„Gottes Heilshandeln“ – neu starten„Gottes Heilshandeln“ – neu starten

Einheit: „Gottes Heilshandeln“ – neu starten

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 90 Min. (Vorbereitung: 60-90 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Junge Erwachsene (18+), Teens (12-16 Jahre)
Einsatzgebiet: Gruppenstunde
Redaktion: TEC:
Benötigtes Material: Dekomaterial
Bibelstelle: 1. Mose 8,15-9,13
1. Mose 8,15-9,13

15Da redete Gott mit Noah und sprach: 16Geh aus der Arche, du und deine Frau, deine Söhne und die Frauen deiner Söhne mit dir. 17Alles Getier, das bei dir ist, von allem Fleisch, an Vögeln, an Vieh und allem Gewürm, das auf Erden kriecht, das lass mit dir herausgehen, dass sie sich regen auf Erden und fruchtbar seien und sich mehren auf Erden. 18So ging Noah heraus mit seinen Söhnen und mit seiner Frau und den Frauen seiner Söhne, 19dazu alles wilde Getier, alles Vieh, alle Vögel und alles Gewürm, das auf Erden kriecht; das ging aus der Arche, ein jedes mit seinesgleichen.

20Noah aber baute dem Herrn einen Altar und nahm von allem reinen Vieh und von allen reinen Vögeln und opferte Brandopfer auf dem Altar. 21Und der Herr roch den lieblichen Geruch und sprach in seinem Herzen: Ich will hinfort nicht mehr die Erde verfluchen um der Menschen willen; denn das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens ist böse von Jugend auf. Und ich will hinfort nicht mehr schlagen alles, was da lebt, wie ich getan habe. 22Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.

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Gottes Bund mit Noah

1Und Gott segnete Noah und seine Söhne und sprach: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde. 2Furcht und Schrecken vor euch sei über allen Tieren auf Erden und über allen Vögeln unter dem Himmel, über allem, was auf dem Erdboden wimmelt, und über allen Fischen im Meer; in eure Hände seien sie gegeben. 3Alles, was sich regt und lebt, das sei eure Speise; wie das grüne Kraut habe ich’s euch alles gegeben. 4Allein das Fleisch mit seinem Leben, seinem Blut, esst nicht! 5Euer eigenes Blut jedoch will ich einfordern. Von jedem Tier will ich es einfordern. Und das Leben des Menschen will ich einfordern von einem jeden anderen Menschen. 6Wer Menschenblut vergießt, dessen Blut soll um des Menschen willen vergossen werden; denn Gott hat den Menschen zu seinem Bilde gemacht. 7Seid fruchtbar und mehret euch und reget euch auf Erden, dass euer viel darauf werden.

8Und Gott sagte zu Noah und seinen Söhnen mit ihm: 9Siehe, ich richte mit euch einen Bund auf und mit euren Nachkommen 10und mit allem lebendigen Getier bei euch, an Vögeln, an Vieh und an allen Tieren auf Erden bei euch, von allem, was aus der Arche gegangen ist, was für Tiere es sind auf Erden. 11Und ich richte meinen Bund so mit euch auf, dass hinfort nicht mehr alles Fleisch ausgerottet werden soll durch die Wasser der Sintflut und hinfort keine Sintflut mehr kommen soll, die die Erde verderbe.

12Und Gott sprach: Das ist das Zeichen des Bundes, den ich geschlossen habe zwischen mir und euch und allem lebendigen Getier bei euch auf ewig: 13Meinen Bogen habe ich gesetzt in die Wolken; der soll das Zeichen sein des Bundes zwischen mir und der Erde.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Durch seine Zuwendung können Menschen in Kontakt mit ihm kommen, Beziehung mit ihm leben und nach seinen Werten ihr Leben gestalten.


Vorschau:

Wie schön wäre das denn … einfach neu anzufangen. In vermurksten Situationen, verfahrenen Beziehungen, verpatzten Klausuren. Und bei Gott?

Wenn wir die Bibel durchblättern fällt auf: Gott hat uns Menschen trotz unserer Untreue nie aufgegeben und dabei immer wieder dafür gesorgt, dass wir mit ihm neu anfangen können. Wie ein roter Faden zieht sich Gottes Heilsgeschichte durch die Bibel. Heilsgeschichte zeigt sich dabei als ein zusammenhängendes Handeln Gottes: er hat einen Plan, er greift in die Weltgeschichte ein, er lenkt alles fokussiert auf das Ziel am Ende, dass alle(s) wieder mit ihm vereint ist. Und dabei hat er immer das Heil des Menschen im Blick. Manchmal beginnt er mit einzelnen Menschen, manchmal wie im Fall des Volkes Israel mit einer ganzen Nation. Besonders wichtig sind die Stellen, an denen er mit Menschen einen Bund schließt und damit den Neuanfang bekräftigt. Bünde waren in der damaligen Umwelt gängig, um Verträge zwischen Völkern, dem König und seinem Volk, aber auch zwischen Göttern und Völkern zu schließen. Die Besonderheit der biblischen Bünde zeigt sich darin, dass hier Gott selbst die Initiative ergreift (oder ergreifen muss) und das Vertragswerk zwischen zwei ungleichen Partnern erfolgt. Gott garantiert dabei die Einhaltung.

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  • Autor / Autorin: Joachim Klein
  • © Deutscher EC-Verband