Gemeinsam … / … für die, die unsere Hilfe brauchenGemeinsam … / … für die, die unsere Hilfe brauchen

Einheit: Gemeinsam … / … für die, die unsere Hilfe brauchen

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 60-90 Min. (Vorbereitung: 45 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Teens (12-16 Jahre)
Einsatzgebiet: Gruppenstunde
Redaktion: TEC:
Benötigte Materialien: Bilder, Zettel (für Teilnehmende), Stift(e) (für Teilnehmende),
Bibelstelle: Nehemia 2,11-20
Nehemia 2,11-2,20

Nehemia untersucht die zerstörten Mauern

11Und als ich nach Jerusalem kam und drei Tage da gewesen war, 12machte ich mich des Nachts auf und wenige Männer mit mir; denn ich hatte keinem Menschen gesagt, was mir mein Gott eingegeben hatte, für Jerusalem zu tun; und es war kein Tier bei mir außer dem, auf dem ich ritt. 13Und ich ritt zum Taltor hinaus bei Nacht und am Drachenquell vorbei und an das Misttor und forschte genau, wo die Mauern Jerusalems eingerissen waren und die Tore vom Feuer verzehrt. 14Und ich ritt hinüber zu dem Quelltor und zu des Königs Teich, und es war da kein Raum, dass mein Tier mit mir weiterkommen konnte. 15Da stieg ich bei Nacht das Bachtal hinauf und achtete genau auf die Mauern und kehrte um und kam durch das Taltor wieder heim.

16Und die Vorsteher wussten nicht, wohin ich gegangen war und was ich gemacht hatte; denn ich hatte bis dahin den Juden nichts gesagt, weder den Priestern noch den Vornehmen noch den Vorstehern und den andern, die am Werk arbeiten sollten. 17Und ich sprach zu ihnen: Ihr seht das Unglück, in dem wir sind, dass Jerusalem wüst liegt und seine Tore mit Feuer verbrannt sind. Kommt, lasst uns die Mauern Jerusalems wieder aufbauen, dass wir nicht weiter ein Gespött seien! 18Und ich sagte ihnen, wie gut die Hand meines Gottes über mir war, dazu auch die Worte des Königs, die er zu mir geredet hatte. Und sie sprachen: Auf, lasst uns bauen! Und sie stärkten ihre Hände zum guten Werk.

19Als das aber Sanballat, der Horoniter, und Tobija, der ammonitische Knecht, und Geschem, der Araber, hörten, verspotteten und verhöhnten sie uns und sprachen: Was ist das, was ihr da tut? Wollt ihr von dem König abfallen? 20Da antwortete ich ihnen und sprach: Der Gott des Himmels wird es uns gelingen lassen; denn wir, seine Knechte, haben uns aufgemacht und bauen wieder auf. Ihr aber habt keinen Anteil noch Anrecht noch Gedenken in Jerusalem.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Probleme, die einer allein nicht bewältigen kann, gab es schon im Alten Testament. Mit Gott an der Seite, besonnenen Vorüberlegungen und gemeinsam im Team sind Veränderungen (in der Welt) möglich.


Vorschau:

1. Vorbemerkungen

Es bietet sich an, diese Bibelarbeit im Rahmen einer Themenreihe zum Ehrenamt durchzuführen. Denn in diesem Artikel geht es mehr um das „Wie“ und dem „Was“, was eine Ergänzung zur Frage „Warum überhaupt ehrenamtlich engagieren?“ sein kann.

2. Zielgedanke

Gottvertrauen und der gezielte eigene Einsatz führen zur Veränderungen in der Welt.

3. Einführung inkl. Exegese

Die Assyrer haben 734 v. Chr. große Teile des Nordreichs Israels erobert, um 721 v. Chr. noch weitere Teile. Dabei wurden viele Städte zerstört, Gegenden neu besiedelt und Bewohner verschleppt. 587 v. Chr. war dann der endgültige Niedergang durch die Babylonier. Auch die Babylonier, die danach kamen, führten die assyrische Strategie fort, sodass das Exil anhielt und eine fremde Herrschaft noch mehr neue Kultur brachte. Selbst bei den Persern ab 539 v. Chr. blieben Jerusalem, der Tempel und die Stadtmauer zerstört. All diese Dinge führten u. a. dazu, dass das Volk Israel seine Identität und auch den Glauben an Gott oft infrage stellte. In all der Zeit wurde der Neuaufbau immer wieder versucht, doch er gelang nicht oder wurde sogar gewaltsam verhindert.

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  • Autor / Autorin: Angela Crucitti
  • © Deutscher EC-Verband