Glaube Schaffen / Warum du bei Jesus nichts tun muss und trotzdem tun wirstGlaube Schaffen / Warum du bei Jesus nichts tun muss und trotzdem tun wirst

Einheit: Glaube Schaffen / Warum du bei Jesus nichts tun muss und trotzdem tun wirst

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 60-90 Min. (Vorbereitung: 45-60 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Konfis, Teens (12-16 Jahre)
Einsatzgebiet: Gruppenstunde
Redaktion: TEC:
Benötigte Materialien: Box mit Süßigkeiten, Perlen (eine pro Teilnehmenden)
Bibelstelle: Jakobus 2,14-26
Jakobus 2,14-2,26

Der Glaube führt zu Taten

14Meine Brüder und Schwestern!

Was nützt es, wenn jemand behauptet zu glauben,

sich der Glaube aber nicht in Taten zeigt?

Kann ihn dann der Glaube retten?

15Stellt euch vor,

ein Bruder oder eine Schwester hat nichts anzuziehen.

Es fehlt ihnen sogar das tägliche Brot.

16Nun sagt einer von euch zu ihnen:

»Geht in Frieden,

ihr sollt es warm haben und euch satt essen.«

Ihr gebt ihnen aber nicht,

was sie zum Leben brauchen. –

Was nützt das?

17So ist es auch mit dem Glauben:

Wenn er sich nicht in Taten zeigt,

bleibt er für sich allein und ist tot.

18Es könnte nun jemand einwenden:

»Du hast den Glauben, und ich habe die Taten.«

Dem würde ich antworten:

Zeig du mir doch deinen Glauben,

der ohne Taten bleibt.

Ich kann dir an meinen Taten zeigen,

was der Glaube bewirkt.

19Du glaubst an den einen Gott? Das ist gut so!

Sogar die Dämonen glauben an ihn

und zittern vor Angst.

20Du Dummkopf! Verstehst du denn nicht:

Ein Glaube, der sich nicht in Taten zeigt, ist nutzlos!

21Ist nicht Abraham, unser Stammvater,

wegen seiner Taten von Gott für gerecht erklärt worden?

Er legte seinen Sohn Isaak auf den Altar,

um ihn als Opfer darzubringen.

22Daran siehst du:

Der Glaube und sein Handeln haben zusammengewirkt.

Erst durch das Handeln wurde der Glaube vollkommen.

23Damit erfüllte sich, was die Heilige Schrift sagt:

»Abraham glaubte Gott,

und das rechnete ihm Gott als Gerechtigkeit an.«

Und er wurde »Freund Gottes« genannt.

24Ihr seht also: Aufgrund seiner Taten

wird der Mensch von Gott für gerecht erklärt.

Der Glaube allein genügt nicht.

25War es bei der Prostituierten Rahab nicht genauso?

Aufgrund ihres Handelns wurde sie für gerecht erklärt.

Sie nahm die Kundschafter Israels bei sich auf –

und ließ sie auf einem anderen Weg aus der Stadt hinaus.

26Ohne den Geist ist der Körper tot.

Genauso ist auch der Glaube tot,

wenn er sich nicht in Taten zeigt.

BasisBibel 2012/2020, © Deutsche Bibelgesellschaft

Um Jesus zu gefallen musst du nichts tun (wirklich nichts!). Aber seine Liebe wird dich verändern, sodass dein Handeln davon geprägt ist. Werke und Taten werden nie zum Glauben führen. Aber ein inspirierter Glaube wird immer Werke und Taten hervorbringen.


Vorschau:

Vorbemerkungen / Bedeutung für Teens

Wir haben es ganz tief in uns drin: das Gefühl zu wenig zu tun, nicht das Richtige gemacht zu haben, faul gewesen zu sein. Auch im Glauben sind wir diesem Gefühl ausgesetzt: „Ich habe lange nicht mehr in der Bibel gelesen.“ – „Zum Gottesdienst hatte ich irgendwie keine Zeit.“ Das Bild eines mahnenden und kritischen Gottes, der mit seinem Fernrohr auf seiner Wolke sitzt und Strichliste führt, ist uns oft seit Kindertagen eingebrannt. Gleichzeitig wissen wir (theoretisch), dass sich Gottes Liebe nicht verdienen lässt. Gelebt wird es aber oftmals anders.

Jugendliche kennen das Gefühl von Leistung und den Druck dahinter nur zu gut aus der Schule: Leiste etwas, und du wirst bestehen! Es ist eine wichtige Aufgabe, Gott anders zu sehen und anders von ihm zu reden, als unsere Prägung es oft zulässt. Denn wir sind zur Freiheit berufen (Galater 5,1) und der Himmel lässt sich nicht verdienen. Egal wie viel Geld man hat und was man auch versucht (Matthäus 19,23). Und trotzdem hängen die Worte „Glaube“ und „Werke“ doch irgendwie zusammen. Nur anders als sie oft gelebt werden. Ein Herz, das von Jesus begeistert ist, wird die Liebe weitergeben, die es selbst erfahren hat (Matthäus 6,21). Und genau da sollten wir bei der kommenden Generation ansetzen: Für Jesus und seine Liebe begeistern und ihn die Veränderung in uns bewirken lassen. Die Gnade, die er für uns hat, ist ein großartiges Geschenk. Weil wir dadurch befreit sind, können wir selbstlos und motiviert auch etwas für unsere Mitmenschen und die Welt tun. Ein solcher Glaube ist ansteckend und überzeugend. Anders als etwas aus Zwang zu tun oder etwas zu tun ohne zu wissen, warum.

Zielgedanke

Glaube ist eine ganz intime und persönliche Sache zwischen Jesus und dir. Du musst nichts tun, um ihm zu gefallen. Aber du wirst etwas tun, weil Jesu Botschaft dein Herz nicht ruhig bleiben lässt.

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  • Autor / Autorin: Jan-Paul Herr
  • © Deutscher EC-Verband

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