Ich halte dich!

Einheit | Gottesdienst-Entwurf
Einheit | Gottesdienst-Entwurf

Ich halte dich!

Materialart: Gottesdienst-Entwurf
Zielgruppen: Kinder, Kinder (3-7 Jahre), Kinder (7-11 Jahre), Mitarbeitende, Familien
Einsatzgebiet: Gottesdienst
Verband: Praxisverlag buch+musik bm gGmbH
Redaktion: Kirche Kunterbunt
Zeitbedarf: - Min.
Bibelstelle: Jesaja 41,10 anzeigen
Bibelstelle
Jesaja 41,10

10fürchte dich nicht, ich bin mit dir; weiche nicht, denn ich bin dein Gott. Ich stärke dich, ich helfe dir auch, ich halte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Anhänge:
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Kirche Kunterbunt zur Jahreslosung 2027

Gottesdienst

Willkommens-Zeit

Bei der Begrüßung die Leute auf einer Tapetenrolle, Flipchart o. Ä. aufschreiben lassen, was ihnen Angst macht. Während der Feier-Zeit dort groß die Jahres­losung oder den Satz „Hab keine Angst“ darüberschreiben.

Anfangsmoderation

Wer von euch hat Angst vor Spinnen? (melden lassen) 
Wer hat Angst vor Gewittern? (melden lassen) 
Wer hat Angst vor Monstern unter‘m Bett? (melden lassen)

Ich habe gute Nachrichten für euch. Die meisten Spinnen können nicht gut sehen. Und wenn doch, dann nur ein paar Zentimeter weit. Sie nehmen euch im Normalfall also gar nicht wahr. Und hier in Deutschland sind sie auch nicht giftig. Es gibt nur eine Spinnenart, die uns wirklich beißen kann. Das fühlt sich dann ähnlich an wie ein Wespenstich. Aber die ist so scheu, dass man die im Normalfall gar nicht zu Gesicht bekommt. Und wenn man sie doch sieht, dann beißt sie nur, wenn sie wirklich geärgert wird.

Gewitter kann manchmal natürlich auch gefährlich sein. Aber wenn wir im Haus sind, passiert im Normalfall nichts, denn viele Häuser haben einen Blitzableiter.

Im Auto sind wir auch sicher. Denn jedes Auto ist ein sogenannter Faraday’scher Käfig. Vielleicht habt ihr das in der Schule schon mal gelernt. Das heißt, wenn dort ein Blitz einschlägt, dann merkt man davon im Inneren nichts. Das ist im Flugzeug übrigens dasselbe. Und heutzutage können uns die Wetter-Apps schon im Vorfeld sagen, wann es gewittern soll. Wenn man dann einfach zu Hause bleibt oder mit dem Auto fährt, statt mit dem Fahrrad, dann ist man sehr sicher.

Und auch bei dem Monster unter Bett habe ich eine sehr gute Nachricht: Die gibt es gar nicht. Wenn es dunkel ist und alles ganz still ist, dann hören wir nur jedes kleinste Geräusch: Wenn das Bett knarrt, wenn irgendwo eine Tür zuschlägt oder der Wind heult. Und wir sehen auch die Schatten, wenn die Straßenlampe ins Zimmer scheint oder ein Auto vorbeifährt. Das macht uns Angst. Aber das ist alles kein Monster.

Na, wer hat jetzt noch Angst vor Spinnen? (melden lassen) 
Und wer hat noch Angst vor Gewitter? (melden lassen) 
Und wer hat noch Angst vor Monstern? (melden lassen)

Reaktion, wenn sich immer noch jemand gemeldet hat: Ihr merkt: Angst geht nicht einfach weg, nur weil ich euch was über die Dinge erzählt habe, die Angst machen. Deshalb wollen wir heute drüber nachdenken, wie wir mit Angst umgehen können. Was wir tun können, damit sie kleiner wird oder sogar ganz verschwindet. Oder auch, dass wir gar keine Angst erst bekommen.

Reaktion, wenn sich keiner mehr gemeldet hat: Wie schön, dass ich eure Angst so leicht vertreiben konnte. Aber nicht immer geht Angst so leicht weg. Deshalb wollen wir heute drüber nachdenken, wie wir mit Angst umgehen können. Was wir tun können, dass sie kleiner wird oder sogar ganz verschwindet. Oder auch, dass wir gar keine Angst erst bekommen.
Wir haben euch dafür heute verschiedene Stationen mitgebracht. (Stationen vorstellen)

Theaterstück mit dem Fürchte-dich-nicht-Monster

Material: ein „Fürchte-dich-nicht-Monster“ muss fertig gebastelt sein

Alternativ oder ergänzend zur Anfangsmoderation, wird die Moderation von jemanden unterbrochen, der das Fürchte-dich-nicht-Monster (s. „Station 10: Fürchte-dich-(nicht)-Monster“) spielt:

Angstmonster:Mjam, mjam, mjam. (schmatzt genüsslich)
Moderation:Oh, das Angstmonster. Ja, das ist auch hier. Das fühlt sich mal wieder sehr wohl.
Angstmonster:Mmmm (tut so, als würde es genüsslich kauen). Immer wieder finde ich viele, viele Sorgen, die mir so gut schmecken.
Moderation:Aber weißt du, Angstmonster, heute werden wir dich mal mit etwas Neuem füttern.
Angstmonster:(verdutzt) Etwas Neuem? Aber mir schmecken die Ängste doch so gut. (schmatzt) Mjam, mjam, mjam. Mir schmeckt gut, dass manche Angst vor dem Sportunterricht haben und andere vor dem Test und manche vor dem Geburtstag und manche …
Moderation:Nein, stopp.
Angstmonster:(noch verdutzter) Was denn?
Moderation:Heute lernen wir etwas anderes kennen. Heute wirst du zu einem Fürchte-dich-nicht-Monster werden.
Angstmonster:Fürchte dich nicht?
Moderation:Ja! Gott sagt das nämlich immer wieder, dass wir uns nicht fürchten müssen.
Angstmonster:(lacht) Ja und? Es gibt aber doch so, so viel, dass einem ganz schön viele Gründe zum Fürchten gibt. Oh hier! (schnappt in der Luft herum) Mjam, mjam. Gerade eben habe ich die Angst, etwas Peinliches zu machen, geschnappt … oh, die schmeckt mir auch so gut. Mjam, mjam.
Moderation:Aber weißt du, es gibt ja nicht nur diese Ängste …
Angstmonster:(schnappt weiter in der Luft herum) Oh, aber von denen gibt es viele … hier schon wieder … ah ja, die Angst jemanden nicht zu gefallen … mjam, mjam …
Moderation:Nein, es gibt noch etwas: Es gibt Gottes große Hand, die uns hält.
Angstmonster:(irritiert) Eine große Hand, die uns hält?
Moderation:Ja genau. So steht es in der Bibel.
Angstmonster:Und was macht diese Hand?
Moderation:Das finden wir heute gemeinsam heraus. Aber ich bin mir sicher, am Ende von dieser Kirche Kunterbunt wirst du dich zu einem Fürchte-dich-nicht-Monster verwandeln.
Angstmonster:Hm … da bin ich gespannt.

Aktiv-Zeit

Station 1: Noch nicht sichtbar

Material: grüne Blätter, blaue Stifte, rote Stifte, schwarze Pappe, rotes Transparentpapier, ausgedruckte Bibelverse als Verheißungen/Zusprüche Gottes

Einleitung: Viele Verse in der Bibel sind Versprechen auf etwas, was irgendwann kommen wird, aber noch nicht sichtbar ist. Immer wieder wurden Menschen in den biblischen Geschichten ermutigt, diese Versprechen nicht zu vergessen, sich daran festzuhalten, auch wenn sie noch nicht greifbar sind. In dieser Station wollen wir uns auch an das „Unsichtbare“ erinnern, in dem wir eine Geheimschrift sichtbar machen. Das geht so:

Stationsbeschreibung

  1. Überlege dir eine Botschaft / ein Versprechen Gottes, an das du dich erinnern möchtest. Hier sind ein paar Bibelverse, die du als Beispiel nutzen darfst.
  2. (ausgedruckte Bibelverse bereitlegen)
  3. Bastele dir eine Lupe mit rotem Transparentpapier
  4. als „Glasfeld“.
  5. Schreibe mit einem blauen Stift auf einem grünen Papier ein Versprechen Gottes, an das du dich erinnern möchtest.
  6. Übermale deine Botschaft mit einem roten Stift. Am besten funktioniert es, indem du einfach wild über deine Schrift kritzelst.
  7. Nun probiere es aus: Kann jemand anderes mithilfe der Lupe dein Versprechen entziffern?

Station 2: Auf Gott schauen

Material: Klebeklettband (kann man beispielsweise online bestellen oder im Baumarkt kaufen), Schere, Klett-Klebepunkte, große Decke oder Wand, Bälle zum Bekleben, vorbereitete Pappschilder mit den Worten: Sorgen, Angst, Zweifel, Langweile, Müdigkeit, usw., Kreppband

Aufbau: Wir bauen uns einer Art Dartscheibe in XXL. Sollte euch das zu aufwendig sein, könnte man auch eine Klebe-Dartscheibe kaufen. Bei der XXL-Scheibe haben wir die Chance, sie ganz nach unseren Wünschen aufzubereiten. Dafür kauft ihr Klebe-Klettband und befestigt es an Bälle (zum Beispiel alte Jonglierbälle). Auf einer großen Decke oder Wand werden die Klebeklettpunkte mit lösbarem Band (wie Kreppband) befestigt. Ebenso werden auf der Decke die beschrifteten Pappschilder vorbereitet. Wenn man nun den vorbereiteten Klett-Ball auf die Klebepunkte wirft, sollten die Klebepunkte sich vom Kreppband lösen und stattdessen an dem Klett-Ball festhaften.

Einleitung: Manchmal stehen wir vor Situationen, die uns ganz schön schwerfallen. Situationen, vor denen wir Angst haben und uns am liebsten irgendwie aus ihnen herauswinden würden. Kennt ihr so Situationen? Was war das zum Beispiel bei euch? 
Bei dieser Station können wir ausprobieren, was es bedeutet, eben nicht auf diese dunklen Stimmen zu achten, die uns Angst machen und von Sorgen erzählen, sondern auf die hoffnungvollen Klebepunkte.

Stationsbeschreibung: Ihr habt nun 1 Minute Zeit (passt es so an, wie es bei eurer „Dartscheibe“ Sinn ergibt) so häufig, wie ihr könnt, auf diese Wand zu werfen und zu versuchen, die Klebepunkte zu sammeln. Aber Achtung: Schaut nur auf die Klebepunkte und lasst euch nicht von den Pappschildern ablenken.

Gesprächsimpuls: Wie kann das denn im Alltag funktionieren, sich nicht so sehr von Ängsten und Sorgen ablenken zu lassen?

Station 3: Ich halte dich (Experimentierstation)

Material: beschichteter Karton, z. B. Tetrapak, ohne Knicke/Falten (vorab im Team sammeln); 3–4 Wassergläser; Stifte; Scheren; Wasser
Einleitung: „Ich halte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit“ (Jesaja 41,10b Lu) – wie meint das Gott? Wie können wir uns das heute vorstellen? Nicht jeder darf mich mit seiner Hand berühren! Ist das eine angenehme Hand, die mich halten möchte? Das jüdische Volk hat erlebt, dass es ihnen Kraft gibt, von Gottes Händen gehalten zu werden. 
In dieser Station wollen wir entdecken, dass Gottes Hand hält. Das geht so:

Stationsbeschreibung

  1. Lege deine Hand auf den beschichteten Karton, zeichne den Umriss und schneide ihn aus
  2. (ggf. Hände vorbereiten für kleine Kinder).
  3. Fülle ein Glas mit Wasser (nicht ganz voll).
  4. Lege die ausgeschnittene Hand auf das Glas, dann deine eigene. Wichtig ist, dass die komplette Öffnung des Glases mit einem glatten Stück bedeckt ist.
  5. Drehe jetzt schnell das Glas auf den Kopf und nimm deine Hand von der ausgeschnittenen Hand weg. Durch den Luftdruck sollte nun der Karton unter dem Glas bleiben und kein Wasser aus dem Wasserglas herausfließen.

Die Hand (Gottes) hält allem (Wasser-)Druck stand. Gottes Hand hält dich. Du bist gehalten von Gott.

Station 4: Umhüllt geborgen

Material: große, weiche Decke, ein paar Wäscheklammern, Bereich/Raum etwas abseits

Aufbau: Am besten in einem Bereich oder Raum, der etwas abseits und ruhiger ist.

Einleitung: Manchmal wissen wir nicht, wie wir die nächste Woche meistern werden. So viel muss noch erledigt werden und dann noch ein Magen-Darm-Infekt. Wir wollten doch so gern mal wieder zusammen Fahrradfahren.
Bei dieser Station können wir erleben, wie es ist, wenn man nicht allein durch den Alltag hetzt, sondern gestärkt wird von einem unsichtbaren Gott.

Stationsbeschreibung: Stellt euch als Familie dicht zusammen, eure Gesichter einander zugewandt. Jetzt gibt die Stationsleitung einem Erwachsenen eine Ecke der großen Decke und hält diese fest. Die Mitarbeiterin läuft einmal mit der Decke um die ganze Familie herum, bis jeder ein Stück Decke am Rücken spüren kann. Das andere Ende der Decke wird mit einer Wäscheklammer befestigt. Jetzt liest die Leitung die Jahreslosung vor und hält die Hand schützend über die Köpfe (angedeutet). 
Gott sagt zu euch (Familie XY): „Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir. Weiche nicht, denn ich bin dein Gott. Ich stärke dich. Ich helfe dir auch durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit.“ Amen. 
Im Anschluss wird die Decke wieder abgenommen und es gibt den Gesprächsimpuls.

Gesprächsimpuls: Wie hat sich das angefühlt, die anderen so nah zu spüren? Hat die Decke einen Unterschied gemacht? Gott ist euch so nah wie die Decke und stärkt euch den Rücken in all den Herausforderungen als Familie.

Station 5: Bewegungsvoll vertrauen

Material: laminierte Karten mit Versteilen, Markierungen für Start und Ende der Laufstrecke

Aufbau: den Laufbereich abgrenzen und markieren

Einleitung: Es gibt leichte und schwere Tage. Manchmal flitzen wir, manchmal schleichen wir. Manchmal möchten wir am liebsten rückwärtsgehen, um gar nicht erst los zu müssen. An jedem neuen Tag gilt uns die Zusage Gottes, dass er uns begleitet. In unterschiedlicher Geschwindigkeit könnt ihr an dieser Station die Zusage Gottes ergreifen.

Stationsbeschreibung: Stellt euch als Familie oder wilder Haufen hintereinander auf. Der Reihe nach läuft die erste Person los. Die Leitung sagt wie (flitzend, schleichend, rückwärts, gemütlich – altersgerecht anpassen). Am Ende der zuvor festgelegten Strecke sind die Einzelteile der Jahreslosung auf laminiertem Papier verdeckt ausgelegt. Das Familienmitglied greift schnell eine Karte und geht im gleichen Bewegungsmodus zurück zur Familie. Nun ist das nächste Familienmitglied im neuen Bewegungsmodus dran. Bis alle Karten aufgehoben wurden. Die Satzteile werden am Ende miteinander zusammengesetzt.

„Fürchte dich nicht,
denn ich bin mit dir.
Weiche nicht,
denn ich bin dein Gott.
Ich stärke dich.
Ich helfe dir auch
durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit.“

Gesprächsimpuls: Was hilft dir, um Gott zu vertrauen? Geht das leichter, wenn du schnell oder eher langsam unterwegs bist?

Station 6: Sonnenzeit – Gewitterzeit

(Station für Erwachsene oder ältere Kinder)

Material: Arbeitsblatt „Sonnenzeit–Gewitterzeit“ auf Din A3-Papier ausdrucken (s. Anhang: Arbeitsblatt und Beispielblatt), Stifte, Radiergummi, evtl. leise Musik im Hintergrund

Stationsbeschreibung: Nimm dir ein Arbeitsblatt und denke einmal über dein bisheriges Leben nach. Du siehst auf dem Blatt einen Zeitstrahl. Dafür steht die gestrichelte Linie. Wann waren in deinem Leben bisher Sonnenzeiten, wann waren Gewitterzeiten? Die Plus- und Minus-Achse hilft dir zu schauen, wie gut es dir ging oder wie schlecht. Wenn du es ganz nah an die Sonne schreibst, dann waren das besonders schöne/gute Zeiten. Wenn du es nah an die Gewitterwolken malst, waren das schlechte Zeiten. Du kannst auch ins Blatt schreiben, was da jeweils geschehen war, so ähnlich, wie du es auf dem Beispielblatt siehst. Wenn du fertig bist, zeichnest du deine Kurve noch einmal mit einem dicken Stift nach.

Station 7: Rituale bei Angst

Hier gibt es nun verschiedene Rituale, die bei Angst helfen können. Als Kirche Kunterbunt dürft ihr alle anbieten oder alle als Kärtchen vorbereiten, bei der man sich ein Ritual aussuchen kann, oder ihr fokussiert euch auf ein Ritual. Schaut doch gern, was in euren Kontext passt. Diese ­Rituale könnten auch eine Idee für Zuhause sein.

Material: große Kerze, Teelichter, Tuch, Feuerzeug, große Decke(n), Kuscheltier(e), Anleitung „Muskel- und Atementspannung“ (s. Anhang)
Stationsbeschreibung/Gesprächsimpuls: Manchmal haben wir Angst vor etwas oder vor jemandem. Was macht euch zum Beispiel Angst? (Antworten der Teilnehmenden) Was hilft dir, wenn du Angst hast? (Antworten der Teilnehmenden) Wir wollen jetzt ein paar ganz einfache Möglichkeiten ausprobieren, was wir tun können, wenn wir Angst haben.

Kerze: Ihr setzt euch alle im Kreis um die große Kerze (unter der Kerze ein Tuch). Ein Kind darf sie anzünden. Ihr schaut alle ganz aufmerksam ca. 1 Minute in die Flamme; dabei versucht ihr ganz still zu sein. Dann entzündet jede/jeder an der großen Kerze still ein Teelicht und stellt es im Kreis um die Kerze auf. So wird es immer heller. Die Angst wird kleiner. Ihr schaut weiter in das Licht. In euch wird es hell. In euch wird es ruhig und still.

Kuscheltier: Nimm das Kuscheltier in den Arm und drücke es an dich. (Alternativ: jeder nimmt eines der Kuscheltiere.) Jetzt kannst du dem Kuscheltier ganz leise zuflüstern, was dir Angst macht. Dadurch wird die Angst kleiner. Du kennst vielleicht das Sprichwort: „Geteiltes Leid ist halbes Leid.“ (Bei nur einem Kuscheltier: reihum weitergeben.) Und jetzt sagst du dem Kuscheltier noch etwas, was dir ganz viel Spaß macht. Auch dazu gibt es das passende Sprichwort: „Geteilte Freude ist doppelte Freude.“ (Bei einem Kuscheltier: reihum weitergeben.)

Deckensegen: Kuschelt euch als Familie oder wilder Haufen jetzt zusammen in eine große Decke oder kuschele dich allein oder zusammen mit jemandem, den du gernhast, in die Decke. (Dein Kuscheltier kannst du gern mitnehmen.) Mach die Augen zu. Genieße die wärmende Decke und die Nähe zum anderen. Jetzt atme ganz ruhig und gleichmäßig. Achte darauf, dass du ganz lange ausatmest, so lange, bis kein Atem mehr kommt. Dann atme wieder ein. Atme aus – atme ein – atme aus – atme ein … Du spürst, wie du immer ruhiger wirst. Deine Angst wird kleiner, deine Sorgen werden kleiner. Du genießt, dass alles um dich herum still ist. – Gott wünscht dir jetzt alles Gute; so nennen wir das, wenn wir von Gott gesegnet werden:
„So groß und beschützend wie die Decke ist auch Gott, der Allmächtige. Gott, der Vater, der Allmächtige, der den Himmel, die Erde und alles Leben darauf geschaffen hat, sieht dich und ist bei dir. 
Und er segnet dich. Er nimmt dich in den Arm. Er schenkt dir Sicherheit und Geborgenheit. Wenn du Angst hast, gibt er dir neuen Mut. 
Jesus, der Sohn, der für uns am Kreuz gestorben ist, der alle unsere Sorgen und Ängste kennt, segne dich. Er mache deine Gedanken weit und schenke dir Offenheit für die Menschen und alles um dich herum. Er schenke dir Vertrauen und Zuversicht. 
Und der Heilige Geist, der immer bei dir ist, der dich inspiriert und motiviert, er segne dich. Er schenke dir Trost und Wärme an jedem Tag. Seine Liebe begleitet dich zu jeder Zeit. 
So segne dich Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.“

Muskel- und Atementspannung: Anleitung für Muskel- und Atementspannung als Kopie mit nach Hause geben. Oder gleich gemeinsam ausprobieren.

Station 8: Sorgen-Bündel

Material: Notizzettel (DIN A7), Wunderkerzen, Wolle, Feuerschale, einige Bio-Anzünder aus Holzwolle, Feuerzeug

Stationsbeschreibung: Wir machen uns im Leben viele Sorgen. Wir haben Angst, was uns erwartet. Wir haben Kummer. Wir ärgern uns über etwas. Wir sind traurig, weil wir jemanden verloren haben. Wir sind enttäuscht, dass uns etwas nicht gelungen ist. Wir schämen uns für etwas, was schiefgelaufen ist. Wir fühlen uns schuldig, weil wir etwas Schlechtes getan haben. Und vieles mehr … 
Du kannst deine Sorgen auf einen kleinen Zettel schreiben. Dann wickelst du den Zettel um zwei Wunderkerzen und biegst die Enden um. Das Ganze bindest du mit einem Wollfaden zusammen. So wird daraus ein Sorgen-Bündel. Nach unserer Feier-Zeit kannst du dann deine Sorgen ins Feuer werfen und sehen, was passiert.

Alternative: Es können auch kleine Sorgensteine beschrieben werden aus Marmorkiesel als Alternative zu den Sorgenbündeln.

Nach der Feier-Zeit: Du kannst jetzt deinen Sorgenstein jemandem geben, dem du vertraust. Bitte diesen Menschen darum, dass er für dich in deinen Sorgen betet. 
Kleines Feuer in der Feuerschale entzünden (dazu genügen ein paar Bio-Feueranzünder aus Holzwolle). 
Werft nun nacheinander eure Sorgen-Bündel ins Feuer. Wartet aber mit dem Hineinwerfen immer so lange, bis ein Sorgen-Bündel in Flammen und Funken aufgegangen ist.

Station 9: Ich bin mit dir – Gott hält deine Hand

Material: Schrumpffolie, Acrylfarbe, Permanentstifte, Schere, Locher, Backpapier, Backofen, Schlüsselring (evtl. kleines Kettchen)

Stationsbeschreibung: Welche Hand hältst du gerne? Und warum ist das ein gutes Gefühl, die Hand von jemandem zu halten? – Gott hält deine Hand! Er ist mit dir. 
Hier könnt ihr euch einen Anhänger gestalten, der euch immer daran erinnert. Bestreicht eure Hände mit etwas Acrylfarbe oder Stempelfarbe und drückt sie auf die raue Seite der Schrumpffolie. Nicht zu viel Farbe verwenden, sonst verwischt der Abdruck. (Alternativ könnt ihr auch die Hand auf ein Papier legen, umranden und die Form auf die Schrumpffolie übertragen.) Mit den Permanentstiften „Ich bin mit dir!“ oder „Gottes Hand hält dich!“ schreiben oder den Handabdruck verzieren. Den Handabdruck sauber ausschneiden. Oben ein kleines Loch stanzen (für den Schlüsselring). Den Ofen auf ca. 150–170 °C vorheizen (je nach Folienangabe). Die ausgeschnittenen Handabdrücke auf ein Backblech mit Backpapier legen und für ca. 1–3 Minuten in den Ofen geben. Die Folie rollt sich erst zusammen (keine Panik!). Danach wird sie wieder flach und deutlich kleiner (ca. 1/3 der ursprünglichen Größe). Direkt nach dem Herausnehmen könnt ihr das Motiv vorsichtig mit einem Buch flach drücken (falls es sich leicht gewölbt hat). Abkühlen lassen (wird fest und stabil). Schlüsselring durch das Loch ziehen – fertig! 
Für kleine Kinder ist die Nachzeichen-Variante oft ­einfacher als der Farb-Handabdruck.

Gesprächsimpulse: In welchen Situationen wünscht ihr euch die Gewissheit, dass Gottes Hand euch hält? Wo könntet ihr euren Anhänger anbringen, damit er euch daran erinnert?

Station 10: Fürchte-dich-(nicht)-Monster

Material: quadratisches Papier (ca. 20×20 cm), Stifte, Papier zum Verzieren, Bastelaugen, evtl. Stempel

Stationsbeschreibung: Das Fürchte-dich-nicht-Monster hilft uns zu thematisieren, dass wir uns manchmal fürchten. Überlegt euch zunächst gemeinsam, wovor ihr euch fürchtet bzw. man sich fürchten kann. Vielleicht findet ihr kurze Worte oder Symbole dafür? 
Dann geht es ans Monster basteln:

  1. Faltet das Papier zunächst einmal diagonal zu einem Dreieck und klappt es wieder auf. Wiederholt das in die andere Richtung. Anschließend faltet ihr das Papier einmal waagerecht und einmal senkrecht in der Mitte und öffnet es wieder – so entstehen Faltlinien in Form eines Sterns.
  2. Nun faltet ihr alle vier Ecken zur Mitte, sodass sie sich genau dort treffen.
  3. Dreht das Papier um und faltet erneut alle vier Ecken zur Mitte.
  4. Öffnet die Ecken noch einmal kurz: In die entstandenen inneren Flächen werden jetzt die Worte geschrieben „Denn Gott ist bei mir“ bzw. Symbole oder Worte für Dinge, vor denen wir uns fürchten.
  5. Danach faltet ihr die Ecken wieder zurück zur Mitte und schreibt auf die Außenseiten die Worte „Ich fürchte mich (nicht)“.
  6. Faltet das Papier nun noch einmal in beide Diagonalen und klappt es wieder auf. Drückt die Mitte vorsichtig von unten nach oben, sodass ein kleiner „Buckel“ entsteht.
  7. Jetzt könnt ihr mit Daumen und Zeigefinger in die vier Laschen schlüpfen und die Form auseinanderziehen. Formt alles vorsichtig, bis sich das Fürchte-dich-nicht-Monster gut öffnen und schließen lässt.
  8. Und schon ist euer Fürchte-dich-nicht-Monster fertig! – Wie das Monster benutzt wird? Steckt Daumen und Zeigefinger in die Spitzen. So könnt ihr das Hütchen anschließend abwechselnd nach oben oder zur Seite aufklappen. Dann fragt ihr jemanden, wie oft ihr das Hütchen hin- und her klappen sollt. Zum Schluss bleibt das Hütchen offen – entweder mit offenem Monstermund oder mit geschlossenem. Der Mitspieler darf nun lesen, was im Monster steht (Ich fürchte mich/Ich fürchte mich nicht) und entscheiden, welche Seite aufgeklappt wird. Darunter erscheinen dann entweder die Symbole für unsere Ängste oder die Zusage „Gott ist bei dir!“

Station 11: Mut-Zupuste-Seifenblasen

Material: Bügelperlen, runde Bügelperlen-Steckbretter, Eisstäbchen, Seifenblasenwasser, Plastikteller, Heißkleber

Stationsbeschreibung

  1. Legt zwei Kreise aus Bügelperlen auf die Steckbretter (ca. 2–3 cm Durchmesser). Gestaltet sie so bunt und fröhlich, wie ihr mögt.
  2. Bügelt eure Kreise zusammen.
  3. Klebt Holzstängel mit Heißkleber an eure Kreise. Nun muss es aussehen wie eine Lupe.
  4. Taucht die Kreise in Seifenblasenwasser und staunt.
  5. Pustet euch gegenseitig Mut zu.

Feier-Zeit

Theaterstück: Petrus und die Angst

Man benötigt für das Theaterstück 2 Personen: Moderation, Petrus 
Auf der Bühne steht ein kleiner Tisch mit 2 Stühlen, ggf. mit etwas zu trinken, so wie in vielen Talkshows. 
Die Liste (Tapetenrolle, Flipchart o. Ä.) von der Begrüßung steht mit auf der Bühne.

Moderation:(steht auf der Bühne) Ihr habt jetzt ganz schön viel über Angst gelernt bzw. über das Keine-Angst-Haben.
(Hier können die Teilnehmenden gern erzählen, was für sie heute besonders spannend war, entweder in kleinen Gruppen oder sie sagen es laut vor allen.)
Ich habe uns heute einen ganz besondere Gast eingeladen, der uns erzählen wird, wo er schon einmal Angst hatte und wie er damit umgegangen ist.
Begrüßt mit mir mit einem donnernden Applaus: Petrus aus Kapernaum!
(Petrus kommt auf die Bühne; Moderation und er setzen sich)
Schön, dass du heute bei uns bist, Petrus! Du bist ja ein Freund von Jesus. Und du hast Jesus so richtig als Mensch auf dieser Welt kennengelernt. Du bist auch viel mit ihm unterwegs gewesen, hast also ganz viele Wunder hautnah miterlebt und Jesus ganz oft predigen gehört. Das hört sich alles sehr idyllisch an. Gab es da überhaupt Zeiten, wo du Angst haben musstest?
Petrus:Manchmal schon. Natürlich gab es viele Tage, an denen ich einfach glücklich war, dass ich mit Jesus unterwegs sein durfte. Da habe ich mich total sicher bei ihm gefühlt und wir hatten einfach eine gute Zeit. Aber manchmal gab es Auseinandersetzungen mit Menschen, denen Jesus komisch vorkam. Oder wir haben Situationen erlebt, wo ich ganz schön Muffensausen erlebt haben. Also ja: Angst kenne ich. Auch aus der Zeit mit Jesus.
Moderation:Magst du uns mal ein Beispiel nennen?
Petrus:Ja, gern. Eines Tages zum Beispiel waren wir am See Genezareth unterwegs. Da hat Jesus plötzlich zu uns gesagt: „Kommt, lasst uns auf die andere Seite fahren!“ Gesagt, getan. Wir sind also in ein Boot gestiegen und losgeschippert. Doch als wir unterwegs waren, kam plötzlich Wind auf und der wurde immer stärker und stärker. Wir waren uns plötzlich unsicher, was wir machen sollten. Sollten wir vielleicht umkehren und schauen, dass wir so schnell wie möglich ans Ufer zurückkamen?
Wir wollten schon Jesus fragen, aber da haben wir gemerkt, dass er in einer windgeschützten Ecke lag und schlief. Und wir wollten ihn auch nicht wecken. Immerhin brauchte er seine Ruhe nach dem ganzen Trubel, der immer um ihn rum war.
Deshalb haben wir die Sache selbst in die Hand genommen. Ich bin ja von Beruf Fischer und einige andere an Bord waren das auch. Wir haben die Segel eingeholt, die Leute unter Deck geschickt und versucht, das Schiff so gut es geht, durch die Wellenberge zu steuern. Am Anfang hat auch alles funktioniert. Doch der Sturm wurde immer heftiger. So einen Sturm hatte ich tatsächlich noch nie erlebt.
Moderation:Das war also der Moment, wo du Angst hattest?
Petrus:Ja, genau. Ich habe echt gedacht: „Das war’s jetzt. Jetzt gehen wir unter.“
Moderation:Und Jesus hat die ganze Zeit geschlafen?
Petrus:Ja, verrückt, nicht? Der hatte wirklich einen gesunden Schlaf.
Moderation:Wie ging es dann weiter?
Petrus:Meine Freunde und ich haben Jesus geweckt. Ich weiß gar nicht, wie er uns hören konnte bei dem Sturm. Aber er hat ziemlich schnell verstanden, dass wir in einer wirklich ausweglosen Situation sind.
Moderation:Und was hat er dann gemacht? Euch zurück ans Ufer gebeamt?
Petrus:Nein, er hat erstmal gar nichts gemacht, sondern uns einfach nur angeschaut, jeden Einzelnen.
Moderation:Das wars? Mehr nicht?
Petrus:Doch, zum Glück schon. Er hat sich hingestellt und laut gerufen: „Wind, sei still!“
Moderation:Und?
Petrus:Der Wind wurde still. Von jetzt auf gleich hörte der Sturm auf.
Moderation:Verrückt!
Petrus:Ja, das war wirklich verrückt. Ich hatte ja schon erlebt, wie Jesus Wunder getan hatte. Aber jetzt, wo es mich ganz persönlich betroffen hat, fühlte es sich so merkwürdig an. Ich hatte gar nicht damit gerechnet und ich wusste nicht, was ich davon halten sollte. Ich wusste nicht einmal, was ich von Jesus halten sollte. Das hört sich vielleicht komisch an, aber so war es.
Moderation:Aber wie gehts dir jetzt damit? Jetzt, wo dieses Erlebnis schon Jahre zurückliegt?
Petrus:Ich bin dankbar, dass ich das erlebt habe. Denn es hat meinen Glauben an Jesus stark gemacht. Ich habe noch oft Angst gehabt, so wie alle Menschen.
Ihr habt ja auch vorhin einige Sachen aufgeschrieben (zeigt auf die Liste aus der Begrüßung – liest ggf. einige Sachen vor). Angst ist menschlich. Gehört dazu. Aber jetzt weiß ich, dass Jesus mir zusagt: „Hab keine Angst, ich bin da!“ Das gilt für alle Ängste dieser Welt.
(Er schreibt mit dickem Filzstift „Habt keine Angst“ quer über die Liste).
Moderation:Das passt ganz super zu dem Bibelvers, der über diesem Jahr steht.
Da sagt Gott uns zu: „Fürchte dich nicht, denn ich bin bei dir! Hab keine Angst, denn ich bin dein Gott!“
Petrus:Was aber natürlich nicht heißt, dass wir nie wieder Angst haben werden. Auch ich habe ab und zu noch Angst. Aber ich weiß: ich bin mit meiner Angst nicht allein. Gott hilft mir, dass die Angst kleiner wird. Und manchmal merke ich, wie er sie sogar ganz wegnimmt. Das finde ich klasse.
Moderation:Vielen Dank, Petrus, dass du uns einen kleinen Einblick in dein Leben gegeben hast. (wendet sich an Publikum) Und vielen Dank an euch, dass ihr euch auf dieses Thema eingelassen habt.

Hand-Gebet

In dem Bibelvers, um den es heute ging, da hieß es, dass wir uns nicht fürchten müssen, keine Angst haben müssen, weil Gott uns mit seiner Hand hilft. 
Wir haben ein Gebet, in dem es auch um eine Hand geht. 
Jeder Finger unserer Hand hat einen eigenen Namen und eine eigene Bedeutung: Daumen, Zeigefinger, Mittelfinger, Ringfinger, kleiner Finger. Die fünf Finger können uns beim Beten helfen. Macht mir einfach nach, was ich vormache. Gern dürft ihr auch den Text mitsprechen. 
(Die Sätze in Klammen werden von der Moderation gesprochen. Die anderen Teile dürfen alle mitsprechen. Ggf. mit einem Beamer projizieren, sodass alle leicht mitlesen können.)

Daumen heben: Guter Gott, mit dir wird es leichter.

Mit dem Zeigefinger eine Bewegung machen, mit der ich jemanden zu mir kommen lasse: Jesus, wenn ich dich brauche, dann kann ich jederzeit mit dir sprechen. Dann weiß ich: Ich bin nicht allein. Du kommst zu mir und bist bei mir.

Die Hand nach oben gestreckt vor das Gesicht halten: (Der Mittelfinger zeigt mir die Mitte meiner Hand. Er ragt über die anderen Finger hinaus.) Gott, du bist die Mitte meines Lebens. Du bist größer und mächtiger als alles, was es gibt. Du beschützt mich, bist zu mir wie ein guter Vater und eine gute Mutter.
Mit der anderen Hand auf die Stelle am Ringfinger zeigen, wo normalerweise der Ring sitzt: (Wenn Menschen sich lieben und zeigen wollen, dass sie zusammengehören, tragen sie manchmal einen Ring am Ringfinger.) Jesus, du und ich gehören zusammen. Wir sind unzertrennlich. Selbst, wenn ich dich einmal vergesse, denkst du immer an mich. Du liebst mich, ganz egal, wie es mir gerade geht. Wir gehen zusammen durch dick und dünn.

Den kleinen Finger alleine in die Höhe strecken: (Es gibt eine Redensart, die sagt: „Wenn man ihm den kleinen Finger reicht, nimmt er gleich die ganze Hand.“ Damit meinen wir: Wir bieten jemandem unsere Hilfe an, und der andere will noch mehr Hilfe von uns.) Bei dir, Gott, ist das ganz anders: Du bietest mir nicht nur den kleinen Finger an. Du reichst mir die ganze Hand. Du hilfst mir immer. Du bist immer für mich da.

Die Hand (oder beide Hände) mit gespreizten Fingern in die Höhe halten: Gott, du bist mein Vater. Du bist meine Mutter. Und wir alle sind deine Kinder. Jesus, wir sind deine Brüder und Schwestern. Heiliger Geist, mit dir sind wir eine große Familie.

Einander die Hand reichen (Händedruck).

Ergänzung: Theaterstück mit dem Fürchte-dich-nicht-Monster und Überleitung zum Segen

Moderation:Ah du bist ja auch wieder hier.
Fürchte-dich-nicht-Monster:Ja, aber schau mal … (zeigt den offenen Mund)
Moderation:Das sieht so aus, als wärst du ein „Fürchte dich-nicht-Monster“ geworden.
Fürchte-dich-nicht-Monster:(stolz) Das bin ich … aber naja … manchmal esse ich auch trotzdem noch Ängste.
Moderation:Ja, das hört wohl nie auf, dass es auch Momente in unserem Leben gibt, die sich ganz schön groß und schwer für uns anfühlen.
Fürchte-dich-nicht-Monster:Aber ich hab bei einer Station gelernt, was ich dann machen kann, wenn ich Angst bekomme …
Moderation:Oh, das ist wichtig!
Fürchte-dich-nicht-Monster:Und ich hab auch gemerkt, dass Ängste ja auch normal sind … alle haben vor etwas mal Angst.
Moderation:Sogar ein Petrus.
Fürchte-dich-nicht-Monster:Ja, sogar der. (überlegt) Manchmal ist eben das Blöde, dass man nicht immer sieht, dass man nicht allein ist … wie mit dieser Geheimschrift und der Lupe. Manchmal fühlt sich ziemlich viel im Leben wie Geheimschrift an.
Moderation:Das stimmt … (überlegt) Aber weißt du, ich glaub deswegen ist es so wichtig, dass wir uns einfach immer wieder gegenseitig daran erinnern, dass wir es nicht sind.
Fürchte-dich-nicht-Monster:Und wie machen wir das?
Moderation:Zum Beispiel durch Segen. Komm, wir lassen uns heute den Segen zupusten.

Zu-Pusten-Segen

Material: Mut-mach-Seifenblasen-Lupe, Seifen-Lauge

Ihr durftet bei einer Station aus Bügelperlen so tolle Mut-mach-Seifenblasen-Lupen basteln. Vorhin wurden wir ermutigt, dass wir uns gegenseitig immer wieder erinnern dürfen, dass wir nicht allein sind. Das machen wir auch, indem wir uns Segen zusprechen. Wir erinnern uns: Wir sind ja gar nicht allein. 
Heute puste ich euch den Segen zu, durch die Mut-mach-Seifenblasen-Lupe, und lasse kleine Segens-Seifenblasen zu euch fliegen. Achtet darauf, dass wir sie nicht platzen lassen. Und wenn sie bei euch landen, vielleicht könnt ihr die Segens-Seifenblase ja zu einer anderen Person weitergeben. 
(Vermutlich wird Unruhe entstehen, wenn die ersten Seifenblasen fliegen. Deswegen wählt einen guten Zeitpunkt, wann ihr den Text sprecht, damit euch noch zugehört wird.)

Damit wir nie vergessen: Wir sind nicht allein.
Damit wir nie vergessen: Gott ist mit uns.
Damit wir nie vergessen: Gott ist größer als alles, was uns Angst machen kann.
Und so segne uns
Gott, der Vater, der Sohn und die Heilige Geistkraft.
Amen

  • Autor / Autorin: Janina Corcoll, gemeinsam mit Sara Bardoll, Sara-Carina Hoffmann, Christian Beck und Damaris Schwarzrock
  • © Dieser Beitrag stammt aus dem Buch/E-Book "Angst ade!" zur Jahreslosung 2027 - © 2026 Praxisverlag buch+musik bm gGmbH, Stuttgart - mehr Infos unter www.praxisverlag-bm.de/jugendgottesdienstmaterial
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