Heiliger Geist – Gott bleibt daHeiliger Geist – Gott bleibt da

Einheit: Heiliger Geist – Gott bleibt da

Verband: EJW - evangelisches Jugendwerk in WĂŒrttemberg
Zeitbedarf: 30-240 Min. (Vorbereitung: 60-180 Min.)
Materialarten: ErlebnispĂ€dagogische Übung, Glaubenskurs, Stundenentwurf
Zielgruppen: Jugendliche, Junge Erwachsene
Einsatzgebiete: Events + Projekte, Schulung
Themenstellung: Ideenpool
Redaktion: jugonet
Benötigte Materialien: 1 langes Seil (Pro Person), 1 Plane/ Tuch (pro Person), 1 Bastelmesser, Lebensmittel (Picknick und Festmahl), 1 Landkarten(n) (pro Kleingruppe (mit Zielmarkierung)), 1 AlltagsgegenstĂ€nde, 1 Kompass (oder GPS-GerĂ€t), Feuerholz (mit AnzĂŒnder), Knicklichter (oder Fackeln), Brot (fĂŒrs Gemeinschaftsmahl), Marshmallows (dazu Stöcke), Abendmahlsmaterial
Bibelstelle: Johannes 14,15-14,16
Johannes 14,15-14,16

Die Verheißung des Heiligen Geistes

15Liebt ihr mich, so werdet ihr meine Gebote halten. 16Und ich will den Vater bitten und er wird euch einen andern Tröster geben, dass er bei euch sei in Ewigkeit:

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Theologische und pÀdagogische Vorbemerkung

Mit dem Thema Heiliger Geist setzt diese Einheit einen besonders herausfordernden und gleichzeitig relevanten Schwerpunkt. Herausfordernd, weil der Heilige Geist die am wenigsten fassbare Gestalt der Dreieinigkeit ist, er hat etwas Mystisches und Unvorstellbares. Relevant, weil eine zentrale Anfrage junger Menschen an den christlichen Glauben die Erfahrbarkeit ist. Sie wollen den Glauben nicht nur kennen und verstehen, sondern ihn erleben. Der Heilige Geist kann in ihnen die Gewissheit entstehen lassen, dass Gott real und ein Teil ihres Lebens ist. Gleichzeitig ist er nicht verfĂŒgbar. Menschen können ihn nicht machen oder heraufbeschwören, „er weht, wo er will“ (Joh 3,8). Diese theologische Dimension stellt das Thema vor eine Herausforderung. Die Teilnehmenden können eingeladen werden, sich fĂŒr das Wirken des Heiligen Geistes zu öffnen, ob sie ihn erleben oder nicht, entzieht sich jedoch jeglicher Planbarkeit. Gleichzeitig hat der Heilige Geist zahlreiche Facetten: Er ist Tröster, Beistand oder Begleiter, er steht in Verbindung mit den Gaben (Gaben des Geistes) und kommt in der Bibel als Feuer, Taube oder auch Wind vor. In dieser Einheit soll der Schwerpunkt auf den Heiligen Geist als Orientierungshilfe fĂŒr das Leben gelegt werden. Dies passt einerseits zur Situation der Jugendlichen und Jungen Erwachsenen, die in einer zentralen Umbruchphase ihres Lebens stehen. Andererseits spiegelt diese Fokussierung die Situation von Petrus wider, als Jesus in Johannes 14 sein Fortgehen andeutet. Er verspricht den JĂŒngern in dieser Situation den Heiligen Geist als Tröster, aber eben auch als jemanden, der Orientierung gibt, der hilft, im Alltag nach Gottes Plan zu leben. Diese Zusage gilt auch den Teilnehmenden: Obwohl wir weder Gott noch Jesus sehen und anfassen können, ist er im Alltag durch den Heiligen Geist bei uns. Mehr noch: Er ist ein Teil unserer IdentitĂ€t, weil der Heilige Geist in uns lebt, wenn wir mit Gott leben wollen. So kann er uns helfen, wichtige Entscheidungen zu treffen und mit herausfordernden Situationen umzugehen. Er erinnert uns an das Wesen und den Plan Gottes.
Eine weitere Besonderheit dieser Einheit ist die Feier des Gemeinschaftsmahls in Anlehnung an das Abendmahl. Es wird an dieser Stelle bewusst kein klassisches Abendmahl gefeiert, um die Teilnehmenden in ihrer individuellen Glaubensreise nicht zu ĂŒberfordern. Dennoch sollen sie das Abendmahl kennenlernen und bildhaft die Tischgemeinschaft unter Christinnen und Christen erleben können. Vor Ort kann jedoch individuell auch entschieden werden, tatsĂ€chlich ein Abendmahl zu feiern.

Hinweis zur Zeitplanung

Diese Einheit 6 ist als Wochenende zusammen mit Einheit 7 konzipiert. Die Planungen fĂŒr das gesamte Wochenende sind zeitlich so gehalten, dass es am Samstag um 11 Uhr beginnt und am Sonntag nach dem Mittagessen endet. NatĂŒrlich ist es auch möglich, einzelne Elemente der Einheit 6 zu machen, aber die Übernachtung allein in der Natur kann eine intensive und wichtige Erfahrung sein.

Vorbemerkungen zur Lonely Night: Bei einem Solo werden die Teilnehmenden einzeln in die Natur geschickt und verbringen dort eine gewisse Zeit allein. Der zeitliche Umfang eines Solos kann frei gewĂ€hlt werden. FĂŒr diese Einheit wird eine besondere Form des Solos beschrieben und zur DurchfĂŒhrung empfohlen, nĂ€mlich die Lonely Night: Die Teilnehmenden verbringen eine Nacht allein in der Natur. Die Lonely Night ist eine sehr intensive und individuelle Herausforderung, die meist Abwehr bei den Teilnehmenden hervorruft. Da bei dieser Art des Solos aber sehr tiefe und gute persönliche und geistliche Erfahrungen gemacht werden können, empfehlen wir sehr, sich dieser Herausforderung zu stellen. Schon Jesus hat immer wieder diese Zeiten der Stille und des Alleinseins gesucht, angefangen von wenigen Stunden bis hin zu dem 40-tĂ€gigen Aufenthalt in der WĂŒste.
Um die Teilnehmenden fĂŒr die Lonely Night zu gewinnen, braucht es FingerspitzengefĂŒhl und eine gute Balance zwischen Motivieren und Achten der Grenzen der Teilnehmenden. Sollten sich Einzelne dieser Lonely Night strikt verweigern, ist es Ă€ußerst wichtig, dies zu respektieren und Alternativen anzubieten. Folgende Varianten haben sich bewĂ€hrt:

  • DurchfĂŒhrung der Lonely Night als „Duo“ oder „Trio“, also mit anderen Teilnehmenden zusammen. Wichtig ist aber, dass diese Zeit gezielt genutzt wird und man sich nicht von der eigentlichen Aufgabe ablenken lĂ€sst (z. B. durch Tratschen). Hier kann jedoch neben bewussten Schweigezeiten auch der angeregte Austausch eine Möglichkeit zur Auseinandersetzung mit den Themen sein.
  • Die Teilnehmenden nehmen an dem Solo teil, kehren dann aber nach einer gewissen Zeit zum Haus/Standort zurĂŒck und verbringen die Nacht dort.
  • Die Teilnehmenden ĂŒbernachten in Zelten. In dem Fall muss Zeit fĂŒr den Aufbau der Zelte eingeplant werden.

GrundsĂ€tzlich machen wir ausdrĂŒcklich Mut, die Lonely Night durchzufĂŒhren, da die Teilnehmenden sich selbst neu erleben und ein besonderer Raum fĂŒr eine Gottesbegegnung eröffnet wird.

EinfĂŒhrung: Einheit 6

Die Gruppe wird begrĂŒĂŸt und nach einem kurzen Bezug auf die Mitnahmekarte kurz in das Thema und den Ablauf eingefĂŒhrt. ZusĂ€tzlich sollten zu Beginn weitere Hinweise (z. B. Orte, Gegebenheiten, Regeln und Absprachen) gegeben werden, die speziell fĂŒr das Wochenende relevant sind.

Warm-up: Gordischer Knoten
Zielgedanke

Die Teilnehmenden werden aus dem Alltag abgeholt und mit ins Thema genommen.

Zeit: 10 min
GelÀnde: kein bestimmtes
Material: keins

Aufbau

Kein Aufbau erforderlich.

Verlauf

Die Teilnehmenden stellen sich in einen Kreis und strecken ihre HĂ€nde in die Mitte. Dann schließen alle ihre Augen und gehen auf die Mitte zu. Dabei ergreifen sie mit ihren HĂ€nden zwei HĂ€nde der anderen Teilnehmenden. Hat jede/jeder zwei unterschiedliche HĂ€nde ergriffen, ist ein KnĂ€uel entstanden und alle dĂŒrfen ihre Augen öffnen. Nun mĂŒssen sie versuchen, dieses KnĂ€uel zu lösen, um am Ende wieder in einem Kreis zu stehen.

Regel

Es darf keine Hand losgelassen werden, auch nicht zum Umgreifen.

Lernimpuls/Transfer

Die Teilnehmenden werden auf leichte Weise auf das Thema eingestimmt und können zu Beginn als ganze Gruppe eine Aufgabe gemeinsam schaffen.

Aktion: Knotenkunde fĂŒr den Biwak-Bau
Zielgedanke

Die Teilnehmenden sollen die wichtigsten Knoten fĂŒr den Bau eines Biwaks erlernen.

Zeit: 45 min
GelÀnde: kein bestimmtes
Material: pro Person 1 Seil (Reepschnur), 1 Knotenanleitung (als Download verfĂŒgbar)

Aufbau

Kein Aufbau erforderlich.

Verlauf

Alle bekommen ein Seil und eine Anleitung fĂŒr die drei wichtigsten Knoten. Gemeinsam mit einer Partnerin / einem Partner werden dann die Knoten ausprobiert.

Hinweis

Es ist zu empfehlen, dass die Mitarbeitenden die hier abgebildeten Knoten vorher schon einmal ausprobiert haben und sie selbst sicher beherrschen.

Der doppelte Achter/Bulin: Er wird zur Befestigung des Seils an den Ösen der Plane oder zur Befestigung des Seils an BĂ€umen, Stöcken usw. benötigt.

Lernimpuls/Transfer

Die Teilnehmenden erlernen Knoten und können diese fĂŒr das Biwak verwenden.

Aktion: Biwak-Bau
Zielgedanke

Die Teilnehmenden sollen eine Unterkunft bauen, die sie vor Regen, Wind und in geringem Maß auch vor KĂ€lte schĂŒtzt.

Zeit: 60 min
GelÀnde: steinfreie FlÀche zwischen zwei lebenden BÀumen
Material: 1 Foto-Anleitung Biwak-Bau (als Download verfĂŒgbar), pro Person 1 Plane (2 x 3 m), Reepschnur (oder andere Schnur, z. B. Paketschnur), 1 Schnitzmesser

Aufbau

Damit das Biwak auch wirklich eine sichere und geruhsame Unterkunft bietet, ist neben dem Material unbedingt auch die Wahl des Bauplatzes zu beachten. Die einfachste Form des Biwaks wird zwischen zwei BĂ€umen aufgespannt. Entsprechend sucht man nach einer ebenen, möglichst steinfreien FlĂ€che zwischen zwei lebenden BĂ€umen, die genug Platz fĂŒr zwei liegende Personen bietet. Denkt man sich eine Linie zwischen den beiden BĂ€umen, dann sollte diese idealerweise nach Norden oder SĂŒden zeigen, da der Wind meist von Westen kommt und ansonsten KĂ€lte sowie Regen in das Biwak treiben könnte. Ist ein entsprechender Platz gefunden, gilt es vor dem eigentlichen Baubeginn noch weitere Kriterien zu berĂŒcksichtigen:

  • Befinden sich auf dem gefundenen Platz seltene bzw. geschĂŒtzte Pflanzen, die mit dem Bau des Biwaks zerstört wĂŒrden?
  • Sind in den Kronen der BĂ€ume ĂŒber dem potenziellen Biwak tote Äste zu sehen, die sich lösen und auf das Biwak fallen könnten?
  • Gibt es direkt neben dem Biwak eine starke Steigung oder liegt der gefundene Platz in einer Senke, welche sich bei Regen mit Wasser fĂŒllen könnte?
  • Ist der Boden an der ausgesuchten Stelle sehr feucht und könnte unter dem Druck einer liegenden Person das Wasser hervortreten?

Trifft einer der genannten Punkte zu, dann empfiehlt es sich, die nÀhere Umgebung nach einer geeigneteren Stelle abzusuchen.

Es gibt sehr viele Varianten, ein Biwak zu bauen. Bei der hier beschriebenen Standardvariante wird eine Plane, wie sie in jedem Baumarkt zu bekommen ist, so ĂŒber einer zwischen zwei BĂ€umen gespannten Schnur angebracht, dass diese die Mittellinie eines Daches darstellt, von dem auf beiden Seiten die Dachenden abfallen. Idealerweise sind die Ecken der gekauften Plane besonders verstĂ€rkt (doppelt genĂ€ht oder mit Gummi versehen), damit sie nicht aufreißen.
FĂŒr den Bau des Biwaks wird zuerst eine Schnur möglichst straff auf gleicher Höhe zwischen zwei BĂ€umen gespannt. Nach dem Spannen legt man die Plane wie ein nasses WĂ€schestĂŒck darĂŒber. In welcher Höhe man die Schnur anbringt, hĂ€ngt davon ab, ob die Dachseiten auch Schutz vor Seitenwind bzw. Regen bieten und in der Nacht möglichst gut WĂ€rme halten sollen. Ist Letzteres der Fall, spannt man die Schnur so, dass die Seiten der Biwakplane noch den Boden berĂŒhren. Im Gegenzug lĂ€sst sich bei gutem Wetter die Schnur so hoch spannen, dass das bequeme Sitzen im Biwak möglich ist. Schließlich spannt man die Enden der Plane mithilfe weiterer SchnĂŒre, indem man die losen Enden der Plane an geeigneten weiteren BĂ€umen bzw. Wurzeln und Ähnlichem verknotet. Ist dies nicht möglich, kann man auch krĂ€ftige lose Stöcke anspitzen und als Zeltheringe verwenden. NatĂŒrlich gibt es auch die Möglichkeit, das Biwak einseitig geöffnet zu bauen.

Hinweise

  • Je lockerer das Biwak gespannt wird, desto eher verkleinert sich der Innenraum noch einmal bei schlechtem Wetter, da Wind und Regen das Biwak zu Boden drĂŒcken und sich zudem schnell Wasser auf der Plane sammelt.
  • Die Biwaks sollen mit einigem Abstand zueinander gebaut werden, damit die Teilnehmenden in der Nacht oder beim Bau nicht voneinander abgelenkt werden.
Verlauf

Jede/jeder Teilnehmende bekommt eine Plane und genĂŒgend Schnur. Mit diesen Materialien macht sie/er sich auf die Suche nach einem geeigneten Platz fĂŒr die Unterkunft und baut sich an diesem Platz ein Nachtlager auf.

Hinweise

  • Die Teilnehmenden können sich auch zu zweit oder dritt zusammentun und sich gegenseitig helfen. Es sollte aber jede/jeder am Ende ein eigenes Biwak haben.
  • Es ist wichtig, dass die Mitarbeitenden vorab schon einmal ein Biwak gebaut haben, um den Teilnehmenden helfen zu können.
  • Wird die Variante mit den Zelten gewĂ€hlt, mĂŒssen diese alternativ aufgebaut werden.
Lernimpuls/Transfer

Die Teilnehmenden können ihr eigenes Nachtlager aufbauen und bei Platzwahl und Aufbau Gottes Natur viel bewusster wahrnehmen. Wenn sie das Biwak allein bauen, haben sie Zeit, sich mit sich selbst und dem Erlebten auseinanderzusetzen.

Essen: Picknick
Zielgedanke

Nach dem Bau des Biwaks können sich die Teilnehmenden ĂŒber ihre Erfahrungen beim Bau, die letzten Treffen und die heutigen Erwartungen austauschen.

Zeit: 60 min
GelÀnde: kein bestimmtes
Material: Lebensmittel und GetrĂ€nke fĂŒr ein Picknick, Geschirr, Besteck, GlĂ€ser, Servietten, Decken

Aufbau

WĂ€hrend die Teilnehmenden ihre Biwaks bauen, kann eine Mitarbeiterin / ein Mitarbeiter schon damit beginnen, das Picknick vorzubereiten.

Verlauf

Lernimpuls/Transfer

Die Teilnehmenden helfen evtl. noch dabei, das Picknick fertig aufzubauen und haben anschließend Zeit fĂŒr den Austausch in der Gruppe.

In einer ungezwungenen AtmosphĂ€re soll die Gemeinschaft nochmals wahrgenommen werden, aber auch Zeit fĂŒr persönliche GesprĂ€che oder eine Mittagspause sein.

Aktion: Orientierungslauf 1
Zielgedanke

Die Teilnehmenden machen die Erfahrung von Orientierungslosigkeit und reflektieren, was fĂŒr eine gute Orientierung hilfreich und notwendig ist.

Zeit: 30 min
GelÀnde: Wald
Material: pro Kleingruppe 1  Landkarte ohne Landschaftsmarkierungen mit Zielmarkierung (z. B. aus GoogleÂź Maps, hierbei unbedingt die VervielfĂ€ltigungsrechte beachten), 1 Gegenstand

Aufbau

FĂŒr jede Kleingruppe muss an dem Zielpunkt der Landkarte ein (frei gewĂ€hlter) Gegenstand hinterlegt werden, den diese mitbringen muss.

Verlauf

Die Teilnehmenden teilen sich in Kleingruppen (vier bis sechs Personen) auf und jede erhĂ€lt eine Landkarte, auf der die Landschaftsmarkierungen weitestgehend fehlen (keine Wege, Himmelsrichtungen usw.). Auf der Karte ist ein Zielpunkt eingezeichnet, den die Kleingruppe erreichen muss. Ansonsten dĂŒrfen keine Hilfsmittel verwendet werden.

Hinweis

Damit die Kleingruppen einander nicht hinterherlaufen, sollte jede ein anderes Ziel suchen mĂŒssen. Jede Kleingruppe erhĂ€lt also eine unterschiedliche Landkarte mit Zielmarkierung.

Lernimpuls/Transfer

Den Teilnehmenden fehlen wesentliche Hilfsmittel, um das Ziel schnell und sicher zu erreichen. Diese Erfahrung wird im weiteren Verlauf der Einheit aufgegriffen, um den Teilnehmenden deutlich zu machen, wie wichtig FĂŒhrung und Begleitung fĂŒr das Leben sind.

Reflexion: Austausch Orientierungslauf 1
Zielgedanke

Die Teilnehmenden tauschen sich ĂŒber ihre Erfahrungen mit der Orientierungslosigkeit aus und reflektieren die Auswirkungen.

Zeit: 10 min
GelÀnde: kein bestimmtes
Material: keins

Aufbau

Kein Aufbau erforderlich.

Verlauf

Die Mitarbeitenden kommen mit den Teilnehmenden ins GesprĂ€ch ĂŒber deren Erfahrungen, die sie wĂ€hrend des Orientierungslaufs gemacht haben und stellen Fragen wie:

  • „Wie ging es euch mit der Aufgabe?“
  • „Was hat euch Schwierigkeiten bereitet?“
  • „Habt ihr das Ziel trotzdem gefunden? Wie habt ihr es geschafft?“

Dabei wird auf den folgenden Orientierungslauf (s. „Aktion: Orientierungslauf 2“) hingewiesen, der umfangreicher sein wird. Im Hinblick darauf werden die Teilnehmenden befragt: „Was braucht ihr, damit ihr diesen folgenden Orientierungslauf schaffen könnt?“

Lernimpuls/Transfer

Die Teilnehmenden sollen direkt im Anschluss an die Erfahrungen aus dem Orientierungslauf die Möglichkeit haben, sich darĂŒber auszutauschen. Außerdem wird im zweiten Teil der Reflexion der noch folgende Orientierungslauf angedeutet. Die Teilnehmenden sollen benennen, was sie dafĂŒr brauchen.

Aktion: Orientierungslauf 2
Zielgedanke

Die Teilnehmenden vertiefen die Erfahrung aus dem ersten Orientierungslauf und erleben, wie hilfreich es ist, Hilfsmittel zum Erreichen des Ziels zu haben.

Zeit: 120 min
GelĂ€nde: großes Gebiet
Material: EinfĂŒhrung in das Arbeiten mit Karte und Kompass (als Download verfĂŒgbar); pro Kleingruppe 1  Landkarte mit Zielmarkierung (z. B. aus GoogleÂź Maps, hierbei unbedingt die rechtlichen Vorgaben beachten) oder topografische Karte[1], 1 Kompass/GPS-GerĂ€t; Variante 1: pro Person 1 Augenbinde; Variante 2 und 3: pro Zwischenpunkt 1 Gegenstand

Aufbau

Variante 1

Die Startpunkte werden im Vorfeld definiert.

Variante 2 und Variante 3

An den Zwischenpunkten werden (frei gewĂ€hlte) GegenstĂ€nde hinterlegt, die von den Kleingruppen mitgebracht werden mĂŒssen.

Arbeiten mit Kompass und Karte

Der Umgang mit Karte, Kompass und GPS-GerĂ€t muss vor dem Orientierungslauf den Teilnehmenden erklĂ€rt und mit ihnen eingeĂŒbt werden.

Verlauf

FĂŒr diesen umfangreicheren Orientierungslauf gibt es drei Varianten. FĂŒr alle teilen sich die Teilnehmenden in Kleingruppen (vier bis sechs Personen) auf. Diese sollten identisch mit denen aus dem vorherigen Orientierungslauf (s. „Aktion: Orientierungslauf 1“) sein.

Variante 1

Die Mitarbeitenden fahren die Teilnehmenden mit Autos an verschiedene Stellen rund um den Lagerplatz. Dabei sind die Teilnehmenden blind, damit sie den Weg nicht nachvollziehen können. An den definierten Orten werden sie abgesetzt und haben nun die Aufgabe, zum Lagerplatz zurĂŒckzufinden.

Variante 2

Die Mitarbeitenden fĂŒhren die Teilnehmenden zu Fuß an verschiedene Punkte rund um den Lagerplatz. Von dort mĂŒssen die Kleingruppen ein bis zwei Zwischenpunkte anlaufen, dort die hinterlegten GegenstĂ€nde einsammeln und zum Lagerplatz zurĂŒckkehren.

Variante 3

Die Kleingruppen starten vom Lagerplatz aus, mĂŒssen drei bis vier Zwischenpunkte anlaufen, dort die hinterlegten GegenstĂ€nde einsammeln und zum Lagerplatz zurĂŒckkehren.

Hinweise

  • Die Kleingruppen erhalten als Hilfsmittel zur Orientierung Karte und Kompass (oder GPS-GerĂ€te mit Kompassfunktion). Auf der Karte muss das Ziel eingezeichnet werden (fĂŒr die Varianten 2 und 3 mĂŒssen zusĂ€tzlich die Zwischenpunkte eingezeichnet werden). FĂŒr Variante 1 sollte auch der Punkt markiert werden, an dem die Kleingruppe abgesetzt wird. Man könnte die Kleingruppen auch selbststĂ€ndig den Standpunkt ermitteln lassen, was aber eine große Herausforderung ist und nur angewandt werden sollte, wenn eine Vorerfahrung im Umgang mit Karte und Kompass vorhanden ist.
  • Alternativ kann auch ein GPS-GerĂ€t als Hilfsmittel eingesetzt werden, was aber deutlich einfacher ist als mit Karte und Kompass. DafĂŒr mĂŒssen die Koordinaten der Ziel- und Zwischenpunkte in das GerĂ€t eingegeben werden, das GPS-GerĂ€t fĂŒhrt die Kleingruppen dann zu den entsprechenden Punkten. Die GPS-GerĂ€te sollten kein Kartenmaterial gespeichert haben, sonst wird die Orientierung zu einfach.
Lernimpuls/Transfer

Die Teilnehmenden bekommen fĂŒr diesen Orientierungslauf wichtige Hilfsmittel zur VerfĂŒgung, die sie in der Aufgabe davor nicht hatten. Sie sollen erfahren, wie hilfreich es ist, diese Tools zu haben. Der Heilige Geist will auch Hilfe bei der Orientierung im Leben geben. Ganz vereinfacht gesagt, kann der Heilige Geist fĂŒr die Menschen Karte, Kompass oder GPS-GerĂ€t sein. Man muss den Weg zwar trotzdem selbst gehen, mit all seinen Herausforderungen, wird aber durch den Heiligen Geist begleitet.

Reflexion: Verkehrsschilder
Zielgedanke

Die Teilnehmenden reflektieren den Prozess, wie sie sich in der Natur orientiert und zum Ziel gefunden haben.

Zeit: 30 min
GelÀnde: kein bestimmtes
Material: Verkehrsschilderkarten (als Download verfĂŒgbar)

Aufbau

Kein Aufbau erforderlich.

Verlauf

Jede Kleingruppe erhĂ€lt einen Stapel mit Reflexionskarten, auf denen unterschiedliche Verkehrszeichen sind. Anhand dieser Karten bilden die Teilnehmenden den Prozess ab, den sie im letzten Orientierungslauf (s. „Aktion: Orientierungslauf 2“) durchlaufen haben. FĂŒr jede markante Erfahrung oder jedes Erlebnis legt die Kleingruppe ein passendes Schild auf den Boden (z. B. ein „Sackgassenschild“, wenn sich die Gruppe verirrt hat, und ein „Vorfahrtsschild“, wenn sie den Weg wiedergefunden hat). So entsteht Schritt fĂŒr Schritt ein Abbild des Prozesses jeder Kleingruppe. Wenn jede ihren Weg gelegt hat, stellen sie sich die Ergebnisse gegenseitig vor. Die anderen stellen Fragen dazu und kommen mit der jeweiligen Kleingruppe ins GesprĂ€ch ĂŒber ihre Erfahrungen.

Lernimpuls/Transfer

Die Teilnehmenden werden zwei unterschiedliche Erfahrungen gemacht haben: ein Orientierungslauf mit Hilfsmitteln und einer ohne. Dieser Unterschied soll in der Reflexion zum Ausdruck kommen und allen die Wichtigkeit von Orientierungshilfen deutlich machen.

Input/Vertiefung: Bibelimpuls

Zeit: 10 min
GelÀnde: kein bestimmtes
Material: 1 Kompass, 1 Verkehrsschildkarte mit dem Symbol Sackgasse (s. „Reflexion: Verkehrsschilder“, als Download verfĂŒgbar)

Orientierungslos – man weiß nicht genau, wo man hin soll, hat vage Vermutungen, aber so richtig weiß man es nicht. Vielleicht ging es euch schon mal an einem fremden Ort so. Vielleicht ging es euch bei unserem Orientierungslauf so. Und vielleicht geht es euch im Leben auch manchmal so. Ich kenne das gut. Es gibt Situationen, da weiß man nicht, was man machen soll: welche Freundinnen oder Freunde die richtigen sind, fĂŒr welche Zukunft man sich entscheiden soll, wofĂŒr man seine Zeit und Energie investiert, eben wie man sein Leben gestalten will. In anderen Situationen ist plötzlich alles anders. Das, was war, ist weg oder hat sich verĂ€ndert: Man kommt an einen neuen Ort, ein lieber Mensch stirbt, in der Familie Ă€ndert sich etwas oder ein Schicksalsschlag wiederfĂ€hrt einem selbst oder den Menschen, die man lieb hat.

Hier kann die/der Mitarbeitende ein persönliches Beispiel erzÀhlen.

Dann ist es, als ob einem der Boden unter den FĂŒĂŸen weggezogen wird, man weiß weder vor noch zurĂŒck: Sackgasse (Verkehrsschildkarte zeigen). In einer Sackgasse endet der Weg und es ist völlig unklar, wie es weitergeht – orientierungslos eben.

Auch Petrus kannte solche Situationen. Eine davon war vielleicht besonders krass: Er war so lange Zeit mit Jesus unterwegs, hatte sich ganz auf ihn verlassen. Jesus war der Mittelpunkt seines Lebens. Doch dann die Sackgasse: Jesus sagte seinen JĂŒngern, dass er sie verlassen wĂŒrde. Bald. Er spielte auf seinen Tod am Kreuz und die Tatsache, dass er nach seiner Auferstehung wieder beim Vater im Himmel sein wĂŒrde, an. Doch das verstanden die JĂŒnger in der Situation nicht. Selbst wir verstehen das nicht. Orientierungslos: Der Boden unter den FĂŒĂŸen ist weg. Ein Leben ohne Jesus war fĂŒr Petrus unvorstellbar: Sackgasse. In dieser Situation machte Jesus Petrus und den anderen JĂŒngern ein Versprechen. Und auch uns gilt es, hört es euch an:

Johannes 14,15-­26 in einer leicht verstĂ€ndlichen Übersetzung vorlesen.

Gott schenkt den Menschen, die an ihn glauben, den Heiligen Geist. Dieser Geist schwebt nicht wie ein Gespenst herum, sondern ist in uns. Eine seltsame Vorstellung. Der Heilige Geist ist schwer zu beschreiben. Die Bibel redet von Wind, Feuer oder Taube. Vielleicht kann man ihn auch als GefĂŒhl beschreiben. Das GefĂŒhl, ganz genau zu wissen: Alles wird gut! Oder: Gott ist bei mir! Und gleichzeitig hilft uns der Heilige Geist dabei, uns im Leben zurechtzufinden, er ist ein eingebauter Kompass.

Einen Kompass zeigen.

Der Kompass zeigt uns die richtige Richtung. Man muss sich ein bisschen drehen und ausprobieren, aber dann zeigt die Kompassnadel immer nach Norden. Probiert es aus.

Einigen Teilnehmenden den Kompass in die Hand geben und Norden finden lassen.

So wie der Kompass die richtige Richtung findet, so kann uns der Heilige Geist helfen, die richtige Richtung in unserem Leben zu finden. Konkret: Wenn wir eine wichtige Entscheidung zu treffen haben, können wir Gott bitten, uns zu helfen. Der Heilige Geist in uns kann unsere Gedanken in die richtige Richtung lenken – durch eine Idee, einen Bibeltext oder mit ganz anderen Mitteln. Oder: Wenn die Situation ausweglos ist, weil etwas passiert ist oder wie bei Jesus passieren wird, dann kann er uns Mut machen und helfen, einen ersten Schritt zu machen.
Den Heiligen Geist können wir uns nicht verdienen, wir können ihn nicht machen, sondern Gott schenkt ihn uns. Aber wir dĂŒrfen darum bitten: Gott, sei mir nah. Lass mich dich durch den Heiligen Geist in meinem Leben spĂŒren.

Essen: Festmahl
Zielgedanke

Das Wochenende bildet, wenn das komplette Programm von STEP OUT durchgefĂŒhrt wurde, den Abschluss. Das ist ein guter Anlass, um mit den Teilnehmenden zu feiern.

Zeit: offen
GelÀnde: Lagerfeuerstelle
Material: Feuerholz (wird selbst gesammelt), Streichhölzer, evtl. AnzĂŒnder, Zutaten und Kochgeschirr je nach Rezept (drei VorschlĂ€ge als Download verfĂŒgbar), Zutaten fĂŒr Brot (z. B. Bannock) (Rezept als Download verfĂŒgbar), GetrĂ€nke, Geschirr, Besteck, GlĂ€ser

Aufbau

Was es zu essen geben soll, sollte schon in der vorhergehenden Einheit besprochen werden, damit die Teilnehmenden beteiligt werden und Zeit fĂŒr evtl. Vorbereitungen und EinkĂ€ufe ist. Das Essen wird dann gemeinsam zubereitet.

Verlauf

Die Teilnehmenden teilen sich in Gruppen auf, um alle Vorbereitungen zu treffen (z. B. Holz sammeln, Feuer machen, Zutaten vorbereiten, Essen kochen, Brot backen fĂŒr den Abend (z. B. Bannock), Dekoration mit Naturmaterialien).

Drei VorschlÀge, was es an dem Abend zu essen geben könnte:

  • Huhn im Erdofen mit GrillgemĂŒse
  • Mongolenspieß
  • Grillen auf dem heißen Stein

Wenn das Essen zubereitet ist, versammeln sich alle am geschmĂŒckten Essplatz und genießen das Festmahl. Danach ist Zeit am Lagerfeuer.

Lernimpuls/Transfer

Die Mitarbeitenden regen die Teilnehmenden an, sich wĂ€hrend des Kochens, Essens und spĂ€ter am Lagerfeuer ĂŒber die Erlebnisse und Erfahrungen wĂ€hrend der Einheit und bei STEP OUT auszutauschen.

Aktion: Nachtwanderung

Zielgedanke

Die Teilnehmenden sollen ganz bewusst noch einmal Zeit haben, die Themen der Einheit bzw. der letzten Wochen fĂŒr sich zu reflektieren.

Zeit: 30 min
GelÀnde: möglichst dunkle Strecke, Ende an der Lagerfeuerstelle
Material: Knicklichter, Fackeln

Aufbau

Den letzten Teil der Strecke gehen die Teilnehmenden allein. Er sollte mit Knicklichtern gekennzeichnet sein. Am Lagerplatz warten Mitarbeitende mit angezĂŒndeten Fackeln.

Verlauf

Die Gruppe geht gemeinsam schweigend los. Zuvor kann eine Mitarbeiterin / ein Mitarbeiter die Teilnehmenden ermutigen, auf dem kommenden Weg ĂŒber die Einheit bzw. die letzten Wochen nachzudenken und zu ĂŒberlegen, was herausfordernd war, was einen angesprochen hat und was man vielleicht noch unbedingt wissen will. Eine Mitarbeiterin / ein Mitarbeiter geht voran und alle folgen ihr/ihm schweigend bis zu einem bestimmten Punkt. Ab diesem dĂŒrfen alle ein StĂŒck des Weges, der mit Knicklichtern gekennzeichnet ist, allein gehen. Dieser Weg endet am Lagerplatz, wo schon Mitarbeitende mit Fackeln bereitstehen, die die Teilnehmenden willkommen heißen. Dort wird anschließend gemeinsam ein Gemeinschaftsmahl (evtl. auch ein Abendmahl) gefeiert.

Lernimpuls/Transfer

Die Teilnehmenden haben die Möglichkeit, ganz bewusst die letzte Einheit bzw. die letzten Wochen zu reflektieren und Gedanken und GefĂŒhle fĂŒr sich zu ordnen. Der letzte Streckenabschnitt dient dazu, ganz fĂŒr sich allein zu sein und die Herausforderung, allein durch die Dunkelheit zu gehen, zu bewĂ€ltigen. Am Ende dieses Weges dĂŒrfen sie die Erfahrung machen, wieder in Gemeinschaft aufgenommen zu werden, so, wie auch Gott sie in seine Gemeinschaft aufnehmen will.

Input/Vertiefung: Gemeinschaftsmahl

Zeit: 120 min
GelÀnde: Lagerfeuerstelle
Material: 1 selbst gebauter Tisch (z. B. aus Steinen), 1 Laib frisches Brot, 1 Kreuz

Nachdem die Teilnehmenden, falls das komplette Programm von STEP OUT durchgefĂŒhrt wurde, in den letzten Wochen die Möglichkeit hatten, erste oder neue Erfahrungen mit dem Glauben zu machen, gibt es nun eine konkrete Möglichkeit, sich fĂŒr diesen Glauben zu entscheiden. Wichtig ist dabei, dass es sich um eine freiwillige Entscheidung ohne Druck und Beeinflussung handelt. Dies kann im Kontext eines Gemeinschaftsmahls geschehen. In Anlehnung an das Abendmahl werden die Teilnehmenden zu einer gemeinsamen Mahlzeit eingeladen. HierfĂŒr wird in der Mitte ein Tisch (z. B. aus Steinen) aufgebaut, auf dem sich ein Laib frisches Brot und ein Kreuz befinden. Nachdem sich alle um den Tisch herumgesetzt haben, wird die Geschichte vom Abendmahl erzĂ€hlt.

Input

Jesus hatte seinen JĂŒngern ja bereits angekĂŒndigt, dass er sie verlassen muss. Das war ein Schock fĂŒr sie. Am Tag bevor es so weit war, lud er seine JĂŒnger zum Abendessen ein – es war sein Abschiedsessen. Er saß mit ihnen zusammen, sie aßen, sie redeten und Jesus versuchte ihnen zu erklĂ€ren, was sein Tod bedeutet. Ein Tod aus Liebe, der so mĂ€chtig ist, dass dadurch alle Schuld in unserem Leben nichts mehr zĂ€hlt. Und Jesus bat seine JĂŒnger: „Erinnert euch an heute Abend. Wenn ihr zusammen esst und trinkt, dann denkt an mich, denkt an meine große Liebe fĂŒr euch.“ So feiern Christinnen und Christen auf der ganzen Welt das Abendmahl und denken an den Tod und die Auferstehung Jesu.

Jede und jeder von euch hat nun schon einiges von Jesus erfahren. Wir möchten dich heute Abend einladen, noch einmal darĂŒber nachzudenken, was fĂŒr Erfahrungen du gemacht hast. Vielleicht auch die Frage zu stellen: Möchte ich mit diesem Jesus in meinem Leben unterwegs sein? Lasst uns gemeinsam die AtmosphĂ€re genießen, vielleicht möchtest du auch die Augen schließen. Nimm dir ein paar Minuten zum Nachdenken oder um zu beten. Vielleicht kommst du in dieser Zeit zu dem Schluss: Ja, ich möchte mit Jesus leben. Er soll Teil meines Lebens sein. Ja, ich möchte, dass Gott selbst durch seinen Geist immer bei mir ist. Wenn das so ist, dann lĂ€dt Jesus dich an seinen Tisch ein und du kannst heute ein Zeichen setzen. Du kannst hier in die Mitte kommen, dir ein StĂŒck von diesem Brot abbrechen und damit Jesus zeigen, dass du zu ihm gehören willst. Setz dich dann ruhig wieder an deinen Platz, iss das Brot und spĂŒre wie Jesus Teil deines Lebens wird.
Aber: Tu das nur, wenn du es wirklich willst. Jede und jeder darf sitzen bleiben, die Ruhe der Nacht genießen, nachdenken und beten, ohne etwas zu tun. Und bitte habt Respekt vor denen, die heute eine solche Entscheidung treffen, die zu Jesus gehören wollen. Ich persönlich möchte, dass Jesus Teil meines Lebens ist (Brot abbrechen) und ich lade dich auch dazu ein.

Die Mitarbeiterin / der Mitarbeiter setzt sich mit in den Kreis. Danach folgt der beschriebene Ablauf.

Essen: Marshmallows am Feuer
Zielgedanke

Der Abend klingt in entspannter AtmosphĂ€re aus und es gibt Zeit fĂŒr Fragen.

Zeit: offen
GelÀnde: Lagerfeuerstelle
Material: Marshmallows, Stöcke, evtl. pro Person 1 Schnitzmesser, Mitnahmekarten

Aufbau

Falls keine Stöcke aus den vorherigen Einheiten vorhanden sind, schnitzen sich die Teilnehmenden die Stöcke selbst.

Verlauf

Nach einiger Zeit kann die Stille beendet werden und Zeit fĂŒr GesprĂ€che und das Grillen von Marshmallows am Feuer sein. Es sollte eine herzliche Einladung ausgesprochen werden, die Mitarbeitenden anzusprechen. Wenn es sich ergibt, kann gemeinsam oder fĂŒr Einzelne gebetet werden. Wo es passt, können Mitarbeitende auch gezielt das GesprĂ€ch mit den Teilnehmenden suchen, die einen ersten Schritt gewagt haben.

Lernimpuls/Transfer

Gerade nach der intensiven Zeit wĂ€hrend des Gemeinschaftsmahls kann es fĂŒr die Teilnehmenden hilfreich sein, in einer ungezwungenen AtmosphĂ€re das GesprĂ€ch zu suchen oder fĂŒr sich beten zu lassen.

Mitnahmekarte

Die Mitnahmekarte steht als Download zur VerfĂŒgung oder kann im Set bestellt werden.

Bibelvers aus der Geschichte

Dann werde ich den Vater um etwas bitten:
Er wird euch an meiner Stelle
einen anderen Beistand geben,
einen, der fĂŒr immer bei euch bleibt (Joh 14,16).

Kerngedanke

Durch den Heiligen Geist ist Gott immer bei dir und hilft dir, dich im Leben zurechtzufinden.

Fragen zum Weiterdenken fĂŒr die Nacht

  • Was hilft mir, mich im Leben zurechtzufinden?
  • Was Ă€ndert sich fĂŒr mich, wenn Gott wirklich immer bei mir ist?
  • Wo im Leben wĂŒnsche ich mir, dass Gott mich durch seinen Heiligen Geist leitet?

Die Teilnehmenden nehmen die Karten mit an ihren Schlafplatz und werden ermutigt, sich mit den Fragen auseinanderzusetzen.

Aktion: Lonely Night
Zielgedanke

Die Teilnehmenden schlafen eine Nacht allein im Wald und können somit sich, Gott und die Natur auf besondere Weise erleben.

Zeit: 1 Nacht
GelÀnde: zuvor gewÀhlter Schlafplatz mit aufgebautem Biwak
Material: pro Person 1 Schlafsack, 1 Isomatte, zuvor aufgebautes Biwak; Variante: Zelte

Aufbau

Kein Aufbau erforderlich.

Verlauf

Die Teilnehmenden gehen nach dem Gemeinschaftsmahl zu ihren selbst gebauten Nachtlagern und verbringen dort die Nacht bis zum FrĂŒhstĂŒck. Sie bekommen den Auftrag, am nĂ€chsten Morgen etwas (z. B. einen Naturgegenstand) von ihrem Nachtlager mitzubringen, das ihre Zeit dort beschreibt.

Variante

Wird die Variante im Zelt gewÀhlt, gehen die Teilnehmenden in ihre Zelte.

Lernimpuls/Transfer

Zum Ende des Tages dĂŒrfen die Teilnehmenden eine vermutlich ganz neue Erfahrung machen und die Nacht allein, mit etwas Entfernung zu den anderen, im Wald verbringen. So haben sie die Möglichkeit, nachzudenken und sich selbst zu begegnen.


[1] Sehr zu empfehlen ist das Topographische Kartenwerk der LandesĂ€mter der jeweiligen BundeslĂ€nder. Diese Karten haben immer den Maßstab 1:25.000 und tragen eine vierstellige Nummer entsprechend der Region, die sie abbilden.

  • Autor / Autorin: Theresa Ickler, Florian Karcher, Stefan Westhauser
  • © Theresa Ickler, Florian Karcher, Stefan Westhauser: Sinn gesucht - Gott erfahren STEP OUT: ErlebnispĂ€dagogik als BrĂŒcke zum Glauben - 7 thematische Einheiten fĂŒr junge Menschen. Abdruck mit freundlicher Genehmigung der ejw-Service GmbH.

Einheit speichern