Gott kann Leben verändernGott kann Leben verändern

Einheit: Gott kann Leben verändern

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 60-90 Min. (Vorbereitung: 10-20 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Junge Erwachsene (18+), Studenten
Einsatzgebiet: Gruppenstunde
Redaktion: echt.
Benötigte Materialien: DinA3-Papier (mehrere), Papier und Stift
Bibelstelle: Richter 13,1-25
Richter 13,1-13,25

13

Simsons Geburt

1Und die Israeliten taten wiederum, was dem Herrn missfiel, und der Herr gab sie in die Hände der Philister vierzig Jahre.

2Es war aber ein Mann aus Zora vom Geschlecht der Daniter, mit Namen Manoach, und seine Frau war unfruchtbar und hatte keine Kinder. 3Und der Engel des Herrn erschien der Frau und sprach zu ihr: Siehe, du bist unfruchtbar und hast keine Kinder, aber du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären. 4So hüte dich nun, dass du nicht Wein oder starkes Getränk trinkst und nichts Unreines isst; 5denn du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, dem kein Schermesser aufs Haupt kommen soll. Denn der Knabe wird ein Geweihter Gottes sein von Mutterleibe an; und er wird anfangen, Israel zu erretten aus der Hand der Philister.

6Da kam die Frau und sagte es ihrem Mann und sprach: Es kam ein Mann Gottes zu mir, und seine Gestalt war anzusehen wie der Engel Gottes, zum Erschrecken, sodass ich ihn nicht fragte, woher er sei; und er sagte mir nicht, wie er hieß. 7Er sprach aber zu mir: Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären. So trinke nun keinen Wein oder starkes Getränk und iss nichts Unreines; denn der Knabe soll ein Geweihter Gottes sein von Mutterleibe an bis zum Tag seines Todes. 8Da bat Manoach den Herrn und sprach: Bitte, mein Herr, der Mann Gottes, den du gesandt hast, komme noch einmal zu uns, dass er uns lehre, was wir mit dem Knaben tun sollen, der geboren werden soll. 9Und Gott erhörte Manoach, und der Engel Gottes kam wieder zu der Frau. Sie saß aber auf dem Felde, und ihr Mann Manoach war nicht bei ihr. 10Da lief sie eilends und sagte es ihrem Mann und sprach zu ihm: Siehe, der Mann ist mir erschienen, der heute zu mir kam.

11Manoach machte sich auf und ging hinter seiner Frau her und kam zu dem Mann und sprach zu ihm: Bist du der Mann, der mit der Frau geredet hat? Er sprach: Ja. 12Und Manoach sprach: Wenn nun eintrifft, was du gesagt hast: Wie sollen wir’s mit dem Knaben halten und tun? 13Der Engel des Herrn sprach zu Manoach: Vor allem, was ich der Frau gesagt habe, soll sie sich hüten: 14Sie soll nichts essen, was vom Weinstock kommt, und soll keinen Wein oder starkes Getränk trinken und nichts Unreines essen; alles, was ich ihr geboten habe, soll sie halten.

15Manoach sprach zum Engel des Herrn: Wir möchten dich gern hierbehalten und dir ein Ziegenböcklein zurichten. 16Aber der Engel des Herrn antwortete Manoach: Wenn du mich auch hier hältst, so esse ich doch von deiner Speise nicht. Willst du aber ein Brandopfer bringen, so kannst du es dem Herrn opfern. Manoach aber wusste nicht, dass es der Engel des Herrn war. 17Und Manoach sprach zum Engel des Herrn: Wie heißt du? Denn wir wollen dich ehren, wenn nun eintrifft, was du gesagt hast. 18Aber der Engel des Herrn sprach zu ihm: Warum fragst du nach meinem Namen, der doch wunderbar ist?

19Da nahm Manoach ein Ziegenböcklein und Speisopfer und brachte es auf einem Felsen dem Herrn dar. Und Wunderbares geschah; Manoach aber und seine Frau sahen zu. 20Und als die Flamme aufloderte vom Altar gen Himmel, fuhr der Engel des Herrn auf in der Flamme des Altars. Als das Manoach und seine Frau sahen, fielen sie zur Erde auf ihr Angesicht.

21Und der Engel des Herrn erschien Manoach und seiner Frau nicht mehr. Da erkannte Manoach, dass es der Engel des Herrn war, 22und sprach zu seiner Frau: Wir müssen des Todes sterben, weil wir Gott gesehen haben. 23Aber seine Frau antwortete ihm: Wenn es dem Herrn gefallen hätte, uns zu töten, so hätte er das Brandopfer und Speisopfer nicht angenommen von unsern Händen. Er hätte uns auch all das nicht sehen und jetzt nicht hören lassen. 24Und die Frau gebar einen Sohn und nannte ihn Simson. Und der Knabe wuchs heran, und der Herr segnete ihn. 25Und der Geist des Herrn fing an, ihn umzutreiben im Lager Dans zwischen Zora und Eschtaol.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Sem Dietterle legt zunächst den Text aus und wirft dabei auch einen Blick auf den historischen Kontext. Als Übertrag für den heutigen Hörer zeigt Sem Dietterle: Egal, wie du gerade zu Gott stehst: er kommt in dein Leben und wird es verändern. Der Methodenteil dient der kreativen Erschließung des Bibeltextes auf diese Kernaussage hin.


Vorschau:

1. Erklärungen zum Text

1.1 Verheißung und Verpflichtung (Verse 1-7)

Israel war von Gott abgefallen und den Feinden ausgeliefert. Über die Jahre hatte das Volk Gott vergessen. Keiner schrie um Hilfe, obwohl die Bedrohung groß war. Doch Gott war es, der diesen Tiefpunkt des Volkes veränderte. Ein Mann kommt zur Frau des Manoach. Dass es ein Engel ist, weiß nur der Leser. Manoach und seine Frau erfahren das erst im Vers 20. Dieser Mann stellt erst einmal klar, welches Problem die Frau hat. Sie ist unfruchtbar.

2. Bedeutung für den heutigen Hörer

Achtung, Gott kann dein Leben verändern!

Wer gerade die Verbindung zu Gott nicht mehr halten kann, wer Zweifel oder kein Interesse an ihm hat, der muss aufpassen: Denn Gott kommt trotzdem. Wenn Gott dem Menschen begegnet, beginnt etwas Neues. Die Begegnung kann in einem Gespräch stattfinden, wie bei der Frau im Text. Ein Unbekannter spricht zu ihr – das ist ein Wunder. Doch wenn dein Freund zu dir etwas sagt und es dich anspricht, ist es auch ein Wunder.

3. Methodik für die Gruppe

3.1 Der Bibeltext

Zum Anfang ist es hilfreich den Inhalt des ersten Verses kurz zu erzählen und mit Worten bildlich auszumalen.

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  • Autor / Autorin: Sem Dietterle
  • © Deutscher EC-Verband