Gott rettet anders als gedachtGott rettet anders als gedacht

Einheit: Gott rettet anders als gedacht

Verband: EJW - evangelisches Jugendwerk in Württemberg
Zeitbedarf: 30-60 Min. (Vorbereitung: 10-20 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Kinder, Kinder (7-11 Jahre), Kinder/ Pre-Teens (10-13 Jahre)
Einsatzgebiet: Gruppenstunde
Redaktion: Jungscharleiter
Bibelstelle: Jona 1,1-16
Jona 1,1-1,16

1

Jonas Flucht vor Gott

1Es geschah das Wort des Herrn zu Jona, dem Sohn Amittais: 2Mache dich auf und geh in die große Stadt Ninive und predige wider sie; denn ihre Bosheit ist vor mich gekommen.

3Aber Jona machte sich auf und wollte vor dem Herrn nach Tarsis fliehen und kam hinab nach Jafo. Und als er ein Schiff fand, das nach Tarsis fahren wollte, gab er Fährgeld und trat hinein, um mit ihnen nach Tarsis zu fahren, weit weg vom Herrn.

4Da ließ der Herr einen großen Wind aufs Meer kommen, und es erhob sich ein großes Ungewitter auf dem Meer, dass man meinte, das Schiff würde zerbrechen. 5Und die Schiffsleute fürchteten sich und schrien, ein jeder zu seinem Gott, und warfen die Ladung, die im Schiff war, ins Meer, dass es leichter würde.

Aber Jona war hinunter in das Schiff gestiegen, lag und schlief. 6Da trat zu ihm der Schiffsherr und sprach zu ihm: Was schläfst du? Steh auf, rufe deinen Gott an! Vielleicht wird dieser Gott an uns gedenken, dass wir nicht verderben. 7Und einer sprach zum andern: Kommt, wir wollen losen, dass wir erfahren, um wessentwillen es uns so übel geht. Und als sie losten, traf’s Jona. 8Da sprachen sie zu ihm: Sage uns, um wessentwillen es uns so übel geht? Was ist dein Gewerbe, und wo kommst du her? Aus welchem Lande bist du, und von welchem Volk bist du? 9Er sprach zu ihnen: Ich bin ein Hebräer und fürchte den Herrn, den Gott des Himmels, der das Meer und das Trockene gemacht hat.

10Da fürchteten sich die Leute sehr und sprachen zu ihm: Was hast du da getan? Denn sie wussten, dass er vor dem Herrn floh; denn er hatte es ihnen gesagt. 11Da sprachen sie zu ihm: Was sollen wir denn mit dir tun, dass das Meer stille werde und von uns ablasse? Denn das Meer ging immer ungestümer. 12Er sprach zu ihnen: Nehmt mich und werft mich ins Meer, so wird das Meer still werden und von euch ablassen. Denn ich weiß, dass um meinetwillen dies große Ungewitter über euch gekommen ist.

13Doch die Leute ruderten, dass sie wieder ans Land kämen; aber sie konnten nicht, denn das Meer ging immer ungestümer gegen sie an. 14Da riefen sie zu dem Herrn und sprachen: Ach, Herr, lass uns nicht verderben um des Lebens dieses Mannes willen und rechne uns nicht unschuldiges Blut zu; denn du, Herr, tust, wie dir’s gefällt.

15Und sie nahmen Jona und warfen ihn ins Meer. Da wurde das Meer still und ließ ab von seinem Wüten. 16Und die Leute fürchteten den Herrn sehr und brachten dem Herrn Opfer dar und taten Gelübde.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Mit Kindern über die Geschichte von Jona nachdenken: Sieht Gott mich? Ist Gott für mich da? Wie reagiert er, wenn ich Dinge mache, die nicht gut sind?


Vorschau:

Zielgedanke
Gott ist auch mit mir geduldig, so wie er es mit Jona war, der vor einem Auftrag fliehen wollte und den Gott aber auf seine Weise zurückholte.

Vorüberlegungen für Mitarbeitende
Jona ist ein Prophet und so gehörte es für ihn dazu, Gottes Botschaften den Menschen zu verkünden. Gegen den Auftrag nach Ninive zu gehen, wehrt er sich aber vehement. Er soll zu den feindlichen Assyrern gehen und sie vor Gottes Gericht warnen und sie zur Umkehr bringen. Um sich diesem Auftrag zu entziehen, macht er sich in die entgegengesetzte Richtung auf den Weg. Er kommt auf ein Handelsschiff mit Menschen aus den unterschiedlichsten Nationalitäten. Gott schickt einen Sturm, um Jonas Flucht aufzuhalten. Daraufhin wirft man an Bord das Los, um den Schuldigen zu ermitteln bzw. ein Gottesurteil zu erfahren, was damals eine übliche Vorgehensweise war. Jona bekennt auch sofort seine Schuld. Die Matrosen sind beeindruckt von Gottes Macht und preisen ihn. Zuerst wollen sie Jona nicht opfern, aber sehen dann ein, dass es so sein muss. Gott schickt Jona einen Fisch, der ihn nach Ninive bringt.

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  • Autor / Autorin: Claudia Englert
  • © EJW - evangelisches Jugendwerk in Württemberg