Flagge ergreifen und Farbe bekennenFlagge ergreifen und Farbe bekennen

Einheit: Flagge ergreifen und Farbe bekennen

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 60-90 Min. (Vorbereitung: 15-25 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Junge Erwachsene (18+), Studenten
Einsatzgebiete: (Jugend-)Gottesdienst, Gruppenstunde, Predigtvorbereitung
Redaktion: echt.
Benötigte Materialien: Karten (für jeden eine rote und eine grüne), Flagge, Post-It-Block, Flipchart, Zettel, Stift(e)
Bibelstelle: Markus 7,31-37
Markus 7,31-7,37

Die Heilung eines Tauben

31Und als er wieder fortging aus dem Gebiet von Tyrus, kam er durch Sidon an das Galiläische Meer, mitten in das Gebiet der Zehn Städte. 32Und sie brachten zu ihm einen, der taub war und stammelte, und baten ihn, dass er ihm die Hand auflege. 33Und er nahm ihn aus der Menge beiseite und legte ihm die Finger in die Ohren und spuckte aus und berührte seine Zunge 34und sah auf zum Himmel und seufzte und sprach zu ihm: Hefata!, das heißt: Tu dich auf! 35Und sogleich taten sich seine Ohren auf, und die Fessel seiner Zunge wurde gelöst, und er redete richtig.

36Und er gebot ihnen, sie sollten’s niemandem sagen. Je mehr er’s ihnen aber verbot, desto mehr breiteten sie es aus. 37Und sie wunderten sich über die Maßen und sprachen: Er hat alles wohl gemacht; die Tauben macht er hören und die Sprachlosen reden.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Bibelarbeit zu Markus 7,31-37: Sem Dietterle erklärt zunächst die Schlüsselereignisse im Text. Anschließend überträgt er den Text in den heutigen Alltag eines Christen: manche Menschen können das Evangelium nicht hören. Manche Christen wollen vom Evangelium reden, sind aber stumm, aus Scham z.B. Jesus kann an beiden Personengruppen ein Wunder vollbringen. Im Methodenteil gibt Ditterle eine Anleitung dazu, diese Themen vom Text ausgehend in einer Gruppenstunde zu bearbeiten.


Vorschau:

1. Erklärungen zum Text

Die vielen Städtenamen zu Beginn wollen nur eines sagen: Jesus und seine Jünger befinden sich auf nichtjüdischem Boden. Sie sind im Außendienst mitten unter Fremden im Nirgendwo. Dekapolis ist eine unbestimmte Gegend. Die Erzählung beginnt mit dem Auftritt von dem Taubstummen, der durch seine Helfer zu Jesus gebracht wurde. Gewöhnlich könnten das auch Familienangehörige gewesen sein.

Wenn wir heute wissen wollen, was in der Welt läuft, klicken wir uns durch diverse Online-Zeitungen oder Netzwerke. Wir erfahren visuell, was draußen los ist. Zu Jesu Zeiten lief das jedoch auditiv. Da sich das Schreiben keiner leisten konnte, wurde gesprochen. Über die Sprache wurden Neuigkeiten, Trends und Wissen vermittelt. Der Taubstumme war daher vom sozialen Leben stark abgeschnitten.

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2. Bedeutung für heute

Taube hören. Diese zwei Worte beschreiben eigentlich etwas Unmögliches. Taub zu sein ist keine Option, gegen die man sich entschieden hat. Hören ist für Taube biologisch nicht möglich. So ist es für Nichtgläubige manchmal nicht möglich, das Evangelium zu hören. Sie sind vielleicht voller Vorurteile und können die Tragweite des Glaubens nicht erahnen. Eine tief sitzende Skepsis lässt den Glaubensschritt nicht zu. Doch wenn es geschieht, ist es ein Wunder! So will es die Geschichte im übertragenen Sinn beschreiben. Taube hören, meint hier, dass Menschen, die das Evangelium nie hören wollten, nun doch an Gott glauben können. Wenn so etwas geschieht, ist es Jesus selbst, der dieses Wunder wirkt.

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3. Methodik für die Gruppe

3.1 Farbe bekennen – Warm Up

Es geht darum, dass sich die Teilnehmer der Gruppe outen müssen. Folgende Fragen kannst du in die Runde geben. Hilfreich könnte sein, dass jeder Teilnehmer eine rote und eine grüne Karte in die Hand bekommt. Rot ist „Nein“ und grün heißt „ich bekenne mich dazu“.

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  • Autor / Autorin: Sem Dietterle
  • Autor / Autorin:
  • © Deutscher EC-Verband