#fightthegoodfight#fightthegoodfight

Einheit: #fightthegoodfight

Verband: jo
Zeitbedarf: 5-15 Min. (Vorbereitung: 5-7 Min.)
Materialart: Andacht
Zielgruppen: Jugendliche, Junge Erwachsene
Einsatzgebiet: Gruppenstunde
Redaktion: Christival
Bibelstelle: Philipper 1,30
Philipper 1,30

30Ihr habt denselben Kampf zu bestehen wie ich.

Was das bedeutet,

habt ihr schon früher an mir gesehen.

Und jetzt hört ihr von mir darüber.

BasisBibel 2012/2020, © Deutsche Bibelgesellschaft

Wofür lohnt es sich zu kämpfen?

Hast du schon mal für etwas gekämpft? Also so richtig, mit vollem Einsatz? Alles gegeben für ein Ziel? 

Vielleicht mit deiner Fußballmannschaft in einem 90-minütigen Kampf um den Sieg? Oder darum, in der neuen Schule Freunde zu finden? Oder in einem Game in den nächsten Level zu kommen?

Wenn wir für etwas kämpfen, dann setzen wir all unsere Kraft für eine Sache ein, die uns wichtig ist. Etwas, für das es sich lohnt Energie, Kraft, Zeit, Schweiß und manchmal auch Schmerzen in Kauf zu nehmen, um am Ende etwas zu gewinnen. Einer meiner größten Vorbilder, wenn es darum geht für eine Sache zu kämpfen, ist William Wilberforce. Er lebte zur Zeit des Sklavenhandels im 19. Jahrhundert in England. Als Teenager lernte er Jesus kennen. Etwa zum gleichen Zeitpunkt hörte er davon, dass Menschen verkauft, wie Tiere behandelt und in engen Schiffen befördert wurden, um als Sklaven zu arbeiten. Viele wurden schwer misshandelt oder starben sogar. Darüber wurde er sehr zornig und schwor sich, dagegen anzukämpfen. Dieser Kampf sollte sein ganzes Leben lang dauern. Gemeinsam mit Freunden ging er in die Politik und 18 Jahre lang legte er dem Parlament jährlich seinen Entwurf zur Abschaffung der Sklaverei vor. Immer wieder aufs Neue wurde dieser abgelehnt. Trotzdem gab Wilberforce nicht auf. Kurz vor seinem Tod mit 73 Jahren wurde dem Antrag stattgegeben und die Sklaverei in England abgeschafft. Ein Mann, der Jesus nachfolgte, der die Not von tausenden Menschen sah und nicht anders konnte, als zu kämpfen. Mit Erfolg.

Auch Paulus schreibt in unserem Vers von heute über einen Kampf, den es zu bestehen gilt. Schnapp dir eine Bibel und lies Philipper 1, 27-30. In Vers 27 gibt Paulus einen Hinweis darauf, welchen Kampf er meint. „Kämpft alle miteinander für den Glauben, der seinen Grund in der Guten Nachricht hat.“ Paulus fordert die Philipper auf, für den Glauben an Jesus Christus zu kämpfen. 

Einige Jahre zuvor war Paulus mit seinem Freund Silas in Philippi gewesen. Gemeinsam hatten sie den Menschen dort von Jesus erzählt. Die erste Gemeinde Europas war geboren. Doch direkt im Anschluss gab es Widerstand. Den Leitern der Stadt waren Paulus und Silas mit ihrer frohen Botschaft ein Dorn im Auge und so warfen sie sie ins Gefängnis. Du kannst die Geschichte in Apostelgeschichte 16 nachlesen. Die Philipper erlebten direkt von Anfang an, dass der Glaube an Jesus umkämpft und angegriffen ist. Dass es Menschen gibt, die sich dagegen wehren und alles dafür einsetzen, diesen Glauben zu stoppen. Ihr Kampf beginnt direkt von Anfang an. Trotzdem lassen sie sich nicht von Jesus abbringen. Kontinuierlich wächst die kleine Gemeinde in Philippi über die nächsten Jahre, bis Paulus ihnen diesen Brief schreibt und sie erneut ermutigt, weiter für ihren Glauben und die Gute Nachricht zu kämpfen. Er selbst schreibt diese Ermutigung aus dem Gefängnis, in dem er wieder sitzt, weil er von Jesus begeistert ist und den Menschen davon erzählt. Warum gibt Paulus diesen Kampf nicht auf? Lohnt sich das?

Paulus und auch die Philipper sind dem lebendigen Jesus Christus begegnet und haben erlebt, dass es nichts Besseres gibt, als ihn zu kennen, an ihn zu glauben und ihm nachzufolgen. Dass sich dafür jeder Einsatz lohnt, selbst wenn er Gefängnis oder bei manchen sogar den Tod bedeutet. Auch heute noch werden viele Christen auf der Welt wegen ihres Glaubens an Jesus verfolgt oder sogar getötet. Trotzdem halten sie daran fest und kämpfen bis zum Ende. Weil sie wissen und erleben: Jesus ist das Beste, was es im Leben geben kann. Ihn zu kennen ist es wert, alles für ihn einzusetzen. 

Auch für dich gilt heute die Ermutigung, für deinen Glauben zu kämpfen. Vermutlich landest du in Deutschland dafür nicht im Gefängnis. Aber gut möglich, dass du erlebst, wie deine Klassenkameraden dich belächeln oder sogar ausgrenzen. Vielleicht stellt sich auch deine eigene Familie gegen dich. Dann heißt es, den guten Kampf des Glaubens zu kämpfen. Ich wünsche dir, dass du erlebst, dass Jesus das Beste ist, was dir im Leben passiert ist. Und dass dich das motiviert, alles dafür einzusetzen für den Glauben an ihn zu kämpfen und anderen Menschen von ihm zu erzählen. Das Tolle ist: Du bist in diesem Kampf nicht alleine. Wilberforce und seine Freunde, Paulus und Silas, aber auch die Philipper kämpften gemeinsam. Suche dir Freunde, die auch an Jesus glauben und mit dir gemeinsam kämpfen. Erinnert Euch gemeinsam daran: Jesus kämpft mit und für Euch. Er ist an eurer Seite!

Aktion:
William Wilberforce hat das Anliegen, gegen Sklaverei zu kämpfen, zu seinem persönlichen gemacht und so für seinen Glauben gekämpft. Suche dir eine konkrete Aktion oder Aufgabe in deiner Gemeinde, deiner Schule, deinem Verein oder deiner Stadt, die du zu deiner persönlichen Herzenssache machst und setze Dich dort für Jesus und deinen Glauben ein. 

Mehr Andachten wie diese findest du im Andachtsbuch „Ich glaube. Wir feiern. Das Leben.“ zum CHRISTIVAL22 – Infos und Bestellung unter christival.de/shop

  • Autor / Autorin: Barbara Hurst ist Missionarin bei OM International und kämpft mit ihren Kollegen dafür, dass Menschen dort zu Jesus-Nachfolgern werden, wo bisher noch niemand von ihm gehört hat.
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