Gekommen, um zu bleibenGekommen, um zu bleiben

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Einheit: Gekommen, um zu bleiben

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 90 Min. (Vorbereitung: 60-90 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Teens (12-16 Jahre)
Einsatzgebiet: Gruppenstunde
Redaktion: TEC:
Benötigte Materialien: 1 Laptop, 1 Lautsprecher, Bibel(n), Playmobil-Figuren, Feiert Jesus! 4 (Liederbücher),
Bibelstelle: Lukas 15,11-24
Lukas 15,11-15,24

Das Gleichnis vom Vater und seinen beiden Söhnen

11Jesus erzählte weiter: »Ein Mann hatte zwei Söhne.

12Der jĂĽngere sagte zum Vater:

›Vater, gib mir meinen Anteil am Erbe!‹

Da teilte der Vater seinen Besitz unter den Söhnen auf.

13Ein paar Tage später

machte der jĂĽngere Sohn seinen Anteil zu Geld.

Dann zog er in ein fernes Land.

Dort fĂĽhrte er ein verschwenderisches Leben

und verschleuderte sein ganzes Vermögen.

14Als er alles ausgegeben hatte,

brach in dem Land eine groĂźe Hungersnot aus.

Auch er begann zu hungern.

15Da bat er einen der Einwohner des Landes um Hilfe.

Der schickte ihn aufs Feld zum SchweinehĂĽten.

16Er wollte seinen Hunger mit dem Schweinefutter stillen,

das die Schweine fraĂźen.

Aber er bekam nichts davon.

17Da ging der Sohn in sich und dachte:

›Wie viele Arbeiter hat mein Vater,

und sie alle haben mehr als genug Brot.

Aber ich komme hier vor Hunger um.

18Ich will zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen:

Vater, ich bin vor Gott und vor dir schuldig geworden.

19Ich bin es nicht mehr wert,

dein Sohn genannt zu werden.

Nimm mich als Arbeiter in deinen Dienst.‹

20So machte er sich auf den Weg zu seinem Vater.

Sein Vater sah ihn schon von Weitem kommen

und hatte Mitleid mit ihm.

Er lief seinem Sohn entgegen,

fiel ihm um den Hals und kĂĽsste ihn.

21Aber sein Sohn sagte zu ihm:

›Vater, ich bin vor Gott und vor dir schuldig geworden.

Ich bin es nicht mehr wert,

dein Sohn genannt zu werden.‹

22Doch der Vater befahl seinen Dienern:

›Holt schnell das schönste Gewand aus dem Haus

und zieht es ihm an.

Steckt ihm einen Ring an den Finger

und bringt ihm Sandalen fĂĽr die FĂĽĂźe.

23Dann holt das gemästete Kalb her und schlachtet es:

Wir wollen essen und feiern!

24Denn mein Sohn hier war tot und ist wieder lebendig.

Er war verloren und ist wiedergefunden.‹

Und sie begannen zu feiern.

BasisBibel 2012/2020, © Deutsche Bibelgesellschaft

An der Geschichte des verlorenen Sohnes entdecken wir, dass Gott uns Entscheidungsfreiheit gibt und uns in unserer Entscheidung ernst nimmt. Seine Liebe ist aber offen fĂĽr ein Comeback.


Vorschau:

1. Vorbemerkungen

Die Geschichte vom verlorenen Sohn ist der Abschluss einer Gleichnis-Trilogie. Ausgangspunkt ist die Begegnung mit den Pharisäern und Schriftgelehrten, die sich darüber beschweren, dass Jesus Zöllner und Sünder annimmt. Daraufhin erzählt Jesus drei Gleichnisse, die alle davon handeln, Verlorenes zu suchen. Die Gleichnisse steigern sich. Das Verlorene nimmt an Bedeutung zu (ein Schaf von hundert, eine Münze von zehn, ein Sohn von zweien). Er malt den Menschen ein Bild vor Augen wie Gott ist.

2. Zielgedanke

Du wolltest ohne Gott leben, aber du kannst es nicht. Gott kann ohne dich leben, aber er will es nicht.

Jesus sehnt sich nach Gemeinschaft mit dir, nimmt dich in deiner Entscheidung aber ernst. Du darfst kommen, du darfst bleiben, du darfst gehen, du darfst wiederkommen. Jesus liebt dich zurĂĽck nach Hause.

3. EinfĂĽhrung inkl. Exegese

V.12: Mitnehmen, was man kriegen kann. Der verlorene Sohn wartet ungeduldig auf den Tod des Vaters. Im Grunde hätte er auch sagen können: „Vater, für mich bist du gestorben.“

Interessant: Das Eigene – das, was ihm zusteht – ist das Geschenk vom Vater. Darüber sieht der Sohn hinweg.

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  • Autor / Autorin: Thomas Seeger
  • © Deutscher EC-Verband