Ich bin verlassen!Ich bin verlassen!

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Einheit: Ich bin verlassen!

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 40-50 Min. (Vorbereitung: 40-50 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Kinder (7-11 Jahre), Kinder/ Pre-Teens (10-13 Jahre)
Einsatzgebiete: Freizeiten, Gruppenstunde
Redaktion: JUMAT
Benötigte Materialien: Stein(e), Kerze, Bilder (für die Verkündigung), Glas Wasser, alter Krug, Sand,
Bibelstelle: Psalm 22,1-22
Psalm 22,1-22,22

22

Leiden und Herrlichkeit des Gerechten

(vgl. Mt 27,35-46)

1Ein Psalm Davids, vorzusingen, nach der Weise »die Hirschkuh der Morgenröte«.

2Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?

Ich schreie, aber meine Hilfe ist ferne.

3Mein Gott, des Tages rufe ich, doch antwortest du nicht,

und des Nachts, doch finde ich keine Ruhe.

4Aber du bist heilig,

der du thronst über den Lobgesängen Israels.

5Unsere Väter hofften auf dich;

und da sie hofften, halfst du ihnen heraus.

6Zu dir schrien sie und wurden errettet,

sie hofften auf dich und wurden nicht zuschanden.

7Ich aber bin ein Wurm und kein Mensch,

ein Spott der Leute und verachtet vom Volk.

8Alle, die mich sehen, verspotten mich,

sperren das Maul auf und schütteln den Kopf:

9»Er klage es dem Herrn, der helfe ihm heraus

und rette ihn, hat er Gefallen an ihm.«

10Du hast mich aus meiner Mutter Leibe gezogen;

du ließest mich geborgen sein an der Brust meiner Mutter.

11Auf dich bin ich geworfen von Mutterleib an,

du bist mein Gott von meiner Mutter Schoß an.

12Sei nicht ferne von mir, denn Angst ist nahe;

denn es ist hier kein Helfer.

13Gewaltige Stiere haben mich umgeben,

mächtige Büffel haben mich umringt.

14Ihren Rachen sperren sie gegen mich auf

wie ein brüllender und reißender Löwe.

15Ich bin ausgeschüttet wie Wasser, /

alle meine Gebeine haben sich zertrennt;

mein Herz ist in meinem Leibe wie zerschmolzenes Wachs.

16Meine Kräfte sind vertrocknet wie eine Scherbe, /

und meine Zunge klebt mir am Gaumen,

und du legst mich in des Todes Staub.

17Denn Hunde haben mich umgeben, /

und der Bösen Rotte hat mich umringt;

sie haben meine Hände und Füße durchgraben.

18Ich kann alle meine Gebeine zählen;

sie aber schauen zu und weiden sich an mir.

19Sie teilen meine Kleider unter sich

und werfen das Los um mein Gewand.

20Aber du, Herr, sei nicht ferne;

meine Stärke, eile, mir zu helfen!

21Errette mein Leben vom Schwert,

mein einziges Gut von den Hunden!

22Hilf mir aus dem Rachen des Löwen /

und vor den Hörnern der wilden Stiere –

du hast mich erhört!

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Psalm 22 weist auf das Leiden und Sterben von Jesus hin. Die Kinder erfahren, dass sie nicht von Gott verlassen sind. Der Psalm und die Leidensgeschichte von Jesus wird dabei mit einer Pantomime und Bildern anschaulich erlebt.


Vorschau:

Hinführung

Idee 2: Last (Steine) ablegen
Die Kinder sitzen im Kreis. In der Mitte liegt ein Schild mit den Worten „Verlassensein“. Am Rand liegen verschiedene Steine (runde, eckige, große, kleine). Die Kinder sollen überlegen, was sie mit dem „Verlassensein“ verbinden. Je nachdem wie frei sich die Kinder fühlen, kann es laut gesagt werden oder auf dem Stein, welches das Kind sich such, aufgeschrieben werden. Diese Steine werden dann von den Kindern festgehalten, bis niemandem mehr etwas einfällt.
Das Schild wird umgedreht und es steht nun „Du bist erhört!“ Die Kinder können nun ihre Steine in die Mitte legen. Noch besser wäre es, diesen Schritt erst nach der Verkündigung zu vollziehen, um dieser nicht schon etwas vorwegzunehmen.

Verkündigung
Pantomime
Der Psalm wird vorgelesen und vor den Kindern werden die Verse anschaulich und pantomimisch von einer weiteren Person dargestellt. Der Psalm wird dabei langsam Vers für Vers vorgelesen, sodass eine gute Darstellung möglich ist, aber auch das etwas längere Verweilen in einer Position und Situation.

Bei den ersten beiden Versen tritt der Schauspieler (Beter) auf und geht dabei in eine betende, klagende und fragende Haltung. In Vers 3 wird der Raum verdunkelt, sodass man nur noch Schatten sieht. Eine Kerze wird in Vers 4 angezündet und im Hintergrund läuft leise Musik aus Israel. Durch eine Schriftrolle oder eine alte Bibel soll auf die Vergangenheit aufmerksam gemacht werden (V.5.6). In den Versen 7-9 kommen weitere Personen hinzu, die um den gekrümmten Beter herumlaufen. Sind zu wenig Mitwirkende anwesend, können auch auf ihn zeigende Pappfinger um den Beter gelegt werden. In den Versen 10 und 11 wird das Wiegen eines Kindes und die Hingabe zu Gott dargestellt, die sich in Vers 12 wieder zu einer bittenden und angsterfüllten Haltung verwandelt. Zu den zeigenden Fingern kommen nun Bilder von Stieren und Löwen.

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  • Autor / Autorin: Nicole Wienke
  • © Deutscher EC-Verband

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