„Gottes Heilshandeln“ – neu starten„Gottes Heilshandeln“ – neu starten

Einheit: „Gottes Heilshandeln“ – neu starten

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 90 Min. (Vorbereitung: 60-90 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Teens (12-16 Jahre)
Einsatzgebiet: Gruppenstunde
Redaktion: TEC:
Benötigtes Material: Dekomaterial
Bibelstelle: 1. Mose 8,15-9,13

Über die Zeiten hinweg hat Gott immer wieder mit Menschen neu angefangen und damit seine Geschichte des Heils inmitten der Zeitgeschichte geschrieben. Durch seine Zuwendung können Menschen in Kontakt mit ihm kommen, Beziehung mit ihm leben und nach seinen Werten ihr Leben gestalten. Durch den Blick auf die einzelnen Stationen und die Abfolge von Gottes Handeln wird deutlich, wie er zielgerichtet Interesse daran hat, dass Menschen bis zum Ende zu ihm finden. Es lässt eine Standortbestimmung des Einzelnen zu und hilft zu verstehen, was Gottes Treue bedeutet.


Vorschau:

1. Erklärungen zu Gottes „Neuanfängen“ – Neu anfangen … von Zeit zu Zeit …

Einstieg/Vorbemerkungen

Wie schön wäre das denn … einfach neu anzufangen. In vermurksten Situationen, verfahrenen Beziehungen, verpatzten Klausuren. Und bei Gott?

Wenn wir die Bibel durchblättern fällt auf: Gott hat uns Menschen trotz unserer Untreue nie aufgegeben und dabei immer wieder dafür gesorgt, dass wir mit ihm neu anfangen können. Wie ein roter Faden zieht sich Gottes Heilsgeschichte durch die Bibel. Heilsgeschichte zeigt sich dabei als ein zusammenhängendes Handeln Gottes: er hat einen Plan, er greift in die Weltgeschichte ein, er lenkt alles fokussiert auf das Ziel am Ende, dass alle(s) wieder mit ihm vereint ist. Und dabei hat er immer das Heil des Menschen im Blick. Manchmal beginnt er mit einzelnen Menschen, manchmal wie im Fall des Volkes Israel mit einer ganzen Nation. Besonders wichtig sind die Stellen, an denen er mit Menschen einen Bund schließt und damit den Neuanfang bekräftigt. Bünde waren in der damaligen Umwelt gängig, um Verträge zwischen Völkern, dem König und seinem Volk, aber auch zwischen Göttern und Völkern zu schließen. Die Besonderheit der biblischen Bünde zeigt sich darin, dass hier Gott selbst die Initiative ergreift (oder ergreifen muss) und das Vertragswerk zwischen zwei ungleichen Partnern erfolgt. Gott garantiert dabei die Einhaltung.

Konkrete Stationen leiten uns hier durch die Bibel, die wir uns näher ansehen:

Neuanfänge sind gut. Dabei hätte am Anfang schon alles zu Ende sein können. Adam und Eva lassen Zweifel aufkommen an Gottes absolut guter Absicht dem Menschen gegenüber (1. Mose 3). Das bleibt nicht folgenlos. Gott verweist sie aus dem Garten Eden. Doch er zeigt schon hier, wie er darin gnädig handelt und neu anfängt: er schützt sie durch Kleidung (ein Novum damals; 1. Mose 3,21). Doch Gott ist gleich ein paar Kapitel später in größerem Ausmaß herausgefordert. Scheinbar haben sich alle Menschen abgewandt und leben nach eigenen Vorstellungen vor sich hin: Gott musste eingreifen.

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  • Autor / Autorin: Joachim Klein
  • © Deutscher EC-Verband