Gut, dass einer den Überblick hat

Einheit | Erlebnispädagogische Aktivität
Einheit | Erlebnispädagogische Aktivität

Gut, dass einer den Überblick hat

Materialart: Erlebnispädagogische Aktivität
Zielgruppen: Jugendliche, Jugendliche (15-19 Jahre), Konfis, Teens (12-16 Jahre), Mitarbeitende
Einsatzgebiet: Gruppenstunde
Verband: Praxisverlag buch+musik bm gGmbH
Redaktion: Jugendgottesdienstmaterial
Zeitbedarf: - Min.
Bibelstelle: Jesaja 41,10 anzeigen
Bibelstelle
Jesaja 41,10

10fürchte dich nicht, ich bin mit dir; weiche nicht, denn ich bin dein Gott. Ich stärke dich, ich helfe dir auch, ich halte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

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Ein erlebnispädagogischer Baustein für Konfi, Teenkreis oder Jugo

Baustein

Möglicher Einsatz

Dieser Baustein kann in der Konfiarbeit, im Teenkreis oder auch als Element in einem Jugendgottesdienst eingesetzt werden. 
Als Material wird benötigt: eine ausreichende Anzahl an Mausefallen (mind. 20–30) und ein abgegrenzter Bereich, z. B. auch ein Stuhlkreis. Außerdem eine Handvoll Schlafmasken.

Aufbau

Der abgegrenzte Bereich (z. B. Stuhlkreis) wird gebildet. Bei kleinen Gruppen wird der Stuhlkreis durch leere Stühle so erweitert, dass eine angemessen große Aktionsfläche entsteht. Die Leitung verteilt direkt vor der Übung auf der durch den Stuhlkreis begrenzten Fläche gespannte, verkehrtherum gelegte Mausefallen. Wichtiger Sicherheitshinweis: Der gespannte Bügel jeder Mausefalle muss auf dem Fußboden liegen! Es ist notwendig, das Spannen und Aufstellen der Mausefallen vorher gut zu üben. Die Teilnehmenden dürfen die Mausefallen nicht selbst spannen. Wenn beim zügigen Aufbau eine Mausefalle zufällig auslöst, erhöht das die Spannung.

Wichtig ist der Hinweis, dass verkehrtherum liegende Mausefallen keine Verletzungen hervorrufen können, sondern nur hochspringen und erschrecken. Die Leitung kann das mit bloßen Füßen auch selbst demonstrieren. Die Erfahrung ist, dass dadurch keine Spannung verloren geht.

Instruktion zur ersten Übung

„Ihr bekommt eine Aufgabe: Diejenigen, die sich trauen, werden das Spielfeld barfuß und mit einer Augenbinde durchqueren. Dabei dürfen sie von niemandem berührt werden. Ihr startet von eurem Stuhl und müsst den Kreis einmal durchqueren.“

Gespräch mit den Freiwilligen

  • Ihr seht die Mausefallen und kennt euren Auftrag – was könnte passieren?
  • Was hilft euch, mutiger loszugehen?

Durchführung der Übung

Alle überlegen gemeinsam, wie sie den Teilnehmenden durch den Kreis helfen können. In einer ersten Runde ist es erlaubt und erwünscht, dass sehende, führende Personen mit durch den Kreis gehen. Die führenden Personen dürfen jedoch nur durch ihre Stimme die Blinden durch den Kreis lotsen.

Es folgt eine kurze Auswertung: „Wie fühlten sich die blinden Personen? Wie ging es den lotsenden Personen? Was hat geholfen oder gehindert?“ Die Reflexion zielt darauf, deutlich zu machen: Wenn jemand direkt bei mir ist, fällt es mir leicht, durch den Kreis zu gehen.

Es folgt eine zweite Runde unter verschärften Bedingungen: Die Sehenden müssen außerhalb der Aktionsfläche bleiben und müssen von außen mit der Stimme lotsen. Je mehr Teilnehmende und Lotsende es gibt, umso herausfordernder wird es, der richtigen Stimme zu folgen. Außerdem werden die Mausefallen von der Leitung bspw. mit einem Besen vor die Füße der Teilnehmenden ­verschoben, um die Spannung zu erhöhen.

Es schließt sich wieder eine Auswertung an: „Wie ging es den beteiligten Personen? Was war herausfordernd?“ Die Reflexion zielt darauf, deutlich zu machen, dass je weiter jemand entfernt ist, es umso schwieriger ist, die Stimme zu hören. Und dass damit die Furcht steigt, den nächsten Schritt zu machen.

Impuls in Stichworten

  • Durch die Aktion wurde deutlich, wie wichtig es ist, jemanden zu haben, der zum einen den Überblick hat und zum anderen ganz nah bei mir ist.
  • Auch im Leben gibt es Herausforderungen, die einem das Gefühl geben, dass man durchs Minenfeld laufen muss, sodass man sich nicht traut, den nächsten Schritt zu gehen.
  • Es gibt viele Nachrichten, Situationen und Beziehungen, die einem Angst machen (ggf. Beispiele einbauen).
  • Gott verspricht in der Jahreslosung zum einen, dass er nahe bei uns ist und zum anderen, dass er als Gott den Weg besser sehen kann als wir in unserer Angst und Sorge.
  • Gott ist größer, kreativer, mächtiger, … als das, was uns einengt und Angst macht. Aber als solcher ist er nicht außen am Spielfeld und weit weg, sondern ganz nah und hilft uns hindurch.
  • Beides zusammen macht Mut, ohne Angst loszugehen.
  • Mit Gott verschwinden die Herausforderungen nicht, aber sie verlieren ihren Schrecken, wenn wir ihn an der Seite haben.

  • Autor / Autorin: Kerstin Kreß, Manuel Spohn
  • © Dieser Beitrag stammt aus dem Buch/E-Book "Angst ade!" zur Jahreslosung 2027 - © 2026 Praxisverlag buch+musik bm gGmbH, Stuttgart - mehr Infos unter www.praxisverlag-bm.de/jugendgottesdienstmaterial
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