektivgesprächen haben Fragen ihren Ort, wie zum Beispiel: Welche Aufgabe möchte ich in 5 Jahren übernehmen?Halte ich an meiner Aufgabe fest, weil sie mir so gut gefällt–oder weil kein anderer zu finden ist? Welche Ressourcen an Zeit, Begabungen, Fantasie haben sich verändert und weiterentwickelt? Stimmen diese Ressourcen noch mit den Anforderungen der Aufgabe überein?

Karriereentwicklung für den ganzen Menschen:
Bisher lag das Augenmerk auf das ehrenamtliche Engagement. Eine Persönlichkeits-entwicklung hat stets den ganzen Menschen mit seinen Beziehungsebenen zu Gott, Mitmensch, Umfeld und sich selbst im Blick. Aus der CVJM-Vergangenheit sind Anekdoten von Verantwortungsträgern tradiert, die weitsichtig handelten. So wird glaubhaft erzählt, dass ein Vorsitzender Ehrenamtliche, deren Schulleistung absackte, diese vom Ehrenamt freistellte, bis die Leistungen wieder akzeptabel waren. Ein anderer weiser Mensch achtet darauf, dass jeder Mitarbeiter nur in einer Ferienzeit sich für den CVJM engagiert und sonst Zeit für Weiterbildung und Ferien hat. Menschen mit weitem Horizont nutzen die bundesweiten Angebote christlicher Festivals für den Blick ihrer Ehrenamtlichen über den Kirchturmhorizont.

Karriereentwicklung sieht den weiten Raum, in den Gott die Füße seiner Mitarbeitenden stellt. (Ps. 31,9)

  • Autor / Autorin: Andreas Graf , CVJM Westbund, Wuppertal
  • © CVJM Westbund
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