GroßherzigkeitGroßherzigkeit

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Einheit: Großherzigkeit

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 45-55 Min. (Vorbereitung: 40-50 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Kinder (7-11 Jahre), Kinder/ Pre-Teens (10-13 Jahre)
Einsatzgebiete: Freizeiten, Gruppenstunde
Redaktion: JUMAT
Benötigte Materialien: Süßigkeit(en) (oder andere Überraschung), Papier, Stift(e), Gewand (oder Tuch), evtl. Rollstuhl
Bibelstelle: 2. Samuel 9,1-13
2. Samuel 9,1-9,13

9

David und Mefi-Boschet

1Und David sprach: Ist noch jemand übrig geblieben von dem Hause Sauls, dass ich Barmherzigkeit an ihm tue um Jonatans willen? 2Es war aber ein Knecht vom Hause Sauls, der hieß Ziba; den riefen sie zu David. Und der König sprach zu ihm: Bist du Ziba? Er sprach: Ja, dein Knecht. 3Der König sprach: Ist da noch jemand vom Hause Sauls, dass ich Gottes Barmherzigkeit an ihm tue? Ziba sprach zum König: Es ist noch ein Sohn Jonatans da, lahm an den Füßen. 4Der König sprach zu ihm: Wo ist er? Ziba sprach zum König: Siehe, er ist in Lo-Dabar im Hause Machirs, des Sohnes Ammiëls.

5Da sandte der König David hin und ließ ihn holen von Lo-Dabar aus dem Hause Machirs, des Sohnes Ammiëls. 6Als nun Mefi-Boschet, der Sohn Jonatans, des Sohnes Sauls, zu David kam, fiel er auf sein Angesicht und huldigte ihm. David aber sprach: Mefi-Boschet! Er sprach: Hier bin ich, dein Knecht. 7David sprach zu ihm: Fürchte dich nicht, denn ich will Barmherzigkeit an dir tun um deines Vaters Jonatan willen und will dir das ganze Ackerland deines Vaters Saul zurückgeben; du aber sollst täglich an meinem Tisch essen. 8Er aber fiel nieder und sprach: Wer bin ich, dein Knecht, dass du dich wendest zu einem toten Hund, wie ich es bin?

9Da rief der König den Ziba, den Knecht Sauls, und sprach zu ihm: Alles, was Saul gehört hat und seinem ganzen Hause, hab ich dem Sohn deines Herrn gegeben. 10So bearbeite ihm nun seinen Acker, du und deine Söhne und deine Knechte, und bring die Ernte ein, damit es das Brot sei des Sohnes deines Herrn und er sich davon nähre; aber Mefi-Boschet, der Sohn deines Herrn, soll täglich an meinem Tisch essen. Ziba aber hatte fünfzehn Söhne und zwanzig Knechte. 11Und Ziba sprach zum König: Ganz so, wie mein Herr, der König, seinem Knechte gebietet, wird dein Knecht tun. Und Mefi-Boschet, sprach David, esse an meinem Tisch wie einer der Königssöhne. 12Und Mefi-Boschet hatte einen kleinen Sohn, der hieß Micha. Und alle, die im Hause Zibas wohnten, dienten Mefi-Boschet. 13Mefi-Boschet aber wohnte in Jerusalem, denn er aß täglich an des Königs Tisch. Und er war lahm an seinen beiden Füßen.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

In einem Rollenspiel erfahren die Kinder, von der Großzügigkeit Davids gegenüber Mefi-Boschet, dem gelähmten Sohn seines Freundes Jonatan, den er an seinem Hof aufnimmt.


Vorschau:

Hallo, ich bin Mefi-Boschet. Ihr dürft mich auch „MB“ nennen. Und falls ihr euch schon fragt, was mit mir los ist, ja, ich bin an den Füßen gelähmt. Aber nicht von Geburt an. Ihr müsst wissen, dass mein Vater und mein Opa im Krieg waren, als ich fünf Jahre alt war. Irgendwann erreichte uns eine Nachricht. Beide waren umgekommen und ich würde sie nie wiedersehen. Das war eine große Sache, denn mein Opa war Saul, der König, und Jonatan mein Vater. Da meine Amme, die auf mich aufpasste, nicht wusste, was uns erwartet und ob auch uns jemand umbringen würde, floh sie mit mir. Leider stolperte sie und ließ mich fallen. Ich bin unglücklich gelandet und seitdem gelähmt. Daher sitze ich hier so anders als ihr. Aber jetzt zu der eigentlichen Geschichte.

Und dann kam etwas Unglaubliches. David erklärte mir, warum ich da war. Ich brauchte keine Angst zu haben. Weil David so gut mit meinem Vater befreundet war, wollte er mir etwas Gutes tun. Damit meine ich etwas wirklich Großartiges. Er hat mir einfach so, ohne vorhersehbaren Grund, das Land von meinem Opa überlassen. Außerdem sollte ich immer an seinem Tisch essen. Das müsst ihr euch mal vorstellen. Wie ein richtiger Königssohn darf ich jetzt an seinem Tisch sitzen. Erst konnte ich das nicht annehmen. Immerhin steht es mir gar nicht zu und Gott hat David als König eingesetzt. Ich bin doch nichts … Alles steht David zu und nicht mir. Aber dann rief David noch Ziba, einen ehemaligen Diener Sauls dazu. Diesem erklärte er, was er mir gerade alles überlassen hat. Und er setzte noch einen oben drauf. David stellte Ziba und seine 15 Söhne und 20 Knechte in meinen Dienst. Sie sollen für mich arbeiten, sodass ich genug zum Leben habe. Immerhin kann ich selbst nichts machen.

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  • Autor / Autorin: Chiara Krüger
  • © Deutscher EC-Verband

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