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Einheit: Gut vorbereitet

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 45-60 Min. (Vorbereitung: 30-40 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Kinder, Kinder/ Pre-Teens (10-13 Jahre)
Einsatzgebiete: Freizeiten, Gruppenstunde
Redaktion: JUMAT
Benötigte Materialien: Watte, Bindfaden, Rückennummern
Bibelstelle: 2. Mose 4,18-6,1
2. Mose 4,18-6,1

Moses RĂĽckkehr nach Ă„gypten

18Mose ging hin und kam wieder zu Jitro, seinem Schwiegervater, und sprach zu ihm: Lass mich doch gehen, dass ich wieder zu meinen Brüdern komme, die in Ägypten sind, und sehe, ob sie noch leben. Jitro sprach zu ihm: Geh hin mit Frieden. 19Auch sprach der Herr zu Mose in Midian: Geh hin und zieh wieder nach Ägypten, denn die Leute sind alle tot, die dir nach dem Leben trachteten. 20So nahm denn Mose seine Frau und seine Söhne und setzte sie auf einen Esel und zog wieder nach Ägyptenland und nahm den Stab Gottes in seine Hand.

21Und der Herr sprach zu Mose: Sieh zu, wenn du wieder nach Ägypten kommst, dass du alle die Wunder tust vor dem Pharao, die ich in deine Hand gegeben habe. Ich aber will sein Herz verstocken, dass er das Volk nicht ziehen lassen wird. 22Und du sollst zu ihm sagen: So spricht der Herr: Israel ist mein erstgeborener Sohn; 23und ich gebiete dir, dass du meinen Sohn ziehen lässt, dass er mir diene. Wirst du dich weigern, so will ich deinen erstgeborenen Sohn töten.

24Und als Mose unterwegs in der Herberge war, kam ihm der Herr entgegen und wollte ihn töten. 25Da nahm Zippora einen scharfen Stein und beschnitt ihrem Sohn die Vorhaut und berührte damit seine Scham und sprach: Du bist mir ein Blutbräutigam. 26Da ließ er von ihm ab. Sie sagte aber Blutbräutigam um der Beschneidung willen.

27Und der Herr sprach zu Aaron: Geh hin Mose entgegen in die Wüste. Und er ging hin und begegnete ihm am Berge Gottes und küsste ihn. 28Und Mose tat Aaron kund alle Worte des Herrn, die er ihm aufgetragen hatte, und alle Zeichen, die er ihm befohlen hatte. 29Und sie gingen hin und versammelten alle Ältesten der Israeliten. 30Und Aaron sagte alle Worte, die der Herr mit Mose geredet hatte, und Mose tat die Zeichen vor dem Volk. 31Und das Volk glaubte. Und als sie hörten, dass der Herr sich der Israeliten angenommen und ihr Elend angesehen habe, neigten sie sich und beteten an.

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Noch härtere Bedrückung Israels

1Danach gingen Mose und Aaron hin und sprachen zum Pharao: So spricht der Herr, der Gott Israels: Lass mein Volk ziehen, dass es mir ein Fest halte in der WĂĽste. 2Der Pharao antwortete: Wer ist der Herr, dass ich ihm gehorchen mĂĽsse und Israel ziehen lasse? Ich weiĂź nichts von dem Herrn, will auch Israel nicht ziehen lassen.

3Sie sprachen: Der Gott der Hebräer ist uns begegnet. Wir wollen nun hinziehen drei Tagereisen weit in die Wüste und dem Herrn, unserm Gott, opfern, dass er uns nicht schlage mit Pest oder Schwert. 4Da sprach der König von Ägypten zu ihnen: Mose und Aaron, warum wollt ihr das Volk von seiner Arbeit frei machen? Geht hin an eure Dienste!

5Weiter sprach der Pharao: Siehe, sie sind schon mehr als das Volk des Landes, und ihr wollt sie noch feiern lassen von ihrem Dienst! 6Darum befahl der Pharao am selben Tage den Vögten des Volks und ihren Aufsehern und sprach: 7Ihr sollt dem Volk nicht mehr Häcksel geben, dass sie Ziegel machen, wie bisher; lasst sie selbst hingehen und Stroh dafür zusammenlesen. 8Aber die Zahl der Ziegel, die sie bisher gemacht haben, sollt ihr ihnen gleichwohl auferlegen und nichts davon ablassen, denn sie gehen müßig; darum schreien sie und sprechen: Wir wollen hinziehen und unserm Gott opfern. 9Man drücke die Leute mit Arbeit, dass sie zu schaffen haben und sich nicht um falsche Reden kümmern.

10Da gingen die Vögte des Volks und ihre Aufseher hinaus und sprachen zum Volk: So spricht der Pharao: Man wird euch kein Häcksel mehr geben. 11Geht ihr selbst hin und beschafft euch Häcksel, wo ihr’s findet; aber von eurer Arbeit soll euch nichts erlassen werden. 12Da zerstreute sich das Volk ins ganze Land Ägypten, um Stroh zu sammeln, damit sie Häcksel hätten. 13Und die Vögte trieben sie an und sprachen: Erfüllt euer Tagewerk wie damals, als ihr Häcksel hattet.

14Und die Aufseher aus den Reihen der Israeliten, die die Vögte des Pharao über sie gesetzt hatten, wurden geschlagen, und es wurde zu ihnen gesagt: Warum habt ihr nicht auch heute euer festgesetztes Tagewerk getan wie bisher? 15Da gingen die Aufseher der Israeliten hin und schrien zu dem Pharao: Warum verfährst du so mit deinen Knechten? 16Man gibt deinen Knechten kein Häcksel, und wir sollen dennoch die Ziegel machen, die uns bestimmt sind; und siehe, deine Knechte werden geschlagen, und dein Volk trägt die Schuld. 17Der Pharao sprach: Ihr seid müßig, müßig seid ihr; darum sprecht ihr: Wir wollen hinziehen und dem Herrn opfern. 18So geht nun hin und tut euren Frondienst! Häcksel soll man euch nicht geben, aber die Anzahl Ziegel sollt ihr schaffen.

19Da sahen die Aufseher der Israeliten, dass es mit ihnen übel stand, weil man sagte: Ihr sollt nichts ablassen von dem Tagewerk an Ziegeln. 20Und als sie von dem Pharao weggingen, begegneten sie Mose und Aaron, die dastanden und auf sie warteten, 21und sprachen zu ihnen: Der Herr richte seine Augen wider euch und strafe es, dass ihr uns stinkend gemacht habt vor dem Pharao und seinen Großen und habt ihnen so das Schwert in ihre Hände gegeben, uns zu töten.

22Mose aber kam wieder zu dem Herrn und sprach: Herr, warum tust du so übel an diesem Volk? Warum hast du mich hergesandt? 23Denn seitdem ich hingegangen bin zum Pharao, um mit ihm zu reden in deinem Namen, hat er das Volk noch härter geplagt, und du hast dein Volk nicht errettet.

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1Da sprach der Herr zu Mose: Nun sollst du sehen, was ich dem Pharao antun werde; denn durch eine starke Hand muss er sie ziehen lassen, und durch eine starke Hand muss er sie aus seinem Lande treiben.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Mose ist mit Gott unterwegs. Dafür muss er gut vorbereitet sein. Die Kinder erfahren, dass dazu brauchbare Gegenstände ebenso gehören, wie ein gutes Wissen über Gottes Gegenwart.


Vorschau:

Dreibeinrennen
Mose darf seinen Weg gemeinsam mit Aaron gehen. Immer zwei Teams mit je zwei Kindern treten gegeneinander an. Die müssen sich nebeneinanderstellen und das rechte Bein des einen mit dem linken Bein des anderen zusammenbinden. Dann gilt es, so aneinandergebunden eine vorgegebene Strecke zu bewältigen. Welches Team kommt am besten miteinander voran und gewinnt das Rennen?

Gegenwind
An einem Tisch stehen sich zwei Kinder gegenĂĽber. In der Mitte des Tisches liegen Wattekugeln oder auch kleine StrohbĂĽndel. Die Kinder bekommen nun die Aufgabe, „ihr Stroh“ zur gegenĂĽberliegenden „Baustelle“ zu blasen. Allerdings versucht der Gegner, dies zu verhindern, indem er das „Stroh“ zurĂĽck oder vom Tisch herunter bläst. Welches „Stroh“ erreicht trotz dieses Gegenwindes die Baustelle? …

Einstieg
Zwei Mitarbeiter oder auch ein Mitarbeiter mit Handpuppe, oder noch besser ein Jungscharler, der sich im Vorfeld dafür gewinnen lässt, kommen.

MA 1 sieht man beim Rucksack packen. Er steckt etwas in den Rucksack, dann nimmt er eine Liste zur Hand, liest sie und schreibt etwas darauf.
MA 2 (Jungscharler oder Puppe): Packt schnell ein paar Dinge in den Rucksack.
Komm, wir wollen los! Was machst du denn so lange?
MA 1: Warte doch mal! Ich freue mich ja, dass du mitgehst. Aber du kannst nicht einfach so losrennen.
MA 2: Warum nicht?
MA 1: Weil man sich fĂĽr eine wichtige Aufgabe lieber gut vorbereitet.
MA 2: Meinst du?
MA 1: Na, überleg mal. Was macht ein Fußballspieler vor einem wichtigen Spiel oder ein Skiläufer vor einem wichtigen Wettkampf?
MA 2: Er trainiert.
MA1: Und ein Musiker vor einem wichtigen Vorspiel?
MA 2: Er ĂĽbt auf seinem Instrument.
MA 1: Siehst du. Jeder, der eine wichtige Aufgabe vor sich hat, geht nicht ohne Vorbereitung.
MA 2: Na, vielleicht hast du recht. Unsre Reise soll ja erfolgreich sein. Was hast du denn schon alles eingepackt. Ă  schaut in den Rucksack. Da ist ja schon eine Menge drin. Wozu brauchen wir das alles?
MA 1: Schau doch selbst mal?
MA 2: Da ist ein Stab – das ist bestimmt ein Wanderstab. Und dann ein Karabinerhaken, den braucht man beim Bergsteigen oder wenn es bei gefährlichen Wegstücken ein Seil gibt, in das man sich „einklinken“ kann.
Und was ist da noch … (Jungscharler nachsehen lassen und fragen, wozu man die Sachen braucht …)

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  • Autor / Autorin: Rebekka Meier
  • © Deutscher EC-Verband

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