Glauben vs. DenkenGlauben vs. Denken

Einheit: Glauben vs. Denken

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 60 Min. (Vorbereitung: 20 Min.)
Materialart: Stundenentwurf
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Kinder/ Pre-Teens (10-13 Jahre), Teens (12-16 Jahre)
Einsatzgebiet: Gruppenstunde
Redaktion: TEC:
Benötigte Materialien: Karten mit Zitaten (von Kindern (5-9 Jahre) über ihre Eltern), kleine Zettel, Stift(e) (für jeden TN), Box (zum Sammeln der Fragen)
Bibelstelle: Römer 12,2
Römer 12,2

2Und passt euch nicht dieser Zeit an.

Gebraucht vielmehr euren Verstand in einer neuen Weise

und lasst euch dadurch verwandeln.

Dann könnt ihr beurteilen,

was dem Willen Gottes entspricht:

Was gut ist, was Gott gefällt und was vollkommen ist.

BasisBibel 2012/2020, © Deutsche Bibelgesellschaft

Dürfen Christen spicken? Warum lässt Gott Leid zu? Wäre Jesus in Zeiten der Massentierhaltung Vegetarier? Wie viel Alkohol darf ein Christ trinken? – Viele Jugendliche sehnen sich nach fundierten Antworten zu brennenden Fragen, doch die Bibel gibt diese nicht so einfach. Kritisches Denken ist nötig, um die Bibel als Ratgeber zu gewinnen und sie gegen angreifende Meinungen zu verteidigen.


Vorschau:

Offenlegen eines Problems

Eine Frage, die (junge) Christen umtreibt, ist die Frage nach Gottes Wille zu bestimmten Themen. Oft sind es moralische Alltagsfragen, wie die beim Quiz zu Beginn. Dabei wurde deutlich, dass die Bibel häufig mehrdeutig, manchmal auch gar nicht antwortet. Es scheint im Interpretationsspielraum des Lesers zu liegen, was „biblisch“ ist. Oft muss man auch den (Gesamt-) Kontext kennen, um eine Aussage der Bibel zu verstehen. Doch was, wenn man kein Theologe ist?

In einem Gespräch soll deutlich werden, dass die Bibel häufig nicht einfach wörtlich zu lesen ist, sondern kritisches und selbstständiges Denken fordert. Doch kann sie jeder bibelunkundige Laie auf seine Weise interpretieren?

Römer 12, 2 gibt dazu eine Antwort: „Und passt euch nicht dieser Zeit an. Gebraucht vielmehr euren Verstand in einer neuen Weise und lasst euch dadurch verwandeln. Dann könnt ihr beurteilen, was der Wille Gottes ist: ob etwas gut ist, ob es Gott gefällt und ob es vollkommen ist.“ Den Verstand in neuer Weise zu gebrauchen bedeutet, sich nicht der Welt anzupassen, sich vielmehr von Dingen prägen zu lassen, die gut und gottgefällig sind.

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  • Autor / Autorin: Pascal Heberlein
  • © Deutscher EC-Verband