Gleichnisse für Verstockte und die pünktliche GnadeGleichnisse für Verstockte und die pünktliche Gnade

Einheit: Gleichnisse für Verstockte und die pünktliche Gnade

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 30-60 Min. (Vorbereitung: 15-20 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Junge Erwachsene (18+), Studenten
Einsatzgebiet: Gruppenstunde
Redaktion: echt.
Benötigte Materialien: A3 Papier, Stift(e), Geldmünzen (oder Gummibärchen, etwas "wertvolles"), Mehrfachbilder, Joghurt (o.ä. für Blindverkostung)
Bibelstelle: Matthäus 13,10-13,17
Matthäus 13,10-13,17

Vom Sinn der Gleichnisse

(Mk 4,10-12; Lk 8,9-10)

10Und die Jünger traten hinzu und sprachen zu ihm: Warum redest du zu ihnen in Gleichnissen? 11Er antwortete und sprach zu ihnen: Euch ist’s gegeben, zu wissen die Geheimnisse des Himmelreichs, diesen aber ist’s nicht gegeben. 12Denn wer da hat, dem wird gegeben, dass er die Fülle habe; wer aber nicht hat, dem wird auch das genommen, was er hat. 13Darum rede ich zu ihnen in Gleichnissen. Denn mit sehenden Augen sehen sie nicht und mit hörenden Ohren hören sie nicht; und sie verstehen es nicht. 14Und an ihnen wird die Weissagung Jesajas erfüllt, die da sagt (Jesaja 6,9-10): »Mit den Ohren werdet ihr hören und werdet nicht verstehen; und mit sehenden Augen werdet ihr sehen und werdet nicht erkennen. 15Denn das Herz dieses Volkes ist verfettet, und mit ihren Ohren hören sie schwer, und ihre Augen haben sie geschlossen, auf dass sie nicht mit den Augen sehen und mit den Ohren hören und mit dem Herzen verstehen und sich bekehren, dass ich sie heile.« 16Aber selig sind eure Augen, dass sie sehen, und eure Ohren, dass sie hören. 17Wahrlich, ich sage euch: Viele Propheten und Gerechte haben begehrt, zu sehen, was ihr seht, und haben’s nicht gesehen, und zu hören, was ihr hört, und haben’s nicht gehört.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Warum verstehen wir Jesu Gleichnisse nicht? Danach fragt diese Bibelarbeit. Dabei geht es um die Wahrnehmung: Erkennen und Nachfolgen gehören zusammen!


Vorschau:

1.     Erklärungen zum Text

Jesus hatte sein Boot in eine Kanzel umfunktioniert (V. 3), um zum Volk in Gleichnissen zu sprechen. Dabei hatte er noch im vorigen Kapitel zu den Schriftgelehrten und Pharisäern, dem „bösen und abtrünnigen Geschlecht“ (Mt 12,39), ganz anders geredet. Sie hatte er ermahnt, den Jüngern wiederum Gottes Liebe als Ruf in die Nachfolge verkündigt, zum Volk hingegen in Gleichnissen gesprochen. Warum eigentlich so kompliziert? Gleichnisse versteht man ohnehin kaum und jeder irgendwie anders. Eine Deutung der Gleichnisse gibt Jesus ja nur den Jüngern (etwa beim Gleichnis vom Sämann: V. 1-9, s. V. 18)!

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2. Bedeutung für heute

Die Weissagung aus Jesaja 6,9-10 (auch aus Ps 78,2 – vgl. V. 35) ist mit Pfingsten abgewendet. Nach seinem Tod und seiner Auferstehung spricht Jesus nicht mehr in Gleichnissen. Für uns ist daher die Rede von der Verstockung für Gleichnisse nicht mehr relevant, denn auch in Briefen oder Predigten der Apostel finden wir nichts, was dem entspricht.

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3. Methodik für die Gruppe

Begrüßung

Zur Begrüßung kann man fragen: Was hast du in der letzten Woche beim Bibellesen nicht verstanden? Was stört dich am Christentum schon länger? Mit den Problemen der Jugendlichen und Jungen Erwachsenen an Gottes Wort und Gott selbst ist man schon beim Kontext der Bibelstelle: Die Jünger nehmen Jesus beiseite und stellen ihre Fragen (V. 1-2).

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  • Autor / Autorin: Jan Reitzner
  • © Deutscher EC-Verband