Flatrate Zeit / Warum Gott von sich sagen kann, allgegenwärtig zu sein.Flatrate Zeit / Warum Gott von sich sagen kann, allgegenwärtig zu sein.

Einheit: Flatrate Zeit / Warum Gott von sich sagen kann, allgegenwärtig zu sein.

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 45-75 Min. (Vorbereitung: 60 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Teens (12-16 Jahre)
Einsatzgebiet: Gruppenstunde
Redaktion: TEC:
Benötigte Materialien: 1 Kiste, 1 Stoppuhr(en), Kreppband, 2 Schild(er) (1 mit "Zukunft" 1 mit "Vergangenheit"), 2 kleiner Schilder (1 mit "Gegen" 1 mit "Wart"), Plakat mit Bibelstellen, Stift(e)
Bibelstelle: 1. Mose 1,1
1. Mose 1,1

1

Die Schöpfung

(vgl. Kap 2,4-25; Ps 104,1-35)

1Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Wie sollen wir uns erklären, dass Gott immer und überall da ist? Gedanken über unser gewohntes Gerüst von Raum und Zeit und eigene Antworten auf die Frage nach Gottes Allgegenwart zu finden.


Vorschau:

1. Vorbemerkungen

Kleine Kinder stellen sich Gott z. B. so groß vor, wie ein Hochhaus. Wie sonst sollte er immer und überall den Überblick haben? Wie können wir uns hineindenken in die Dimension Gottes – können wir das überhaupt? Denn schon Augustinus erkannte: „Wenn du ihn begreifst, ist es nicht Gott“. Diese Stunde bietet Erklärungsansätze an – wir können gespannt sein, was die Teens daraus machen.

2. Zielgedanke

Gott übersteigt unsere Dimensionen – und ist doch (und deshalb) ganz bei uns.

3. Einführung incl. Exegese

Es gehört zu Gott, dass er schon vor Beginn aller Materie war, jetzt ist, und auch in Zukunft sein wird. Damit beginnt die Bibel (1. Mose 1,1) und deshalb stellt sich Gott z. B. Mose mit dem umfassenden Eigennamen vor: „Ich werde sein, der ich sein werde“ bzw. „Ich bin da“ (2. Mose 3,14).

An dieser Stelle lohnt der Vergleich von verschiedenen Bibelübersetzungen, der deutlich macht, wie schwer wir Menschen dieses „Sein“ Gottes in Worte fassen können.

Vor Gott war nichts und nach ihm wird nichts kommen – er selbst ist der Anfang und das Ende (Offb 1,8). Außerdem wird ihm zugeschrieben, dass er in Ewigkeit regiert (z. B. Ps 90,2). Unsere lineare Vorstellung von Zeit scheint also bei Gott nicht zu greifen, der sich in der Unendlichkeit bewegt.

In Bezug auf die „räumliche“ Gegenwart Gottes in unserem Leben macht Jesus selbst eine großartige Zusage. Er verspricht seinen Nachfolgern den Heiligen Geist (Joh 14,16). Dieser ist als ständiger Begleiter – allgegenwärtig – erlebbar und in unserer Nähe. Somit ist der Kontakt zu Gott ungebunden an Raum und Zeit. Es wird also deutlich: Gottes Dimension ist umfassender als unsere und doch „erahnbar“ (Eph 3,18).

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  • Autor / Autorin: Andrea Rave
  • © Deutscher EC-Verband