Gemeinsam starkGemeinsam stark

Einheit: Gemeinsam stark

Verband: EJW - evangelisches Jugendwerk in Württemberg
Zeitbedarf: 30-70 Min. (Vorbereitung: 15-30 Min.)
Materialart: Stundenentwurf
Zielgruppen: Kinder (7-11 Jahre), Kinder/ Pre-Teens (10-13 Jahre)
Einsatzgebiete: Freizeiten, Gruppenstunde
Redaktion: Jungscharleiter
Benötigte Materialien: lebhafte Musik, Namenskärtchen, Krone, Glitzerkugel, 2 Puzzleteil(e), Bastelmaterial (siehe Bastelvorschlag), Gegenstände (je ein Paar, das zusammen passt (Eis, Eisportionierer...etc)), Geschirrtücher (für Dreibeinlauf), Decke(n) (für Duplosteinespiel), Duplo/LEGO ® -Steine (pro Paar zweimal die selbenBausätze), 1 Bild (dasselbe Bild für jedes zweite Kind), bunte Stifte (für jedes 2. Kind), Material für den Parcours (für Rücken an Rücken)
Bibelstelle: 2. Mose 3,1-4,17
2. Mose 3,1-4,17

3

Gott beruft Mose am brennenden Dornbusch

1Mose hütete die Herde seines Schwiegervaters Jitro.

Jitro war der Priester von Midian.

Einmal trieb Mose die Herde über die Steppe hinaus.

So kam er an den Berg Gottes, den Horeb.

2Da erschien ihm ein Engel des Herrn:

Eine Flamme schlug aus einem Dornbusch.

Mose bemerkte, dass der Dornbusch in Flammen stand

und trotzdem nicht verbrannte.

3Mose sagte sich: »Ich will hingehen

und mir diese auffallende Erscheinung ansehen.

Warum verbrennt der Dornbusch nicht?«

4Der Herr sah, dass Mose vom Weg abbog

und sich die Erscheinung ansehen wollte.

Da rief ihn Gott mitten aus dem Dornbusch:

»Mose, Mose!«

Er antwortete: »Hier bin ich!«

5Gott sprach: »Komm nicht näher! Zieh deine Schuhe aus!

Der Ort, auf dem du stehst, ist heiliges Land.«

6Weiter sprach er: »Ich bin der Gott deiner Väter,

der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs

Da verhüllte Mose sein Gesicht.

Er hatte Angst davor, Gott zu sehen.

7Der Herr sprach:

»Ich habe die Not meines Volks in Ägypten gesehen.

Die Klage über ihre Unterdrücker habe ich gehört.

Ich weiß, was sie erdulden müssen.

8Deshalb bin ich herabgekommen,

um sie aus der Gewalt der Ägypter zu befreien.

Ich will mein Volk aus diesem Land führen.

Es soll in ein gutes und weites Land kommen,

in dem Milch und Honig fließen.

Es ist das Land der Kanaaniter und Hetiter,

der Amoriter, Perisiter, Hiwiter und Jebusiter.

9Darum sei gewiss:

Die Klage der Israeliten ist zu mir gedrungen.

Ich habe auch gesehen, wie die Ägypter sie quälen.

10Nun geh! Ich sende dich zum Pharao.

Du sollst mein Volk, die Israeliten,

aus Ägypten führen.«

Gott gibt seinen Namen bekannt

11Mose sagte zu Gott:

»Wer bin ich denn, dass ich einfach zum Pharao gehe?

Und wie soll ich die Israeliten aus Ägypten führen?«

12Gott antwortete: »Ich werde bei dir sein!

Daran wirst du sehen, dass ich dich gesandt habe:

Wenn du das Volk aus Ägypten geführt hast,

sollt ihr mir an diesem Berg dienen.«

13Mose antwortete Gott:

»Ich werde zu den Israeliten gehen und ihnen sagen:

›Der Gott eurer Väter schickt mich zu euch.‹

Was ist, wenn sie mich fragen: ›Wie heißt er?‹

Was soll ich ihnen dann sagen?«

14Da sprach Gott zu Mose:

»›Ich werde sein, der ich sein werde.‹

Das sollst du den Israeliten sagen:

Der ›Ich-werde-sein‹ hat mich zu euch geschickt.«

Der Auftrag, Israel zu befreien

15Weiter sprach Gott zu Mose:

»Das sollst du den Israeliten sagen:

›Der Herr hat mich zu euch geschickt,

der Gott eurer Väter Abraham, Isaak und Jakob.‹

So heiße ich schon immer, und so will ich

bei all ihren Nachkommen genannt werden.

16Geh jetzt und rufe die Ältesten Israels zusammen.

Sag ihnen: ›Der Herr ist mir erschienen,

der Gott eurer Väter Abraham, Isaak und Jakob.

Er hat gesagt: Ich werde mich um euch kümmern

und um das, was euch in Ägypten angetan wird.

17Darum habe ich bei mir entschieden:

Ich werde euch aus der Not herausführen,

die ihr in Ägypten erleiden müsst.

Ich bringe euch in das Land der Kanaaniter, Hetiter,

Amoriter, Perisiter, Hiwiter und Jebusiter,

in ein Land, in dem Milch und Honig fließen.‹

18Wenn du ihnen das sagst,

werden sie auf dich hören.

Geh mit den Ältesten Israels zum König von Ägypten.

Sagt zu ihm:

›Der Herr, der Gott der Hebräer, ist uns begegnet.

Nun wollen wir drei Tagesreisen in die Wüste ziehen

und dem Herrn, unserem Gott, Opfer darbringen.‹

19Ich weiß aber,

dass der König von Ägypten euch nicht ziehen lässt –

es sei denn, dass ich ihn meine Macht spüren lasse.

20Deshalb werde ich meine Macht gebrauchen:

Ich werde Ägypten plagen mit meinen Wundern,

die ich dort tun will.

Dann wird der König euch ziehen lassen.

21Ich werde aber dafür sorgen,

dass die Ägypter sich dem Volk gegenüber

großzügig zeigen.

Wenn ihr loszieht,

sollt ihr nicht ohne Entschädigung gehen müssen.

22Jede Frau soll ihre Nachbarin und Hausgenossin

um silberne und goldene Gefäße bitten.

Auch um Festgewänder sollt ihr sie bitten;

die sollt ihr euren Söhnen und Töchtern anziehen.

All das sollt ihr von den Ägyptern mitnehmen.«

4

Mose zweifelt an seinem Auftrag

1Mose sagte zu Gott:

»Was ist, wenn die Israeliten mir nicht glauben?

Sie werden kaum auf mich hören, sondern behaupten:

›Der Herr ist dir gar nicht erschienen!‹«

2Da fragte ihn der Herr:

»Was hast du da in der Hand?«

Mose sagte: »Einen Stab.«

3Der Herr sagte: »Wirf ihn auf den Boden!«

Er warf ihn auf den Boden.

Da wurde der Stab zu einer Schlange.

Mose zuckte zurück.

4Doch der Herr sagte zu Mose:

»Jetzt pack die Schlange mit der Hand beim Schwanz!«

Mose packte sie und hielt sie fest.

Da wurde sie wieder zu dem Stab in seiner Hand.

5Gott sagte: »Nun werden sie glauben,

dass der Herr dir erschienen ist.

Er ist der Gott ihrer Väter Abraham, Isaak und Jakob

6Weiter sagte der Herr zu Mose:

»Steck die Hand unter dein Gewand!«

Er steckte die Hand unter das Gewand.

Als er sie aber wieder hervorzog,

war sie von Aussatz befallen und weiß wie Schnee.

7Da sagte Gott:

»Steck die Hand noch einmal unter dein Gewand!«

Er steckte die Hand noch einmal unter sein Gewand.

Und als er sie wieder unter dem Gewand hervorzog,

war sie wieder gesund.

8Da sagte Gott:

»Es mag sein, dass sie dir nicht glauben

und das erste Zeichen sie nicht überzeugt.

Doch auf dieses Zeichen hin werden sie glauben.

9Es mag sein,

dass sie sogar auf beide Zeichen hin nicht glauben

und nicht auf dich hören.

Dann nimm Wasser aus dem Nil

und gieß es auf den trockenen Boden!

Das Wasser aus dem Nil

wird auf dem Boden zu Blut werden.«

10Doch Mose sagte zum Herrn:

»Ach Herr, ich bin keiner, der gut reden kann.

Ich war es nie und bin es auch nicht,

seit du mit mir, deinem Knecht, redest.

Ich rede schwerfällig

und finde nicht die richtigen Worte.«

11Der Herr entgegnete ihm:

»Wer hat denn dem Menschen einen Mund gegeben?

Wer macht ihn stumm oder taub, sehend oder blind?

Das bin doch ich, der Herr!

12Geh nun los!

Ich werde dir beistehen, wenn du reden musst.

Ich werde dir Anweisung geben, was du sagen sollst.«

13Mose aber sagte:

»Ach nein, mein Herr, schick jemand anderen.«

14Da wurde der Herr zornig über Mose und sagte:

»Du hast doch einen Bruder, den Leviten Aaron.

Ich weiß, dass er sehr gut reden kann.

Sieh doch, er kommt dir schon entgegen.

Wenn er dich sieht,

wird er sich von Herzen freuen.

15Gib ihm genau vor, was er sagen soll.

Ich werde dir und ihm beistehen, wenn ihr reden müsst.

Dann werde ich euch Anweisung geben, was ihr tun sollt.

16Aaron soll an deiner Stelle zu dem Volk sprechen.

So wird er dein Mund sein,

und du sollst für ihn an die Stelle Gottes treten.

17Nimm auch deinen Stab in die Hand.

Mit ihm sollst du Wunder tun.«

BasisBibel 2012/2020, © Deutsche Bibelgesellschaft

Gemeinsam stark – Mose bekommt einen großen Auftrag. Er fühlt sich völlig überfordert – aber Gott weiß, wen und was Mose braucht um diesen Auftrag ausführen zu können. Und genau das stellt er ihm zur Verfügung. Ein fix & fertiger Stundenentwurf mit Geschichte, Andacht mit Gegenständen und verschiedenen Ideen zur Vertiefung.


Vorschau:

Gemeinsam stark – Gott stellt Aaron an Moses Seite
Zielgedanke: Gott hat einen Auftrag für uns, der größer ist als unsere Schwächen und Ängste. Er hilft uns beim Ausführen, indem er uns z.B. einen Menschen an die Seite stellt.

Erzählung

Meinen Bruder Mose habe ich seit Jahrzehnten nicht gesehen. Ich weiß nicht einmal, ob er überhaupt noch lebt und wo. Jetzt bin ich hier, mitten in dieser riesigen Wüste, am Fuß dieses Berges und warte.

Da vorne, da kommt ein Mann, gebeugt, auf einen Hirtenstab gestützt. Langsam gehe ich ihm engegen. Langsam nähern wir uns. Es ist Mose, ich erkenne sein Gesicht, mein Bruder Mose! Tränen laufen über mein Gesicht. Wir können es nicht fassen. Umarmen einander. Ich gebe ihm einen Kuss auf die Wange. „Mose! Gott hat mich zu dir geschickt. Was sollen wir hier tun? Weisst du mehr als ich?“
Und dann fängt mein Bruder Mose an zu erzählen…

Andachtsimpuls

Einen großen Auftrag bekommt Mose da: ein ganzes Volk aus der Sklaverei befreien! Kein Wunder fühlt er sich schwach, überwältigt und überfordert. Er findet immer wieder neue Gründe, warum er diesen Auftrag unmöglich ausführen kann. Alle möglichen schrecklichen Folgen malt er sich aus. Aber Gott hat immer eine Antwort, eine Lösung. Er hat einen Auftrag für Mose, und er weiß, was Mose braucht, um diesen Auftrag ausführen zu können. Genau das stellt Gott ihm zur Verfügung:

Gott hat auch Aufträge für dich. Ein Auftrag kann z.B. sein, ein anderes Kind in die Jungschar einzuladen und regelmäßig dazu abzuholen. Oder nicht auf jede Provokation oder Bitte des kleinen Bruders genervt zu reagieren, sondern sich Zeit für ihn zu nehmen. Das kann Überwindung und Mühe kosten…

Aber wie Mose lässt uns Gott nicht allein mit unseren herausfordernden Aufträgen, mit Situationen, die Angst machen oder zumindest verunsichern. Er hat einen Plan und Möglichkeiten…

Vertiefungsideen

Genau Zuhören: Die Jungscharler bilden Paare. Die Paare sitzen ca 40 cm voneinander getrennt auf dem Boden. Alle Paare in einer Reihe. Jetzt spannt ihr eine Decke/Leintuch/… zwischen den Paaren auf, so dass sich die Paare nicht mehr sehen können. Jeweils ein/e Partner/in bekommt ein fertiges Bauwerk aus duplo-Steinen, der/ die andere Partner/in nur die entsprechenden Steine. Auf „Los“geht’s los

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  • Autor / Autorin: Caroline Roth
  • © EJW - evangelisches Jugendwerk in Württemberg

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