Gott spricht: Verheißung und Warnung zugleichGott spricht: Verheißung und Warnung zugleich

Einheit: Gott spricht: Verheißung und Warnung zugleich

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 60-90 Min. (Vorbereitung: 10-20 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Junge Erwachsene (18+), Studenten
Einsatzgebiete: Freizeiten, Gruppenstunde, Predigtvorbereitung
Redaktion: echt.
Benötigte Materialien: 1 weißes Papier (pro Teilnehmer), 1 Stift(e) (pro Teilnehmer), Textmarker (in 2 Farben; für jeden Teilnehmer ein Paar), kopierter Bibeltext (in DIN A4)
Bibelstelle: 2. Chronik 7,11-22
2. Chronik 7,11-7,22

11So vollendete Salomo das Haus des Herrn und das Haus des Königs. Und es gelang ihm, alles, was ihm in den Sinn gekommen war, am Hause des Herrn und an seinem Hause auszuführen.

Gottes Antwort auf Salomos Gebet

(vgl. 1. Kön 9,1-9)

12Und der Herr erschien Salomo des Nachts und sprach zu ihm: Ich habe dein Gebet erhört und diese Stätte mir zum Opferhaus erwählt. 13Siehe, wenn ich den Himmel verschließe, dass es nicht regnet, oder die Heuschrecken das Land fressen oder eine Pest unter mein Volk kommen lasse 14und dann mein Volk, über das mein Name genannt ist, sich demütigt, dass sie beten und mein Angesicht suchen und sich von ihren bösen Wegen bekehren, so will ich vom Himmel her hören und ihre Sünde vergeben und ihr Land heilen. 15So sollen nun meine Augen offen sein und meine Ohren aufmerken auf das Gebet an dieser Stätte. 16So habe ich nun dies Haus erwählt und geheiligt, dass mein Name dort sein soll ewiglich, und meine Augen und mein Herz sollen dort sein allezeit. 17Und wenn du vor mir wandelst, wie dein Vater David gewandelt ist, dass du alles tust, was ich dich heiße, und meine Gebote und Rechte hältst, 18so will ich den Thron deines Königtums bestätigen, wie ich mich deinem Vater David verbunden habe und gesagt: Es soll dir nicht fehlen an einem Mann, der über Israel Herr sei.

19Werdet ihr euch aber abkehren und meine Rechte und Gebote, die ich euch vorgelegt habe, verlassen und hingehen und andern Göttern dienen und sie anbeten, 20so werde ich Israel ausreißen aus meinem Lande, das ich ihnen gegeben habe, und dies Haus, das ich meinem Namen geheiligt habe, werde ich von meinem Angesicht verwerfen und werde es zum Sprichwort machen und zum Spott unter allen Völkern. 21Und vor diesem Hause, das so hoch erhoben wurde, werden sich entsetzen alle, die vorübergehen, und sagen: Warum ist der Herr mit diesem Lande und mit diesem Hause so verfahren? 22Und man wird sagen: Weil sie den Herrn, den Gott ihrer Väter, verlassen haben, der sie aus Ägyptenland geführt hat, und sie sich an andere Götter gehängt und sie angebetet und ihnen gedient haben, darum hat er all dies Unheil über sie gebracht.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Philipp Steinbacher erklärt zunächst den Text und ordnet ihn in den historischen Kontext ein. Er stellt heraus, dass Texte der Warnung Gottes an das Volk Israel in alttestamentlicher Zeit auch Bedeutung für Christen im Europa des 21. Jahrhunderts haben: Wir erkennen durch sie die Heiligkeit Gottes und seinen Anspruch an uns. Ein Methodenteil mit vielfältigen Fragen und Möglichkeiten beschließt die Bibelarbeit.


Vorschau:

1. Erklärung zum Text:

Verse 11+12: Die Vorgeschichte. Die Chronik-Bücher haben ein großes Interesse am Tempel. Schon unter David (1. Chr 17ff) wird intensiv über den Tempelbau gesprochen, der dann von Salomo in Angriff genommen wird. 2. Chronik 5-7 schildert die Einweihung des Tempels und Salomos Dankgebet. Der vorliegende Text enthält das daran anschließende Gespräch Gottes mit Salomo.

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2. Bedeutung für den heutigen Hörer

Gott redet. Unser Abschnitt ist – abgesehen vom Einleitungsvers – ein Monolog Gottes. Er gibt Anweisungen. Er kündigt Salomo an, was passieren wird, wenn er oder das Volk sich von ihm abwenden. Wie gehen wir heute mit solchen Warnungen und Gerichtsreden um? Gelten sie uns? Oder hat sich das durch Jesus alles erledigt? Dürfen wir solch einem Text der Bibel vielleicht sogar widersprechen?

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3. Methodik für die Gruppe

3.1 Der Text wird erschlossen

Folgende zwei Methoden möchte ich gerne für das gemeinsame Erarbeiten des Textes vorschlagen. Sie können entweder nacheinander oder einzeln durchgeführt werden, je nachdem, wie viel Zeit euch zur Verfügung steht.

Hör zu!

Für diese Methode ist es wichtig, dass jede/r Teilnehmende einen Zettel und einen Stift vorliegen hat. Auf dem Zettel sollen die folgenden Fragen notiert werden:

Jetzt liest der Gruppenleiter den Bibeltext vor. Wichtig: Die anderen hören zu, haben den Text aber nicht vor sich liegen. Danach dürfen Notizen zu den genannten Fragen gemacht werden.

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  • Autor / Autorin: Philipp Steinbacher
  • © Spiel "Slant": Born-Verlag, Kassel