Hallo – jemand zu Hause?Hallo – jemand zu Hause?

Einheit: Hallo – jemand zu Hause?

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 60 Min. (Vorbereitung: 30 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Jugendliche, Jugendliche (15-19 Jahre), Teens (12-16 Jahre)
Einsatzgebiet: Gruppenstunde
Redaktion: TEC:
Benötigtes Material: Ohropax (für alle Teilnehmenden)
Bibelstelle: Lukas 18,1-18,8
Lukas 18,1-18,8

18

Der Richter und die Witwe

1Er sagte ihnen aber ein Gleichnis davon, dass man allezeit beten und nicht nachlassen sollte, 2und sprach: Es war ein Richter in einer Stadt, der fĂĽrchtete sich nicht vor Gott und scheute sich vor keinem Menschen. 3Es war aber eine Witwe in derselben Stadt, die kam immer wieder zu ihm und sprach: Schaffe mir Recht gegen meinen Widersacher! 4Und er wollte lange nicht. Danach aber dachte er bei sich selbst: Wenn ich mich schon vor Gott nicht fĂĽrchte noch vor keinem Menschen scheue, 5will ich doch dieser Witwe, weil sie mir so viel MĂĽhe macht, Recht schaffen, damit sie nicht zuletzt komme und mir ins Gesicht schlage.

6Da sprach der Herr: Hört, was der ungerechte Richter sagt! 7Sollte Gott nicht auch Recht schaffen seinen Auserwählten, die zu ihm Tag und Nacht rufen, und sollte er bei ihnen lange warten? 8Ich sage euch: Er wird ihnen Recht schaffen in Kürze. Doch wenn der Menschensohn kommen wird, wird er dann Glauben finden auf Erden?

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Wenn wir für eine bestimmte Sache im Gebet einstehen, brauchen wir manchmal ganz schönes Durchhaltevermögen. Oder hört Gott wirklich nicht zu?


Vorschau:

(…)

Denkst du auch, dass Gottes Ohren manchmal verstopft sind?

Manchmal hat man das Gefühl, obwohl man schon so lange dafür betet, dass Gottes Ohren verstopft sind. Irgendwie kann er uns nicht hören, auch wenn man noch so lange dafür betet. Unser Schreien und Flehen geht nur bis zur Decke und danach ist Schluss. Doch manchmal ist es so wie im folgenden Beispiel:
Wenn ich in einer belebten Fußgängerzone eine Münze zu Boden werfe, so werden sich viele umdrehen und schauen. Das Klingen der Münze verbinden wir mit etwas Bekanntem. Wenn aber in derselben Lautstärke ein seltener Vogel, z. B. eine Lärche, singen würde, so würde es den meisten gar nicht auffallen. Ich denke, dass die meisten Menschen das Singen der Vögel nicht mehr wahrnehmen. So ist es auch mit uns, dass wir uns mit so vielen Dingen beschäftigen und auseinandersetzen, dass wir eine quasi permante Dauerbeschallung um uns herum haben. Wie schwer fällt es uns, einfach Stille um uns herum zu haben. Für viele Menschen ist das undenkbar, sie können das nicht ertragen. Auf dem Weg zur Schule tragen die meisten mittlerweile Kopfhörer, beim Lernen läuft die Anlage, und wenn ich nach Hause komme und es ist ruhig, so wird der Fernseher angemacht. Viele Menschen können die Ruhe nicht mehr ertragen und gerade da spricht Gott doch besonders zu uns. Wenn wir uns Zeit nehmen, über unseren Tag nachzudenken, über das Erlebte, wenn wir das permanente Hintergrundrauschen in unseren Leben einfach ausschalten, dann kann Gott auch zu uns sprechen, denn manchmal spricht er eben nicht so laut.

(…)

...
  • Autor / Autorin: Simone Richter
  • Autor / Autorin:
  • © Deutscher EC-Verband