… geboren von der Jungfrau Maria… geboren von der Jungfrau Maria

Einheit: … geboren von der Jungfrau Maria

Verband: buch+musik, ejw-service gmbh
Zeitbedarf: 80 Min. (Vorbereitung: 60 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppe: Jugendliche
Einsatzgebiet: Gruppenstunde
Redaktion: der Steigbügel
Bibelstelle: Lukas 1,26-38
Lukas 1,26-1,38

Die Ankündigung der Geburt Jesu

26Und im sechsten Monat wurde der Engel Gabriel von Gott gesandt in eine Stadt in Galiläa, die heißt Nazareth, 27zu einer Jungfrau, die vertraut war einem Mann mit Namen Josef vom Hause David; und die Jungfrau hieß Maria. 28Und der Engel kam zu ihr hinein und sprach: Sei gegrüßt, du Begnadete! Der Herr ist mit dir! 29Sie aber erschrak über die Rede und dachte: Welch ein Gruß ist das? 30Und der Engel sprach zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria! Du hast Gnade bei Gott gefunden. 31Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, dem sollst du den Namen Jesus geben. 32Der wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden; und Gott der Herr wird ihm den Thron seines Vaters David geben, 33und er wird König sein über das Haus Jakob in Ewigkeit, und sein Reich wird kein Ende haben.

34Da sprach Maria zu dem Engel: Wie soll das zugehen, da ich doch von keinem Manne weiß? 35Der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten; darum wird auch das Heilige, das geboren wird, Gottes Sohn genannt werden. 36Und siehe, Elisabeth, deine Verwandte, ist auch schwanger mit einem Sohn, in ihrem Alter, und ist jetzt im sechsten Monat, sie, von der man sagt, dass sie unfruchtbar sei. 37Denn bei Gott ist kein Ding unmöglich. 38Maria aber sprach: Siehe, ich bin des Herrn Magd; mir geschehe, wie du gesagt hast. Und der Engel schied von ihr.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Die Jungfrauengeburt – ein ewiges Phänomen dem wir hier auf den Grund gehen


Vorschau:

Eine Bibelarbeit zur Bedeutung der Jungfrauengeburt

Folgende Texte sind zum Verständnis der Jungfrauengeburt von Bedeutung:
Lukas 1, 26-38; Matthäus 1, 18-25; Jesaja 7,14; Apostolisches Glaubensbekenntnis

Die “Jungfrauengeburt” gilt als einer der unverständlicheren Teile des christlichen Glaubens. Wenn wir im Apostolischen Glaubensbekenntnis bekennen: “Ich glaube … an Jesus Christus, … empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria”, dann sind wir uns häufig unsicher, was wir uns darunter vorstellen sollen. Die unmittelbare Vorstellung, die sich bei diesen
Worten nahe legt, dass ein Mensch von einer jungfräulich gebliebenen Frau geboren wird, wider-streitet ganz und gar unserem biologischen Wissen. Zwar ist im Zeitalter des Klonens auf dem Gebiet der Fortpflanzung ziemlich viel vorstellbar geworden. Vielleicht könnte es irgendwann auch einmal einen Menschen geben, der als Klon nicht aus der Vereinigung einer weiblichen
Ei- mit einer männlichen Samenzelle hervorgegangen ist, sondern nur von einem einzigen Menschen abstammt. Eine sogenannte Parthenogenese (das ist der aus dem Griechischen stammende und nicht nur auf die menschliche, sondern auf die Fortpflanzung insgesamt be-zogene Fachausdruck für Jungfrauengeburt) ist auch beim Menschen in den Bereich des medi-zinisch Vorstellbaren gerückt.

Dieser Hinweis auf die moderne Fortpflanzungsmedizin hilft uns jedoch im Falle Jesu überhaupt nicht weiter. Jesus war eindeutig kein Klon von Maria! Dies zeigt schon sein Geschlecht. Eine solche Erklärung würde aber auch den Sinn des Bekenntnisses zur Jungfrauengeburt völlig verfehlen. Die Geburtsgeschichte Jesu ist nicht von Medizinern geschrieben worden; sie ist kein medizinischer Bericht eines gynäkologischen Sonderfalls.
Woher kommt Jesus? Von wem stammt er ab? Anscheinend haben sich die Christen in den ersten Jahren nach Jesu Tod und Auferweckung wenig Gedanken über diese Fragen gemacht. Für sie war ganz der Eindruck bestimmend, den Jesus in den Begegnungen mit ihnen hinterlassen hatte und für sie war die Erfahrung wichtig, dass ihnen Jesus nach seiner Kreuzigung als Lebendiger erschienen war. Denn auf diese Weise war ihnen klar geworden, dass ihnen in der Person Jesus
Gott selbst nahe gekommen und ihnen begegnet war. Wichtig war die Erfahrung und Einsicht, dass Gott diesen Jesus, der gekreuzigt worden war, “zum Herrn und Christus gemacht hat” (Apostelgeschichte 2,36).

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  • Autor / Autorin: Hans-Peter Großhans
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