Erstens kommt es anders und zweitens, als man denkt.Erstens kommt es anders und zweitens, als man denkt.

Einheit: Erstens kommt es anders und zweitens, als man denkt.

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 30-60 Min. (Vorbereitung: 10-20 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Junge Erwachsene (18+), Studenten
Einsatzgebiet: Gruppenstunde
Redaktion: echt.
Bibelstelle: Apostelgeschichte 16,6-15
Apostelgeschichte 16,6-16,15

6Sie zogen aber durch Phrygien und das Land Galatien, da ihnen vom Heiligen Geist verwehrt wurde, das Wort zu predigen in der Provinz Asia. 7Als sie aber bis nach Mysien gekommen waren, versuchten sie, nach Bithynien zu reisen; doch der Geist Jesu ließ es ihnen nicht zu. 8Da zogen sie durch Mysien und kamen hinab nach Troas.

Der Ruf nach Makedonien

9Und Paulus sah eine Erscheinung bei Nacht: Ein Mann aus Makedonien stand da und bat ihn: Komm herüber nach Makedonien und hilf uns! 10Als er aber die Erscheinung gesehen hatte, da suchten wir sogleich nach Makedonien zu reisen, gewiss, dass uns Gott dahin berufen hatte, ihnen das Evangelium zu predigen.

In Philippi

11Da fuhren wir von Troas ab und kamen geradewegs nach Samothrake, am nächsten Tag nach Neapolis 12und von da nach Philippi, das ist eine Stadt des ersten Bezirks von Makedonien, eine römische Kolonie. Wir blieben aber einige Tage in dieser Stadt. 13Am Sabbattag gingen wir hinaus vor das Stadttor an den Fluss, wo wir dachten, dass man zu beten pflegte, und wir setzten uns und redeten mit den Frauen, die dort zusammenkamen.

Die Bekehrung der Lydia

14Und eine Frau mit Namen Lydia, eine Purpurhändlerin aus der Stadt Thyatira, eine Gottesfürchtige, hörte zu; der tat der Herr das Herz auf, sodass sie darauf achthatte, was von Paulus geredet wurde. 15Als sie aber mit ihrem Hause getauft war, bat sie uns und sprach: Wenn ihr anerkennt, dass ich an den Herrn glaube, so kommt in mein Haus und bleibt da. Und sie nötigte uns.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Sarah Kuhnert entwirft eine Bibelarbeit, in der wir Paulus‘ zweite Missionsreise nachvollziehen und auf unser Leben übertragen können. Die Kernfrage lautet: Zu wem sind wir gesandt?


Vorschau:

1. Erklärungen zum Text

Die zweite Missionsreise

Paulus will bei seiner zweiten Missionsreise die gegründeten Gemeinden ermutigen und stärken. Anstatt mit Barnabas zu gehen, wählt er Silas aus, ein Mitglied der Urgemeinde und Ältester von Jerusalem. Später kommt Timotheus hinzu, der wahrscheinlich durch Paulus auf seiner ersten Missionsreise zum Glauben gekommen ist.

(…)

2. Bedeutung für den heutigen Hörer

Ohne Paulus und seinen Auftrag nach Europa gäbe es unsere Gemeinden und christlichen Kreise heute vielleicht nicht. Wir wüssten nichts von Jesus. Wir schauen heute auf die Missionsreisen des Paulus zurück und können die Auswirkungen seiner Arbeit, die verschiedenen neu gegründeten christlichen Gemeinden, die er z.B. in seinen Briefen anschreibt, sehen. Für uns erscheint der Weg bis dahin auf den ersten Blick logisch und von Gott geführt. Dass aber Paulus manchmal selbst nicht wusste, wohin ihn sein Auftrag führt, das Evangelium zu verkünden, erfahren wir in unserem Text. Dass er und auch wir den Auftrag haben, zu Jüngern zu machen, ist klar. Aber wohin sind wir konkret gesendet?

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  • Autor / Autorin: Sarah Kuhnert
  • © Deutscher EC-Verband