Glaube und Gottes TreueGlaube und Gottes Treue

Einheit: Glaube und Gottes Treue

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 45-90 Min. (Vorbereitung: 20-30 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Junge Erwachsene (18+), Studenten
Einsatzgebiete: Freizeiten, Gruppenstunde
Redaktion: echt.
Benötigte Materialien: Karteikarten, DinA3-Papier, Stift(e) (für jede/n einen)
Bibelstelle: Römer 10,14-21
Römer 10,14-10,21

14Wie sollen sie aber den anrufen, an den sie nicht glauben? Wie sollen sie aber an den glauben, von dem sie nichts gehört haben? Wie sollen sie aber hören ohne Prediger? 15Wie sollen sie aber predigen, wenn sie nicht gesandt werden? Wie denn geschrieben steht (Jesaja 52,7): »Wie lieblich sind die Füße der Freudenboten, die das Gute verkündigen!«

Warum ist Israel nicht zum Glauben gekommen?

16Aber nicht alle waren dem Evangelium gehorsam. Denn Jesaja spricht (Jesaja 53,1): »Herr, wer glaubte unserm Predigen?« 17So kommt der Glaube aus der Predigt, das Predigen aber durch das Wort Christi.

18Ich frage aber: Haben sie es nicht gehört? Doch, es ist ja »in alle Lande ausgegangen ihr Schall und ihr Wort bis an die Enden der Welt« (Psalm 19,5). 19Ich frage aber: Hat es Israel nicht verstanden? Als Erster spricht Mose (5. Mose 32,21): »Ich will euch eifersüchtig machen auf ein Nicht-Volk; über ein unverständiges Volk will ich euch zornig machen.« 20Jesaja aber wagt zu sagen (Jesaja 65,1): »Ich ließ mich finden von denen, die mich nicht suchten, ich offenbarte mich denen, die nicht nach mir fragten.« 21Zu Israel aber spricht er (Jesaja 65,2): »Den ganzen Tag habe ich meine Hände ausgestreckt nach einem Volk, das sich nichts sagen lässt und widerspricht.«

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Pfr. Thomas Maier setzt den Text in den Zusammenhang des Römerbriefes. Paulus folgend geht es um Israel, dessen bleibende Erwählung und die Bedeutung des Evangeliums. Meier warnt vor Hochmütigkeit, da Glaube Geschenk und nicht Leistung ist. Die Schlussfolgerung lautet Dankbarkeit und der Wunsch und Auftrag, das Evangelium weiterzusagen.


Vorschau:

1. Erklärungen zum Text

1.1 Zum Zusammenhang

Warum und wie kommt Paulus in Römer 9-11 auf Israel zu sprechen? Es geht im Evangelium von Jesus Christus um das Heilswerk des Gottes, der alle, Juden und Heiden, geschaffen hat und ihre Erlösung will (Kap 9 blickt auf die Anfänge Israels in Gottes Erwählung zurück). Nach 1,16f rettet das Evangelium „zuerst die Juden“ – kann das noch gelten, wenn damals nur wenige Juden an Jesus geglaubt haben (…)?

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2. Bedeutung für heute

2.1 Einsicht und Dank

Unser Glaube lebt nicht aus sich selbst. Er verdankt sich dem, was Gott in Jesus getan hat und dass andere uns davon erzählt haben. Gott selber hat uns für sich gewonnen: „Denn aus Gnade seid ihr selig geworden durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es, nicht aus Werken, damit sich nicht jemand rühme.“ (Eph 2,8f). Die Christen in Rom standen vor 2000 Jahren in der Gefahr, auf Israels Unglaube hochmütig herabzuschauen.

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3. Methodik für die Gruppe

Die Relevanz des Textes für uns heute erschließt sich erst, wenn zunächst möglichst sorgfältig erfasst wird, was Paulus damals zu sagen hatte.

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  • Autor / Autorin: Pfr. Thomas Maier
  • © Deutscher EC-Verband