Ich träume von einer Gemeinde …Ich träume von einer Gemeinde …

Einheit: Ich träume von einer Gemeinde …

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 30-60 Min. (Vorbereitung: 10-20 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Junge Erwachsene (18+), Studenten
Einsatzgebiete: Gruppenstunde, Predigtvorbereitung, Schulung
Redaktion: echt.
Benötigtes Material: Karten mit Kernsätzen der Bibelarbeit
Bibelstelle: heb 10,19-25
Hebräer 10,19-10,25

Das Bekenntnis der Hoffnung und das Gericht Gottes

19Weil wir denn nun, Brüder und Schwestern, durch das Blut Jesu den Freimut haben zum Eingang in das Heiligtum, 20den er uns eröffnet hat als neuen und lebendigen Weg durch den Vorhang, das ist: durch sein Fleisch, 21und haben einen Hohenpriester über das Haus Gottes, 22so lasst uns hinzutreten mit wahrhaftigem Herzen in der Fülle des Glaubens, besprengt in unsern Herzen und los von dem bösen Gewissen und gewaschen am Leib mit reinem Wasser. 23Lasst uns festhalten an dem Bekenntnis der Hoffnung und nicht wanken; denn er ist treu, der sie verheißen hat; 24und lasst uns aufeinander achthaben und einander anspornen zur Liebe und zu guten Werken 25und nicht verlassen unsre Versammlung, wie einige zu tun pflegen, sondern einander ermahnen, und das umso mehr, als ihr seht, dass sich der Tag naht.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Stephan Münch entwirft eine Bibelarbeit zum Thema Gemeinde, die in eine Gruppenstunde integriert werden kann. Dabei zeichnet er anhand des Bibeltextes das Bild einer Gemeinde, wie sie sein sollte, in der sich u.a. alle umeinander kümmern, in der alle gemeinsam vor Gott treten und an der Hoffnung festhalten. Gleichzeitig zeigt er, dass keine Gemeinde perfekt ist und es darum geht, mit den eigenen und fremden Schwächen und Fehlern gnädig zu sein.


Vorschau:

1. Erklärungen zum Text und Bedeutung für heute

Der Hebräerbrief ist eine Art Predigt an eine jüdische Gemeinde. Ermutigung, Kraft zum Durchhalten, bis Jesus wiederkommt und viele Hinweise auf das Alte Testament durchziehen das ganze Buch.

V.19-21: In das Heiligtum des Tempels durfte im Alten Testament nur einmal im Jahr der Hohepriester (am großen Versöhnungstag), um Israel von seiner Sünde zu befreien (3. Mose 16,30 ff.). Diesen Zugang hat Jesus geöffnet durch seinen Tod – durch sein Blut. Der Vorhang zerriss in dem Moment, als Jesus starb (Mt 27,51). Aber es geht nicht nur um diesen Vorhang – Jesus selbst ist wie ein Vorhang, wie eine Tür, durch die wir direkt zum Vater gehen können. Der Hohepriester ging im Alten Testament stellvertretend für das Volk zu Gott – Jesus stirbt auch stellvertretend für uns und schenkt uns Vergebung, einen Neuanfang – mit Gott, mit Menschen, mit uns selbst.

-> Es ist unglaublich, dass wir nicht nur einmal im Jahr, sondern täglich zu diesem Gott kommen dürfen. Viele Menschen um uns herum wünschen sich Befreiung von ihrer Schuld, von Dingen, die sie belasten, von Fehlern, die sie verfolgen. Und wir dürfen durch Jesus zu Gott gehen. Und er schenkt uns immer wieder einen Neuanfang. Wirklich unglaublich!

(…)

 

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  • Autor / Autorin: Stephan Münch
  • © Deutscher EC-Verband