Erlebnispädagogik als Teambuilding „Erleben und Lernen“Erlebnispädagogik als Teambuilding „Erleben und Lernen“

Einheit: Erlebnispädagogik als Teambuilding „Erleben und Lernen“

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 180 Min. (Vorbereitung: 60-90 Min.)
Materialart: Erlebnispädagogische Übung
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Junge Erwachsene (18+), Konfis, Teens (12-16 Jahre)
Einsatzgebiete: Freizeiten, Offenes Angebot, Schule + Jugendarbeit, Schulung
Heft: TEC:
Benötigte Materialien: 1 Gummihuhn, 6 Eier, Tüten, 3 Rollen Tesa, Zentimetermaß, 3 Schere(n) (oder Cuttermesser), 3 Zeitung(en) / Zeitschrift(en), 90 Strohhalme, 1 Seil, kleinere Gegenstände (mehrere),

Im Zentrum stehen dabei zwei Aspekte, nämlich „Erleben und Lernen“. In diesem erlebnispädagogischen Baukasten steht das Teambuilding, die Kommunikation im Fokus.


Vorschau:

1. Vorbemerkungen

Erlebnispädagogik ist ein Begriff, hinter dem sich so ziemlich alles verstecken kann. Angefangen von einem kleinen Spiel mit einer Gruppe im Zimmer bis hin zu einer riesigen mehrwöchigen Aktion in der Wildnis. Im Zentrum stehen dabei zwei Aspekte, nämlich „Erleben und Lernen“. Durch die Erfahrungen in einer Übung oder einer Aktion wird bei den Teilnehmenden ein Gedanken- und Lernprozess in Gang gesetzt. Ein gezielter Austausch untereinander und Reflexionsmethoden helfen dabei, diesen Prozess zu unterstützen. Erlebnispädagogik lässt einen Menschen sich selbst, seine Umwelt und seine Mitmenschen erleben.

Es geht in der Erlebnispädagogik nicht um den „Kick“ und die „Aktion“ an sich, sondern sie ermöglicht uns wichtige Themen um eine Dimension, nämlich die des Erlebens, zu erweitern.

Wie kann ich das umsetzen? Was muss ich beachten?

Am Beginn einer erlebnispädagogischen Aktion steht immer die Planung. Folgendes solltest du beachten:

  • Mit welcher Gruppe habe ich es zu tun? (Welche Stärken und Schwächen kenne ich, Erfahrungen, Gruppenzusammensetzung …)
  • Was will ich mit der Übung erreichen?
  • Welche äußeren Bedingungen habe ich zu beachten? (Örtlichkeit, Dauer, Gruppengröße …)
  • Welche Materialien benötige ich?
  • Welche Rolle spielen die Mitarbeitenden?

Als Anleiter einer Aktion bist du Begleiter oder Moderator, aber greifst nicht aktiv in die Aktion ein. Die Gruppe ist für sich selbst verantwortlich und muss ihre Aufgabe allein bewältigen. Allerdings solltest du als Leiter in der Lage sein, in jeder Situation helfend eingreifen zu können. Es darf zu keiner Zeit eine Gefahr für die Teilnehmenden entstehen.

Das „Scheitern“ einer Übung oder Aktion ist in der Erlebnispädagogik übrigens kein Scheitern, sondern ebenfalls eine Erfahrung. Diese Erfahrung muss im Anschluss mit den Teilnehmenden verarbeitet werden, damit sie daraus lernen können. Manchmal ist ein „Scheitern“ für eine Gruppe sogar lehrreicher als das Gelingen einer Übung.

2. Zielgedanke

Ziele dieses gruppendynamischen Trainings sind: Kommunikation unten den Teilnehmenden, Entstehung eines Teams und Vertrauen und Abstimmung untereinander.

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  • Autor: Ingo Müller
  • © Deutscher EC-Verband