Hochzeit in Kana. Alles Torte oder was?Hochzeit in Kana. Alles Torte oder was?

Einheit: Hochzeit in Kana. Alles Torte oder was?

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 60-120 Min. (Vorbereitung: 10-30 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Junge Erwachsene (18+), Studenten
Einsatzgebiete: Freizeiten, Gruppenstunde, Predigtvorbereitung
Redaktion: echt.
Bibelstelle: Johannes 2,1-12
Johannes 2,1-2,12

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Die Hochzeit zu Kana

1Und am dritten Tage war eine Hochzeit zu Kana in Galiläa, und die Mutter Jesu war da. 2Jesus aber und seine Jünger waren auch zur Hochzeit geladen.

3Und als der Wein ausging, spricht die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein mehr. 4Jesus spricht zu ihr: Was habe ich mit dir zu schaffen, Frau? Meine Stunde ist noch nicht gekommen. 5Seine Mutter spricht zu den Dienern: Was er euch sagt, das tut. 6Es standen aber dort sechs steinerne Wasserkrüge für die Reinigung nach jüdischer Sitte, und in jeden gingen zwei oder drei Maß.

7Jesus spricht zu ihnen: Füllt die Wasserkrüge mit Wasser! Und sie füllten sie bis obenan. 8Und er spricht zu ihnen: Schöpft nun und bringt’s dem Speisemeister! Und sie brachten’s ihm. 9Als aber der Speisemeister den Wein kostete, der Wasser gewesen war, und nicht wusste, woher er kam – die Diener aber wussten’s, die das Wasser geschöpft hatten –, ruft der Speisemeister den Bräutigam 10und spricht zu ihm: Jedermann gibt zuerst den guten Wein und, wenn sie trunken sind, den geringeren; du aber hast den guten Wein bis jetzt zurückgehalten. 11Das ist das erste Zeichen, das Jesus tat. Es geschah zu Kana in Galiläa, und er offenbarte seine Herrlichkeit. Und seine Jünger glaubten an ihn.

12Danach zog er hinab nach Kapernaum, er, seine Mutter, seine Brüder und seine Jünger, und sie blieben nur wenige Tage dort.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Patrick Senner entwirft eine Bibelarbeits-Gruppenstunde zur Hochzeit zu Kana und konzentriert sich dabei auf Jesus, den wir in unseren Alltag einladen sollen.


Vorschau:

1. Erläuterungen zum Text

Jesus reist von Betanien im Süden des Landes hinauf in den Norden nach Galiläa. Dort ist er zunächst in Betsaida. Im ersten Kapitel wird beschrieben, wie Jesus auf dieser Reise Jünger dazugewinnt und ihnen Großes verheißt.

Kana liegt im Norden des Landes, in Galiläa, ca. 13 km von Jesu Heimatort Nazareth entfernt. Daher ist es möglich, dass sich die Familien des Brautpaars und Jesu Familie kannten. Maria, Jesus und seine Jünger waren eingeladen. Eine jüdische Hochzeit dauerte im Schnitt eine Woche. Es wird nicht berichtet, zu welchem Zeitpunkt der Hochzeit der Bericht einsetzt. Da sich der Wein dem Ende neigt, ist ein fortgeschrittenes Stadium der Hochzeit wahrscheinlich. Jesu Mutter ermutigt ihren Sohn zu sofortigem Handeln. Dieser weist sie etwas grob, aber mit einer für die damalige Zeit üblichen Redewendung ab, etwa in Sinne von „Was geht es dich an, was ich wann (meine Stunde) tue, lass das mal meine Sorge sein.“ Normalerweise ist im Kontext des Johannesevangeliums mit dieser „Stunde“ sein Tod und seine Auferstehung als Zielpunkt des Wirkens Jesu gemeint (vgl. 17,1-2; 19,28-30). Dennoch ist es für diesen Abschnitt möglich zu sagen, dass Jesus einen bestimmten Zeitpunkt auf der Hochzeit als Zeitpunkt seines Eingreifens meint. Jesus verweist damit auf seine Unverfügbarkeit. Nicht Maria, seine Mutter, hat Macht zu entscheiden, wann ihr Sohn handelt, sondern sein himmlischer Vater legt den Zeitpunkt fest. Kurze Zeit später weist Jesus die Diener an, sechs steinerne Krüge mit Wasser zu füllen. Diese Krüge waren für die Reinigung nach jüdischer Sitte bestimmt. Jeder dieser Krüge fasste im Schnitt ca. 80-120 Liter Wasser, insgesamt also zwischen 480 und 720 Liter. Das Wunder an sich wird in einem Vers (9) erwähnt. Weder das „Wie“ des Wunders noch die Reaktion der Gäste, des Speisemeisters, der Diener, des Brautpaars wird berichtet.

(…)

2. Bedeutung für den heutigen Hörer

Es empfiehlt sich, diesen Abschnitt in seinem Kontext wahrzunehmen, besonders zusammen mit dem vorhergehenden Kapitel. Menschen erleben Jesus und fragen ihn, wer er ist und wo er herkommt. Sie werden von ihm eingeladen, den Tag mit ihm zu verbringen. Eine Einladung, die uns heute auch gilt: „Komm und sieh“ – ein Tag mit Jesus verbringen und dich überraschen lassen, was alles passieren kann. Wie genau so ein Tag mit Jesus sein kann, erfahren wir bei dem ersten Zeichen Jesu auf der Hochzeit in Kana.

(…)

3. Methodik für die Gruppe

Einstieg – Hochzeiten

Für eine generelle Einleitung in den Abend könnten aktuelle oder in der Historie markante Promihochzeiten als Einstieg dienen. Ein gemeinsames Lachen, Erinnern oder schockiert Sein. Möglich ist es auch, einen verheirateten Teilnehmer eine Anekdote von seiner eigenen Hochzeit / Ehe erzählen zu lassen. Essen ist ein gutes Medium, um miteinander ins Gespräch zu kommen. Warum nicht eine fette (Hochzeits-)Torte gemeinsam (backen &) essen. Dies kann auch in eine größere Mottoparty / Mottoabend ausarten.

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  • Autor / Autorin: Patrick Senner
  • © Deutscher EC-Verband