Gebet hilft

Einheit | Bibelarbeit
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Gebet hilft

Enthalten in:
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Kinder/ Pre-Teens (10-13 Jahre), Kinder (7-11 Jahre)
Einsatzgebiete: Freizeiten, Gruppenstunde
Verband: Deutscher EC-Verband
Redaktion: JUMAT
Zeitbedarf: 40-45 Min. (Vorbereitung: 30-40 Min.)
Bibelstelle: Daniel 2,1-49 anzeigen
Bibelstelle
Daniel 2,1-2,49

2

Nebukadnezars Traum von den vier Weltreichen

(vgl. Kap 7,1-28)

1Im zweiten Jahr seiner Herrschaft hatte Nebukadnezar einen Traum, über den sein Geist so erschrak, dass er aufwachte. 2Und der König ließ alle Zeichendeuter und Weisen und Zauberer und Wahrsager zusammenrufen, dass sie ihm seinen Traum sagen sollten. Und sie kamen und traten vor den König. 3Und der König sprach zu ihnen: Ich hatte einen Traum, und mein Geist war unruhig zu verstehen, was der Traum bedeutet.

4Da sprachen die Wahrsager zum König auf Aramäisch: Der König lebe ewig! Sage deinen Knechten den Traum, so wollen wir ihn deuten. 5Der König antwortete und sprach zu den Wahrsagern: Mein Wort steht fest: Werdet ihr mir nun den Traum nicht kundtun und deuten, so sollt ihr in Stücke gehauen und eure Häuser sollen zu Schutthaufen gemacht werden. 6Werdet ihr mir aber den Traum kundtun und deuten, so sollt ihr Geschenke, Gaben und große Ehre von mir empfangen. Darum sagt mir den Traum und seine Deutung. 7Sie antworteten wiederum und sprachen: Der König sage seinen Knechten den Traum, so wollen wir ihn deuten.

8Der König antwortete und sprach: Wahrlich, ich merke, dass ihr Zeit gewinnen wollt, weil ihr seht, dass mein Wort fest steht. 9Aber werdet ihr mir den Traum nicht sagen, so ergeht ein Urteil über euch alle, weil ihr euch vorgenommen habt, Lug und Trug vor mir zu reden, bis die Zeiten sich ändern. Darum sagt mir den Traum; so kann ich merken, dass ihr auch die Deutung trefft. 10Da antworteten die Wahrsager vor dem König und sprachen zu ihm: Es ist kein Mensch auf Erden, der sagen könnte, was der König fordert. Ebenso gab es auch keinen König, wie groß oder mächtig er auch war, der solches von irgendeinem Zeichendeuter, Weisen oder Wahrsager gefordert hätte. 11Denn was der König fordert, ist zu schwer, und es gibt auch sonst niemand, der es vor dem König sagen könnte, ausgenommen die Götter, die nicht bei den Menschen wohnen.

12Da wurde der König sehr zornig und befahl, alle Weisen von Babel umzubringen. 13Und das Urteil ging aus, dass man die Weisen töten sollte. Auch Daniel und seine Gefährten suchte man, um sie zu töten.

14Da wandte sich Daniel mit einem Rat und Vorschlag an Arjoch, den Obersten der Leibwache des Königs, der ausgezogen war, um die Weisen von Babel zu töten. 15Und er fing an und sprach zu Arjoch, dem der König Vollmacht gegeben hatte: Warum ist ein so strenges Urteil vom König ergangen? Und Arjoch teilte es Daniel mit. 16Da ging Daniel hinein und bat den König, ihm eine Frist zu geben, damit er die Deutung dem König sagen könne.

17Und Daniel ging heim und teilte es seinen Gefährten Hananja, Mischaël und Asarja mit, 18damit sie den Gott des Himmels um Gnade bäten wegen dieses Geheimnisses und Daniel und seine Gefährten nicht samt den andern Weisen von Babel umkämen.

19Da wurde Daniel das Geheimnis durch ein Gesicht in der Nacht offenbart. Und Daniel lobte den Gott des Himmels, 20fing an und sprach:

Gelobet sei der Name Gottes von Ewigkeit zu Ewigkeit,

denn ihm gehören Weisheit und Stärke!

21Er ändert Zeit und Stunde;

er setzt Könige ab und setzt Könige ein;

er gibt den Weisen ihre Weisheit und den Verständigen ihren Verstand,

22er offenbart, was tief und verborgen ist;

er weiß, was in der Finsternis liegt,

und nur bei ihm ist das Licht.

23Ich danke dir und lobe dich, Gott meiner Väter,

denn du hast mir Weisheit und Stärke verliehen

und mich jetzt wissen lassen, was wir von dir erbeten haben;

denn du hast uns des Königs Sache kundgetan.

24Daraufhin ging Daniel hinein zu Arjoch, der vom König Befehl hatte, die Weisen von Babel umzubringen. Er trat ein und sprach zu ihm: Du sollst die Weisen von Babel nicht umbringen, sondern führe mich hinein vor den König, ich will dem König die Deutung sagen. 25Arjoch brachte Daniel eilends hinein vor den König und sprach zu ihm: Ich habe einen Mann gefunden unter den Gefangenen aus Juda, der dem König die Deutung sagen kann. 26Der König antwortete und sprach zu Daniel, den sie Beltschazar nannten: Bist du es, der mir den Traum, den ich gesehen habe, und seine Deutung kundtun kann?

27Daniel fing an vor dem König und sprach: Das Geheimnis, nach dem der König fragt, vermögen die Weisen, Zauberer, Zeichendeuter und Sternkundigen dem König nicht zu sagen. 28Aber es ist ein Gott im Himmel, der Geheimnisse offenbart. Der hat dem König Nebukadnezar kundgetan, was am Ende der Tage geschehen soll. Mit deinem Traum und deinen Gesichten, als du schliefst, verhielt es sich so: 29Du, König, dachtest auf deinem Bett, was dereinst geschehen würde; und der, der Geheimnisse offenbart, hat dir kundgetan, was geschehen wird. 30Mir aber ist dies Geheimnis offenbart worden, nicht als wäre meine Weisheit größer als die Weisheit aller, die da leben, sondern damit dem König die Deutung kundwürde und du deines Herzens Gedanken erführest.

31Du, König, schautest, und siehe, ein sehr großes und hohes und hell glänzendes Bild stand vor dir, das war schrecklich anzusehen. 32Das Haupt dieses Bildes war von feinem Gold, seine Brust und seine Arme waren von Silber, sein Bauch und seine Lenden waren von Bronze, 33seine Schenkel waren von Eisen, seine Füße waren teils von Eisen und teils von Ton. 34Das schautest du, bis ein Stein herunterkam, ohne Zutun von Menschenhänden; der traf das Bild an seinen Füßen, die von Eisen und Ton waren, und zermalmte sie. 35Da wurden miteinander zermalmt Eisen, Ton, Bronze, Silber und Gold und wurden wie Spreu auf der Sommertenne, und der Wind verwehte sie, dass man sie nirgends mehr finden konnte. Der Stein aber, der das Bild zerschlug, wurde zu einem großen Berg und füllte die ganze Welt.

36Das ist der Traum. Nun wollen wir die Deutung vor dem König sagen. 37Du, König, König aller Könige, dem der Gott des Himmels Königreich, Macht, Stärke und Ehre gegeben hat 38und dem er alle Länder, in denen Leute wohnen, dazu die Tiere auf dem Felde und die Vögel unter dem Himmel in die Hände gegeben und dem er über alles Gewalt verliehen hat! Du bist das goldene Haupt.

39Nach dir wird ein anderes Königreich aufkommen, geringer als deines, und dann ein drittes Königreich, das aus Bronze ist und über alle Länder herrschen wird. 40Und das vierte Königreich wird hart sein wie Eisen; denn wie Eisen alles zermalmt und zerschlägt, so wird es auch alles zermalmen und zerbrechen. 41Dass du aber die Füße und Zehen teils von Ton und teils von Eisen gesehen hast, bedeutet: Das wird ein zerteiltes Königreich sein; doch wird etwas von des Eisens Härte darin bleiben, wie du ja gesehen hast Eisen mit Ton vermengt. 42Und dass die Zehen an seinen Füßen teils von Eisen und teils von Ton sind, bedeutet: Zum Teil wird’s ein starkes und zum Teil ein schwaches Reich sein. 43Und dass du gesehen hast Eisen mit Ton vermengt, bedeutet: Sie werden sich zwar durch Heiraten miteinander vermischen, aber sie werden doch nicht aneinander festhalten, so wie sich Eisen mit Ton nicht mengen lässt.

44Aber zur Zeit dieser Könige wird der Gott des Himmels ein Reich aufrichten, das nimmermehr zerstört wird; und sein Reich wird auf kein anderes Volk kommen. Es wird alle diese Königreiche zermalmen und zerstören; aber es selbst wird ewig bleiben, 45wie du ja gesehen hast, dass ein Stein ohne Zutun von Menschenhänden vom Berg herunterkam, der Eisen, Bronze, Ton, Silber und Gold zermalmte. Ein großer Gott hat dem König kundgetan, was dereinst geschehen wird. Der Traum ist zuverlässig und die Deutung ist richtig.

46Da fiel der König Nebukadnezar auf sein Angesicht und warf sich nieder vor Daniel und befahl, man sollte ihm Speisopfer und Räucheropfer darbringen. 47Und der König antwortete Daniel und sprach: Wahrhaftig, euer Gott ist ein Gott über alle Götter und ein Herr über alle Könige, der Geheimnisse offenbaren kann, wie du dies Geheimnis hast offenbaren können. 48Und der König erhöhte Daniel und gab ihm große und viele Geschenke und machte ihn zum Fürsten über das ganze Land Babel und setzte ihn zum Obersten über alle Weisen in Babel. 49Und Daniel bat den König, Schadrach, Meschach und Abed-Nego über die Ämter des Landes Babel zu setzen. Daniel aber blieb am Hof des Königs.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Benötigte Materialien: Papier, Stift(e), Schachfiguren, Gummibärchen, Stoffreste, Kamera, Laptop
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Das Ziel

Starter 

Gott sorgt für uns und steht uns bei. Wir können jederzeit zu ihm beten und ihn um Hilfe bitten.

Checker

Wenn wir Gott vertrauen und uns auf ihn verlassen, kann er Großes in unserem Leben bewirken. Er ist nur ein Gebet von uns entfernt.

Der Text an sich

Daniel und seine drei Freunde wurden in der Geschichte zuvor am babylonischen Königshof von Nebukadnezar eingestellt und dienten ihm als Berater. Im heutigen Text sollen nun alle Berater plötzlich umgebracht werden. Dazu zählen inzwischen auch Daniel und seine drei Freunde. Wie kommt das nun?

König Nebukadnezar hatte einen sehr beunruhigenden Traum, der ihn nicht mehr loslässt. Da ist es verständlich, dass er unbedingt herausfinden möchte, was ihm dieser Traum sagen soll. Er ruft alle seine Berater zusammen. Dazu gehören eine Menge Leute: Wahrsager, Geisterbeschwörer, Zauberer und Sterndeuter. Das sind Leute mit unterschiedlichen Schwerpunkten der Beratung und man könnte meinen, dass irgendjemand ihm weiterhelfen kann. Der König macht es ihnen jedoch auch nicht leicht, denn sie sollen nicht nur den Traum deuten, sondern zuvor erzählen, was Nebukadnezar überhaupt geträumt hat. Falls die Berater dieses nicht können, so sollen sie getötet werden. Es geht also auch um die Ehre. Dass die Berater aufgeschmissen sind, ist verständlich, denn Gedanken lesen kann schließlich keiner. Sie versuchen den König dazu zu bringen, von dem Traum zu erzählen. Dieser lässt sich jedoch nicht darauf ein, denn einen Traum auszulegen, könne jeder, sagt er.

Da die Berater Nebukadnezar nicht weiterhelfen können, steht das Todesurteil fest. Davon sind auch Daniel und seine Freunde betroffen. Diese waren jedoch überhaupt nicht dabei und hatten keine Ahnung, woher dieses Urteil so plötzlich kommt. Über Arjoch, der der Oberbefehlshaber der königlichen Leibwache ist, erfährt Daniel, warum dieses Urteil gefällt wurde. Seine Reaktion ist anders als man eventuell erwartet. Er versucht nicht den König umzustimmen, sondern lässt sich von ihm Zeit geben, die Fragen des Königs beantworten zu können. Dabei verlässt er sich ganz auf Gott und bittet ihn, dass dieser Daniel den Traum und dessen Bedeutung verraten möge. Auch seine Freunde beten zu Gott. Daniel erfährt des Rätsels Lösung, lobt Gott und berichtet Nebukadnezar über dessen Traum und die Bedeutung. Dabei betont Daniel immer wieder, dass keiner den Anforderungen, die der König gestellt hat, gerecht werden kann, auch er nicht, sondern dass ihm dieses nur durch Gott möglich ist. Der König ist beeindruckt. Er erkennt den Gott Daniels als den höchsten der Götter an. Außerdem befördert er ihn und seine drei Freunde. Gott hört auf die Bitten seiner Kinder und greift wieder einmal ein.

Der Text für mich

Was für ein radikaler König. Nur weil ein paar Leute Nebukadnezar nicht sagen können, was dieser geträumt hat, sollen alle Gelehrten umgebracht werden. Daniel und seine Freunde haben gar keine Chance gehabt. Ich kenne das nur zu gut. Immer wieder im Leben kann es vorkommen, dass man für etwas verantwortlich gemacht wird, womit man überhaupt nichts zu tun hat und nicht einmal die Möglichkeit bekommt, sich dazu zu äußern, sondern gleich verurteilt wird. Wie geht man nun mit solchen Situationen um? Ich kann mir an Daniel nur ein Beispiel nehmen und Gott meine Sorgen und alles, was mich belastet, ihm überlassen. Gebet hat eine ungeheure Kraft. Das darf ich an vielen Stellen in der Bibel und in meinem eigenen Leben immer wieder erfahren. Gott weiß, was für mich gut ist und wird mich auf jedem meiner Wege begleiten. Ich darf wissen: Am Ende wird alles gut!

Der Text für dich

Starter  

Kinder kennen es, dass nicht immer alles so läuft, wie sie es gerne hätten. Schlechte Nachrichten gehören zu ihrem Leben. Schön ist es dann, zu wissen, dass Gott immer bei uns sein wird. Er weiß um uns und unsere Situation. Auch wenn wir nicht wissen, wie es weitergehen soll, so kennt Gott Wege, die uns aus diesen Situationen heraushelfen. Er ist immer für uns da. Wir müssen ihm nur vertrauen und ihn auch um die Hilfe bitten. Lasst uns den Kindern ein Vorbild sein und ihnen zeigen, wie man Gott in sein Leben einbeziehen kann.

Checker

Die Geschichte von Daniel wird vielen Jungscharlern wahrscheinlich schon bekannt sein, vor allem der Teil, in dem Daniel in die Löwengrube geworfen wird. Doch Daniel erlebt noch viel mehr mit Gott. Er erfährt Gottes Größe auch schon davor. Auch in dieser Geschichte steht die Zukunft von Daniel auf dem Spiel. Bei den Jungscharlern wird es nicht immer gleich um solche Extremsituationen gehen, doch auch sie erleben es, dass im Leben nicht immer alles rund läuft. Daher ist es gut, wenn man darum weiß, dass Gott für einen sorgt. Ihm kann man vertrauen. Im Gebet können wir Gott um alles bitten. Er wird uns geben, was gut für uns ist. Wenn wir von unseren Erlebnissen berichten, dann wird es für die Jungscharler noch greifbarer. Mit ihm kann man tolle Erfahrungen machen.

Der Text erlebt

Idee 1: Der König sagt

Ein Mitarbeiter wird zum König ernannt und erteilt seinen Untergebenen (alle anderen) Befehle, die diese ausführen müssen. Dieses kann zum Beispiel sein: „Der König sagt: Tauscht eure Plätze.“ Oder: „Der König sagt: Hinkt auf einem Bein.“ Lässt der König den Teil „Der König sagt:“ weg und sagt lediglich: „Hinkt auf einem Bein“, dann darf die Anweisung nicht ausgeführt werden. Wer den Befehl trotzdem ausführt, hat verloren und macht nicht weiter mit. Gespielt wird, bis am Ende nur noch einer übrig ist.

Dieses Spiel kann mehrere Runden gespielt werden und auch Jungscharler können den König spielen.

Überleitung zum Thema: „Einige von euch sind ziemlich schnell aus dem Spiel ausgeschieden. Sie hatten gar keine Chance, den Fehler wiedergutzumachen. In der Geschichte von Daniel heute gibt es auch so eine Situation und der König trifft sehr harte Entscheidungen. Diese Geschichte und vor allem, wie sie am Ende ausgeht, schauen wir uns heute gemeinsam an.“

Idee 2: Träume malen

Jedes Kind malt einen Traum auf, den es in letzter Zeit geträumt hat. Anschließend werden die Bilder gesammelt. Alle anderen versuchen nun zu erraten, worum es in diesem Traum ging, wie der Traum genau ausgesehen hat.

Überleitung: „Was habe ich heute Nacht geträumt?“ Die Kinder versuchen zu raten, was der Mitarbeiter in der Nacht geträumt hat. Nach kurzer Zeit bricht der Mitarbeiter ab: „Ihr wisst das nicht? Dann werdet ihr jetzt alle getötet!“ Die Kinder werden sich darüber beschweren. „Wieso darf ich das nicht? Ich kenne eine Geschichte, da entscheidet der König das auch so.“

Verkündigung

Erzählung mit Schachfiguren

Mithilfe der Schachfiguren wird die Geschichte nacherzählt.

Erzähler (E)

Schachfiguren:

Schwarzer König (SK): König Nebukadnezar

Schwarze Dame (SD): Sterndeuter

Schwarze Läufer (SL): Geisterbeschwörer

Schwarze Türme (ST): Wahrsager

Schwarze Springer (Schw. S): Zauberer

1 weißer Turm (WT): Daniel

3 weiße Bauern (WB): Daniels Freunde

(SK liegt auf dem Tisch.)

SK: Boah ich kann nicht mehr schlafen. Dieser Traum macht mich wahnsinnig. Was mag der wohl bedeuten? (SK wird aufgestellt und läuft rastlos hin und her.) Ich muss meine Berater fragen.

E: Der Pharao ruft nun also seine Berater zu sich. Die Sterndeuter kommen zum König (Die SD wird zum König gestellt.), die Geisterbeschwörer (Die SL werden zum König gestellt.), die Wahrsager (Die ST werden zum König gestellt.) und die Zauberer. (Die Schw. S werden zum König gestellt.)

SK: Ich habe etwas geträumt, was mich die ganze Zeit beschäftigt und nicht mehr loslässt. Sagt mir doch, was es damit auf sich hat.

SD: Erzähle uns, was du geträumt hast und wir werden dir sagen, was es bedeutet.

SK: Nein, auch was ich geträumt habe, sollt ihr mir sagen. Wenn ihr das nicht hinbekommt, dann lasse ich euch umbringen. Wenn ihr mir aber den Traum und die Deutung erzählen könnt, werdet ihr reich beschenkt.

E: Die Berater bitten den König noch einmal ihnen den Traum zu erzählen, sodass sie ihn deuten können, aber der König bleibt bei seiner Entscheidung.

SK: Ihr wollt ja nur mehr Zeit haben und mir nachher irgendeine gelogene Deutung erzählen.

SD: Das ist unmöglich, was du von uns verlangst. Das kann kein Mensch, nur die Götter könnten das.

E: So ordnet der König an, dass alle Gelehrten im Land getötet werden sollen. (SD, SL, ST, Schw. S werden vom Tisch genommen.)

Auch nach Daniel und seinen Freunden wird gesucht. Von dem Befehlshaber der königlichen Leibwache erfährt er, warum der König sie alle umbringen möchte. Daraufhin geht Daniel zum König. (WT wird zum König auf den Tisch gestellt.)

WT: Bitte gib mir etwas Zeit und ich werden dir erzählen, was du geträumt hast und was es bedeuten soll.

E: Nebukadnezar gibt ihm mehr Zeit und Daniel trifft sich mit seinen Freunden (SK wird vom Tisch genommen und 3 WB dazugestellt.)

WT: Betet zu Gott, dass er ihm zeigt, was der König geträumt hat und was es bedeutet.

(Die 3 WB werden wieder vom Tisch genommen.)

E: Daniel bittet Gott um Hilfe und betet zu ihm. Abends geht Daniel schlafen (WT wird schlafen gelegt.) und erfährt in einer Vision von Gott, wovon Nebukadnezar geträumt hat und was dieser Traum ihm sagen soll. Am Morgen steht Daniel auf und lobt seinen Gott. (WT wird hingestellt.)

WT: Gott ist so groß. Er ist so mächtig und weise. Ihm gehört für immer das Lob.

E: Dann geht Daniel zum König. (WT und König werden zusammen auf den Tisch gestellt.)

SK: Kannst du mir wirklich helfen?

WT: Kein Mensch kann dir sagen, was du geträumt hast und was es bedeutet. Nur mit Gottes Hilfe ist das möglich. Er hat dir im Traum gezeigt, was in Zukunft mit deinem Reich passiert. Ich kann es dir erzählen, aber nicht, weil ich klüger bin als alle anderen, sondern weil Gott es mir gezeigt hat.

E: Und so berichtet Daniel Nebukadnezar, dass dieser von einer Statue geträumt hat, deren Teile aus Gold, Silber, Bronze, Eisen und Ton hergestellt waren. Ein Stein rollte auf die Statue zu und zerbrach die Füße aus Eisen und Ton, sodass die ganze Statue zusammenfiel. Der Traum bedeutete, dass Nebukadnezar ein großer König ist und auch die Reiche nach ihm noch groß und mächtig sein werden. Doch sie werden zerstört werden und Gott wird sein Reich aufbauen, das niemals zerstört wird.

Der König ist beeindruckt und wirft sich vor Daniel nieder. (SK wird vor WT hingelegt.)

SK: Euer Gott ist der größte unter den Göttern. Ich beschenke dich reich und mache dich, Daniel, zu meinem obersten Berater und zum Statthalter über Babylon. Deine Freunde werden die Verwaltung für dich übernehmen.

Die andere Idee

Hangman

Die Geschichte wird anhand von Begriffen erzählt, die die Jungscharler zuvor erraten. Auf einer Tafel, Flipchart o. Ä. werden wie bei Hangman die Anzahl der Buchstaben als Striche dargestellt. Nun erraten die Kinder das erste Wort. Dazu wird der entsprechende Teil der Geschichte erzählt. Es folgt das zweite Wort mit dem dazugehörigen Teil der Geschichte usw. Anders als bei Hangman wird hierbei ohne den Galgen gearbeitet und die Jungscharler raten lediglich die einzusetzenden Buchstaben.

Der Text gelebt

Wiederholung

Ein Jungscharler fängt an und erzählt in einem Satz, was am Anfang der Geschichte passiert ist. Das zweite Kind erzählt in einem weiteren Satz, was als Nächstes passiert ist. So sagt jeder Jungscharler reihum je einen Satz, sodass die Geschichte in der richtigen Reihenfolge zusammengefasst wird.

Gespräch

Die Kinder nehmen sich von jeder Gummibärchen-Farbe ein Gummibärchen. Nun wird zu jedem Gummibärchen etwas erzählt:

Weiß: Das verstehe ich nicht!

Grün: Das habe ich verstanden!

Gelb: Das finde ich beeindruckend/gut!

Orange: Das finde ich doof!

Rot: Das merke ich mir!

Merkvers

Ich aber, HERR, vertraue dir. Du bist mein Gott, daran halte ich fest!

Psalm 31,5

Aus einem alten Bettlaken schneidet man für jedes Kind einen Streifen. Die Kinder schreiben darauf den Merkvers. Dieser Stoffstreifen wird zur Erinnerung ans Handgelenk oder in die Haare gebunden. Zu Hause können die Kinder den Streifen in ihrem Zimmer aufhängen.

Gebet

Mit den Kindern werden gemeinsam Anliegen gesammelt, die ihnen Sorge bereiten oder für die sie dankbar sind. Anschließend betet man zusammen in einer Gebetskette. Das heißt: Alle fassen sich an den Händen. Einer fängt an zu beten. Dieses darf laut oder leise sein. Wenn man fertig ist, drückt man die Hand seines linken Nachbarn. Der letzte der Reihe schließt das Gebet ab. Auch Kinder mögen das manchmal. Frag also danach.

Kreatives

Die Kinder werden in Gruppen aufgeteilt. Jede Gruppe hat die Aufgabe die Geschichte in Standbildern nachzustellen. Dazu können jegliche Requisiten genutzt werden. Die Standbilder werden fotografiert, auf einem Laptop gesammelt und in die richtige Reihenfolge gebracht.

Wenn man will, kann eine Mitarbeiter-Jury die Geschichte prämieren, die am besten dargestellt wurde.

Spielerisches

Vertrauensspiel: Schifffahrt durch Riffe

Ein Mitspieler ist das Schiff und ein anderer Mitspieler ist ein Leuchtturm. Beide Spieler befinden sich entgegengesetzten Ecken des Raumes. Dem Spieler, der das Schiff ist, werden die Augen verbunden. Alle anderen Spieler verteilen sich als Klippen im Raum. Sie dürfen sich während der Schifffahrt nicht mehr bewegen.

Das Schiff hat die Aufgabe, zum Leuchtturm zu fahren, ohne die Klippen zu berühren Damit das Schiff das nicht tut, geben die Klippen rauchende Brandungsgeräusche von sich. Berührt das Schiff eine Klippe muss es wieder von vorn beginnen. Zur Orientierung darf das Schiff in regelmäßigen Abständen tuten, worauf der Leuchtturm mit einem ähnlichen Geräusch antwortet. Schafft es das Schiff, sicher den Leuchtturm zu erreichen?

Rätselhaftes

Im Traum wurden ein paar Wörter aus der Geschichte durcheinandergebracht.

Die Kinder bringen die Buchstaben wieder in die richtige Reihenfolge. Die dick gedruckten Buchstaben ergeben das Lösungswort. Hinweis: Sie sind ebenfalls nicht in der richtigen Reihenfolge.

TEBARRE              (Berater)

MUTAR                  (Traum)

ISVNOI                  (Vision)

NETEB                   (Beten)

GÖIKN                   (König)

NAILED                 (Daniel)

ETDNUE                (Deuten)

EUTAST                (Statue)

EBNADUKZRAEN (Nebukadnezar)

Lösung: Vertrauen

(T)Extras

Lieder

Meinem Gott vertraue ich gerne

Mit meinem Gott

Sprich dich aus

Vor mir, hinter mir

Spiele

Der Säure-Fluss

Die Jungscharler erhalten zwei bis drei Zeitungsseiten weniger, als es Kinder gibt. Die Aufgabe besteht darin, den Säure-Fluss (eine bestimmte Strecke) zu überqueren. Dabei dürfen sie den Boden nicht berühren. Passiert dieses doch einmal, darf das Körperteil nicht mehr benutzt werden (z. B. rechtes Bein = Kind muss hinken). Außerdem muss das Kind an den Startpunkt zurück. Liegt eine Zeitungsseite unbenutzt auf dem Säure-Fluss, geht die Seite unter (wird weggenommen). Die Jungscharler müssen mit einer Seite weniger auskommen.

Wird die Überquerung nicht geschafft, wird von vorne angefangen. Alle Zeitungsseiten und Körperteile dürfen wieder benutzt werden.

Variationen:

1. Es wird die Zeit gemessen und die Kinder haben die Möglichkeit sich zu verbessern.

2. Die Kinder bekommen in der nächsten Runde eine Zeitungsseite weniger.

  • Autor / Autorin: Miriam Wirth
  • © Deutscher EC-Verband
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