Gottes großes Upcycling

Einheit | Andacht
Einheit | Andacht

Gottes großes Upcycling

Enthalten in:
Materialart: Andacht
Zielgruppen: Jugendliche, Mitarbeitende
Einsatzgebiet: Gruppenstunde
Verband: Praxisverlag buch+musik bm gGmbH
Redaktion: Jugendgottesdienstmaterial
Zeitbedarf: - Min.
Bibelstelle: Offenbarung 21,5 anzeigen
Bibelstelle
Offenbarung 21,5

5Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu! Und er spricht: Schreibe, denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiss!

Lutherbibel 2017, © Deutsche Bibelgesellschaft

Anhänge:
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Ideen für eine Gruppenstunde für Jungscharen oder Konfirmanden

Baustein und Andacht

Ziel

Ziel des Bausteins und der Andacht ist nicht weniger, als die Kinder/Jugendlichen mithilfe der Jahreslosung mit in die große und starke Hoffnungsperspektive des christlichen Glaubens hineinzunehmen. Dieses Mithineinnehmen geschieht praktisch dadurch, dass die Kinder/Jugendlichen kreativ das Thema „Aus Alt mach Neu“ bzw. Upcycling umsetzen, und in der anschließenden Andacht immer wieder ihre Überlegungen einbringen dürfen und sollen.

Vorbereitung

  • Je nachdem, welche Aus-Alt-mach-Neu-Ideen praktisch umgesetzt werden sollen, muss das entsprechende Material vorher gesammelt oder von den Kindern mitgebracht werden, z. B. Klopapierrollen, alte Schuhe, Konservendosen, Plastikflaschen usw.
  • Darüber hinaus müssen Farben, Klebstoff und andere Materialien
  • besorgt und bereitgestellt werden.
  • Ich persönlich mag Ideen, die mit wenig Aufwand einen Aha-Effekt erzielen bzw. die einen praktischen oder ökologischen Nutzen haben. Solche habe ich (aus dem Internet) zusammengestellt, wo sie leicht im Detail nachzu­lesen sind. (Weniger schlägt mein Herz für reine Deko-Artikel; oft werden dazu viele weitere Materialen benötigt, wodurch das „Upcycling“ nicht sehr ressourcenschonend ausfällt.)
  • Es ist zu entscheiden, ob man gemeinsam eine Aus-Alt-mach-Neu-Idee umsetzt (Vorteil: Weniger Aufwand) oder ob man den Kindern/Jugendlichen eine Auswahl bzw. mehrere Stationen bietet (Vorteil: Individuelle Präferenzen werden ernstgenommen). Ein Kriterium dafür ist die zur Verfügung stehende Zeit sowie die Anzahl der Teilnehmenden.
  • Man kann den Kindern/Jugendlichen anbieten, sowohl in Einzel- als auch in Partner- und Gruppenarbeit ein Upcycling-Projekt durchzuführen.
  • Je nach (Kirchen-)Jahreszeit liegt die eine oder andere Idee näher (z. B. Indoor/Outdoor).

Aus-Alt-mach-Neu-Ideen (Upcycling)

  1. Plastik-Flaschen-Blumentöpfe
    Gebrauchte PET-Falschen aufschneiden, (lustig) anmalen (mit Acrylfarbe, Schwamm und Pinsel), mit Erde befüllen und bepflanzen (Löcher im Boden nicht vergessen, damit überschüssiges Wasser abfließen kann).
  2. Konserven-Insekten-Dosen
    Gebrauchte Blechdosen ohne Deckel mit buntem Wollfaden umwickeln und verzieren (z. B. schwarz-gelb wie eine Biene), Augen aufkleben, Wollfadenbeine anknoten usw. Einen Draht zum Aufhängen an einem Baum befestigen und Dose mit (Natur-)Material befüllen: Kieferzapfen, Stroh, dünne Zweige, Bambusstäbe, Holzwolle etc. Das „Insektenhotel“ im Garten oder auf dem Balkon aufhängen.
  3. Papprollen-Stifte-Halter
    Papprollen in unterschiedlich lange Stücke schneiden, bemalen und auf eine stabilere Unterlage (z. B. dicke Pappe oder dünnes Holz) kleben – evtl. thematisch: Papprollenhochhäuser auf einer mit Straßen bemalten Unterlage oder Papprollen­bäume auf einer mit Wiese und einem Fluss bemalten Unterlage.
  4. Klopapierrollen-Murmelbahn
    Klo- oder Küchenpapierrollen an eine stabile Pappe oder Holzwand kleben, so dass eine Murmel oder ein Tischtennisball von einer Rolle in die nächste rollen kann. Damit man den Ball besser sieht, in die Papprollen Sichtfenster schneiden. Nach Belieben anmalen. Je länger die Bahn, desto spannender. Evtl. kann man in einem Gebäude die Rollen auch (vorübergehend) an ein Treppengeländer, Wände usw. kleben.
  5. Dosen-Laterne
    Gebrauchte Blechdose ohne Deckel mit dickem Nagel und Hammer durchlöchern – 2 Löcher am oberen Rand für den Draht zum Aufhängen nicht vergessen. Tipp: Wenn die Dose vorher mit Wasser gefüllt und zu Eis gefroren wurde, verformt sie sich beim Löcher-Hämmern nicht; eine Alternative könnte Sand sein. Nach Belieben (z. B. mit Acrylfarben) bemalen, Teelicht rein(kleben) und an einen Stock zum Tragen oder woanders aufhängen.

Weitere coole Ideen

(die Anleitung bitte im Internet recherchieren)

  • T-Shirt-Einkaufsbeutel
  • Tetrapack-Portemonnaie
  • Altpapier-Korb

Andacht

„Aus Alt mach Neu“. Unter diesem Motto haben wir einige Sachen „upgecycelt“, umgearbeitet, neu gemacht. Toll, wie fleißig und kreativ ihr dabei wart! Es gibt noch einen anderen Spruch, der so ähnlich klingt wie „aus Alt mach Neu“. Nämlich: „Aufgepasst, ich mache alles neu!“ Hm, ob das ein Werbespruch, ein Werbeslogan ist? Und wenn ja, von wem? Was meint ihr: Von wem könnte dieser Spruch stammen? (Antworten unkommentiert sammeln.)

„Aufgepasst“, oder wörtlicher „Siehe, ich mache alles neu!“ – dieser Spruch stammt nicht von dem Chef einer Firma, die alte Häuser renoviert. Oder von einem Recyclingunternehmen, das Müll wiederverwertet und das aus altem Papier neues macht, aus altem Glas neues, aus altem Plastik neues. Nein, dieser Satz stammt von Gott höchstpersönlich! „Siehe, aufgepasst, ich mache alles neu!“ Das verspricht Gott uns. Übrigens ist das auch das Motto für dieses Jahr, die sogenannte „Jahreslosung“ für 2026. Aber was meint Gott damit, dass er alles neu macht? Habt ihr eine Idee, was unser Schöpfer alles erneuern will? (Antworten unkommentiert sammeln.)

Wisst ihr was, ich vermute mit „alles“ meint Gott auch wirklich alles! Er will und er wird absolut alles neu machen. Nämlich diese ganze Welt. Den Himmel und die Erde. Das komplette Universum. Und das bedeutet: Auch mich und dich! – Nanu! Mich und dich erneuern? Wieso denn das? „Ich bin doch noch gar nicht so alt“, denkst du vielleicht. Ich bin doch erst 12, 13 oder 14 Jahre alt. Ich brauche doch noch keine Erneuerung, kein Upgrade, keine Überarbeitung. Hm, was könnte Gott also meinen, wenn er sagt: „Ich mache auch dich neu!“ Habt ihr da Ideen? (Antworten unkommentiert sammeln.)

Warum will Gott uns erneuern? Ich behaupte: Weil wir alt sind! Ich sowieso. Aber ihr auch. Ja, ich behaupte, dass ihr sogar genauso alt seid wie ich! Denn mit „alt“ meine ich nicht einfach die Anzahl an Lebensjahren – da bin ich natürlich (ein wenig) älter als ihr. Sondern dass wir, ihr und ich, alt sind, bedeutet: Unser Körper ist vergänglich. Keiner von uns ist unzerstörbar. Jede und jeder von uns kann krank werden. Wir sind verletzlich. Und irgendwann wird jede und jeder von uns sterben. Das meint „alt“. Das ist nicht schön, aber so ist es.

Doch nicht nur unser Körper ist alt, sondern auch unser Herz. Und wieder meine ich hier nicht das Alter in Jahren. Sondern unser Herz ist alt, weil es zum Beispiel immer noch Angst kriegen kann. Weil es immer noch schwer werden kann, wenn wir keinen Sinn im Leben sehen, wenn alles einfach blöd ist oder wenn uns ein Streit zu schaffen macht. Versteht ihr, was ich meine? Fallen euch noch andere Beispiele ein, die zeigen, dass wir alle, Kinder, Jugendliche und Erwachsene, in diesem Sinn „alt“ sind? (Antworten unkommentiert sammeln.)

„Siehe, aufgepasst, ich mache alles neu!“ – Wisst ihr, warum ich dieses Versprechen von Gott, unserem himmlischen Vater, liebe und es total genial finde? Weil er uns damit verspricht: „Eines Tages mache ich euer Herz neu. Da wirst du dann keine Angst mehr haben. Nichts wird dich mehr bedrücken, was dir jetzt manchmal noch wie schweres Blei auf der Seele lastet. Du wirst nie mehr traurig sein. Ich, Gott, werde jede Träne von deinen Augen abwischen, die du jetzt noch weinst. Und deinen Körper mache ich auch neu. Du wirst nie mehr krank werden. Nichts wird dir mehr wehtun. Und nichts wird dich mehr einschränken: Keine Allergie, keine Unverträglichkeit, keine Fehlbildung und keine Schmerzen. Und auch alles andere, was jetzt noch negativ ist, schlecht, böse oder ungerecht, wird aus und vorbei sein. Kein Krieg, kein Streit, kein Hass, keine Klimakrise und keine Katastrophen mehr. Nur noch Frieden und Freude und Liebe und Schönheit wird sein! Denn siehe, aufgepasst, ich mache alles, alles neu.“

Merkt ihr, was für ein gigantisch großes Versprechen die Jahreslosung ist? Hammer! Nur: Wann wird es so weit sein? Wann erfüllt unser Gott denn endlich sein Versprechen? Was denkt ihr? (Antworten unkommentiert sammeln.)

Ja, noch brauchen wir eine ganze Menge Geduld! Wir wissen nicht, wann der Tag kommt, an dem unser Schöpfer alles neu schafft und bis dahin brauchen wir Geduld. Aber, aufgepasst: Immer wieder gibt es Zeichen dafür, dass Gott schon angefangen hat, alles neu zu machen! Wenn wir genau hinschauen, dann können wir entdecken und erleben, dass er schon dabei ist, alles zu verwandeln. Auch mich und dich!

Spürst du manchmal, dass Jesus dich liebt und dir vergibt, auch wenn du etwas Blödes gemacht hast? Kennst du das gute Gefühl tief in dir, dass Gott dein Leben in seiner Hand hält und irgendwie alles gut machen wird – selbst wenn es aktuell nicht danach aussieht? Hast du dich schon einmal gefreut, wenn Menschen sich versöhnen und sich um Verzeihung bitten? Hast du schon einmal gespürt, wie gut es tut, anderen zu helfen? All diese positiven Dinge und noch vieles mehr ist ein Vorgeschmack auf das Neue, das Gott am Ende schaffen wird! Ja, wir ­brauchen noch Geduld, bis Gott alles komplett neu macht. Aber bis dahin gibt uns die Jahreslosung schon jetzt eine ordentliche Portion Hoffnungsenergie!

Noch eine knifflige Frage zum Abschluss: Was ist der Unterschied zwischen Recycling und Upcycling? Weiß das jemand von Euch? (Antworten unkommentiert sammeln.)

Die richtige Antwort lautet: Recycling bedeutet Wiederverwertung. Etwas, z. B. Glas oder Papier oder Metall, wird noch einmal benutzt. Aber es bleibt Glas, Papier oder Metall. Upcycling bedeutet Aufwertung oder Hochverwerten. Und das meint: Etwas wird verarbeitet und zu etwas anderem, etwas Besserem gemacht. So wie … (hier Beispiele der Aus-Alt-mach-Neu-Aktion nennen)! Und jetzt sagt ihr mir: Ist unser Gott ein Recycler oder ein Upcycler? (Antworten sammeln und ggf. nach Begründungen fragen.)

Ich sehe das (auch) so: Unser Gott ist eindeutig ein Upcycler! Denn Gott verwertet uns nicht wieder, sondern er macht alles komplett neu! Wenn er beginnt, mich und dich zu erneuern, dann verändert er uns: Er macht uns jetzt schon zu Menschen mit einer großen, starken Hoffnung, die bis in den Himmel reicht. Und wenn am Ende sein großer Tag kommt, dann holt er uns zu sich und verwandelt uns komplett. Dann sind wir nigelnagelneu und nichts Altes ist mehr übrig. Dann wird nichts mehr unsere Freude trüben, sondern wir werden für immer bei ihm sein: Glücklich und geheilt. Darum liebe ich die Jahreslosung und finde Gottes Versprechen total genial: „Siehe, aufgepasst, ich mache alles neu!“

  • Autor / Autorin: Christian Lehmann
  • © Dieser Beitrag stammt aus dem Buch/E-Book "Alles neu" zur Jahreslosung 2026 - © 2025 Praxisverlag buch+musik bm gGmbH, Stuttgart - mehr Infos unter www.praxisverlag-bm.de/jugendgottesdienstmaterial
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