Gottes Stimme hören / Wie redet Gott?Gottes Stimme hören / Wie redet Gott?

Einheit: Gottes Stimme hören / Wie redet Gott?

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 90-120 Min. (Vorbereitung: 20-30 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Teens (12-16 Jahre)
Einsatzgebiet: Gruppenstunde
Redaktion: TEC:
Benötigte Materialien: 1 Laptop, 1 Bluetooth - Lautsprecher, 1 Beamer, 1 Flipchart
Bibelstelle: 1. Samuel 3,1-3,11
1. Samuel 3,1-3,11

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Samuels Berufung

1Und zu der Zeit, als der Knabe Samuel dem Herrn diente unter Eli, war des Herrn Wort selten, und es gab kaum noch Offenbarung. 2Und es begab sich zur selben Zeit, dass Eli lag an seinem Ort, und seine Augen fingen an, schwach zu werden, sodass er nicht mehr sehen konnte. 3Die Lampe Gottes war noch nicht verloschen. Und Samuel hatte sich gelegt im Tempel des Herrn, wo die Lade Gottes war.

4Und der Herr rief Samuel. Er aber antwortete: Siehe, hier bin ich!, 5und lief zu Eli und sprach: Siehe, hier bin ich! Du hast mich gerufen. Er aber sprach: Ich habe nicht gerufen; geh wieder hin und lege dich schlafen. Und er ging hin und legte sich schlafen. 6Der Herr rief abermals: Samuel! Und Samuel stand auf und ging zu Eli und sprach: Siehe, hier bin ich! Du hast mich gerufen. Er aber sprach: Ich habe nicht gerufen, mein Sohn; geh wieder hin und lege dich schlafen. 7Aber Samuel kannte den Herrn noch nicht, und des Herrn Wort war ihm noch nicht offenbart. 8Und der Herr rief Samuel wieder, zum dritten Mal. Und er stand auf und ging zu Eli und sprach: Siehe, hier bin ich! Du hast mich gerufen. Da merkte Eli, dass der Herr den Knaben rief. 9Und Eli sprach zu Samuel: Geh wieder hin und lege dich schlafen; und wenn du gerufen wirst, so sprich: Rede, Herr, denn dein Knecht hört. Samuel ging hin und legte sich an seinen Ort.

10Da kam der Herr und trat herzu und rief wie vorher: Samuel, Samuel! Und Samuel sprach: Rede, denn dein Knecht hört. 11Und der Herr sprach zu Samuel: Siehe, ich werde etwas tun in Israel, dass jedem, der davon hört, beide Ohren gellen.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Jesus redet auch heute. Durch die Bibel, das Gewissen, die Umstände, andere Menschen oder innere Bilder. Wie kann ich das Hören einüben? Wie kann ich das Gehörte überprüfen?


Vorschau:

1. Vorbemerkungen

Beten – kenne ich. Da sage ich Gott meine ganzen Sachen. Na klar, ich bete auch für andere. Beten ist häufig eben  – reden. Gott mein Herz ausschütten. Das ist richtig gut.

Und dennoch ist es eine Beziehung, die wir mit Jesus haben. Was für eine komische Beziehung, in der nur der eine redet … Es ist wichtig, den redenden Gott zu entdecken – für mich selbst und meine Beziehung zu ihm. Lasst uns die Jugendlichen dazu anleiten, mit dem redenden Gott zu rechnen. Damit sie und wir in einer lebendigen Beziehung mit dem lebendigen Jesus sein können.

2. Zielgedanke

Jesus redet, damals und heute. Wir können und sollen lernen, unsere Ohren, Herzen und Hirne zu spitzen und zu hören.

3. EinfĂĽhrung

Die Bibel ist voll vom Reden Gottes. Sehr direkt oder ganz leise. Samuel kennt es noch nicht. Er denkt erst ganz im menschlichen Kontext. Aber Eli kann ihm helfen, mit Gottes Reden zu rechnen (auch wenn er selbst ein bisschen braucht, um es zu verstehen … wie tröstlich für uns). Der wichtige Satz in diesem Abschnitt: „Rede Herr, dein Knecht hört“, also die Bereitschaft Samuels, auf Gott zu hören.

Jesus sagt, dass seine Leute seine Stimme erkennen (Wann gehört man eigentlich zu seinen Leuten, seiner Herde?). Luther spitzte zu, dass „ein Kind von sieben Jahren weiß, was die Kirche ist, nämlich die Herde des guten Hirten, die seine Stimme hört“. Jesus macht klar: „Ich rede. Und du wirst erkennen, dass ich es bin.“

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  • Autor / Autorin: Björn Knublauch
  • © Deutscher EC-Verband

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