Gemeinsam geduldigGemeinsam geduldig

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Einheit: Gemeinsam geduldig

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 45-55 Min. (Vorbereitung: 50-60 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Kinder (3-7 Jahre), Kinder (7-11 Jahre)
Einsatzgebiete: Freizeiten, Gruppenstunde
Redaktion: JUMAT
Benötigte Materialien: Zollstock, kleine Dosen, Kerze, Schüssel Wasser, selbsttrocknender Ton
Bibelstelle: 1. Mose 8,1-22
1. Mose 8,1-8,22

8

Ende der Sintflut. Noahs Opfer. Verheißung des Herrn

1Da gedachte Gott an Noah und an alles wilde Getier und an alles Vieh, das mit ihm in der Arche war; und Gott ließ Wind auf Erden kommen, und die Wasser fielen. 2Und die Brunnen der Tiefe wurden verstopft samt den Fenstern des Himmels, und dem Regen vom Himmel wurde gewehrt. 3Da verliefen sich die Wasser von der Erde und nahmen immer mehr ab nach hundertfünfzig Tagen. 4Am siebzehnten Tag des siebenten Monats setzte die Arche auf dem Gebirge Ararat auf. 5Es nahmen aber die Wasser immer mehr ab bis auf den zehnten Monat. Am ersten Tage des zehnten Monats sahen die Spitzen der Berge hervor.

6Nach vierzig Tagen tat Noah an der Arche das Fenster auf, das er gemacht hatte, 7und ließ einen Raben ausfliegen; der flog immer hin und her, bis die Wasser vertrockneten auf Erden. 8Danach ließ er eine Taube ausfliegen, um zu erfahren, ob die Wasser sich verlaufen hätten auf Erden. 9Da aber die Taube nichts fand, wo ihr Fuß ruhen konnte, kam sie wieder zu ihm in die Arche; denn noch war Wasser auf dem ganzen Erdboden. Da tat er die Hand heraus und nahm sie zu sich in die Arche. 10Da harrte er noch weitere sieben Tage und ließ abermals die Taube fliegen aus der Arche. 11Sie kam zu ihm um die Abendzeit, und siehe, sie hatte ein frisches Ölblatt in ihrem Schnabel. Da merkte Noah, dass die Wasser sich verlaufen hatten auf Erden. 12Aber er harrte noch weitere sieben Tage und ließ die Taube ausfliegen; sie kam nicht wieder zu ihm.

13Im sechshundertundersten Jahr Noahs am ersten Tage des ersten Monats waren die Wasser vertrocknet auf Erden. Da tat Noah das Dach von der Arche und sah, dass der Erdboden trocken war. 14Und am siebenundzwanzigsten Tage des zweiten Monats war die Erde ganz trocken. 15Da redete Gott mit Noah und sprach: 16Geh aus der Arche, du und deine Frau, deine Söhne und die Frauen deiner Söhne mit dir. 17Alles Getier, das bei dir ist, von allem Fleisch, an Vögeln, an Vieh und allem Gewürm, das auf Erden kriecht, das lass mit dir herausgehen, dass sie sich regen auf Erden und fruchtbar seien und sich mehren auf Erden. 18So ging Noah heraus mit seinen Söhnen und mit seiner Frau und den Frauen seiner Söhne, 19dazu alles wilde Getier, alles Vieh, alle Vögel und alles Gewürm, das auf Erden kriecht; das ging aus der Arche, ein jedes mit seinesgleichen.

20Noah aber baute dem Herrn einen Altar und nahm von allem reinen Vieh und von allen reinen Vögeln und opferte Brandopfer auf dem Altar. 21Und der Herr roch den lieblichen Geruch und sprach in seinem Herzen: Ich will hinfort nicht mehr die Erde verfluchen um der Menschen willen; denn das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens ist böse von Jugend auf. Und ich will hinfort nicht mehr schlagen alles, was da lebt, wie ich getan habe. 22Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Durch eine interaktive Erzählung erleben die Kinder, wie sich die Bewohner der Arche Noah gedulden müssen, bis das Wasser nach der Sintflut abgelaufen ist.


Vorschau:

Idee 1: Szenenbild bauen
Passend zur Geschichte bieten sich zur Hinführung räumliche Umgestaltungen besonders an.
Wie Noah noch vor aller Arbeit einen Altar baute, um Gott zu danken, bauen die Mitarbeiter gemeinsam mit den Kindern einen schönen Altar aus allen verfügbaren Materialien. Outdoor kann das natürlich noch viel mehr Spaß machen als im Haus. Bevor es losgeht wird erklärt, was ein Altar ist: Ein Altar ist ein Tisch, an dem wir mit Gott zusammenkommen. Dort können wir Gott alles schenken und werden von ihm beschenkt.Eine weitere Möglichkeit besteht darin, eine gute Szenerie für die Erzählung der Geschichte zu schaffen. Die Kinder entwerfen gemeinsam mit den Mitarbeitern ihre eigene Arche aus Stühlen, Tischen, Decken, Planen, Kartons. Die Arche sollte im Inneren möglichst dunkel sein und genug Platz für alle Kinder bieten. Es bietet sich an, vor dem Bau noch mal die Einleitung der Sintflutgeschichte zu erzählen.

Idee 2: Spiel zum Thema Geduld
Mit doppelseitigem Klebeband wird eine kleine (Film)Dose an das Ende eines Zollstocks geklebt. Man benötigt zwei Zollstöcke, die so präpariert werden. In eine Dose kommt etwas Wasser. Die Aufgabe für zwei Spieler besteht nun darin, das Wasser aus einer Dose in die andere zu gießen, ohne dass dabei etwas verschüttet wird. Wenn das gelungen ist, kann man das Geduldsspiel auch noch mit anderen Materialien (Erbsen, Mehl, usw.) probieren. Tipp: Je länger der Zollstock ausgeklappt ist, desto schwieriger wird es, deshalb sollte man das Spiel zunächst mit einem Zollstock starten, der nur zur Hälfte ausgeklappt ist und nach und nach die Schwierigkeit erhöhen, indem der Zollstock immer mehr ausgeklappt wird.

Interaktive Erzählung

Die Szenerie für die Erzählung ist ein dunkler Raum (Arche) mit einer Kerze im Mittelpunkt.
Folgende Rollen werden benötigt: Noah, Erzähler, Kind
Erzähler: Es war einmal vor langer Zeit, als die ersten Menschen, die Gott geschaffen hatte, so böse wurden, dass Gott eine Sintflut schickte, um der Welt eine zweite Chance zu geben.
Noah: Willkommen auf der Arche, liebe Freunde! Schön, hier mal jemand anders zu sehen, als die eigene Familie. Seit Gott durch die Sintflut die ganze Erde überflutet hat, sitzen wir hier in der Arche.

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  • Autor / Autorin: Dominik Rosenberger
  • © Deutscher EC-Verband

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