In der SonneIn der Sonne

Downloads zu diesem Element:

  • Lueckentext.pdf
  • Lueckentext-Loesung.pdf

Einheit: In der Sonne

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 45-50 Min. (Vorbereitung: 30-40 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Kinder (3-7 Jahre), Kinder (7-11 Jahre)
Einsatzgebiete: Freizeiten, Gruppenstunde
Redaktion: JUMAT
Ben├Âtigte Materialien: Emoji-Bilder (ausdrucken oder selbst malen), Kronkorken, Lackstifte (oder Acrylfarbe - gelb und wei├č), Permanentmarker (rot, braun, blau), Alleskleber, Magnete, Eier (hart gekocht, gelb gef├Ąrbt), Heizl├╝fter, Pflanze, Taschenlampe
Bibelstelle: Jona 4
Jona 4

4

Jonas Unmut und Gottes Antwort

1Das aber verdross Jona sehr, und er ward zornig 2und betete zum Herrn und sprach: Ach, Herr, das istÔÇÖs ja, was ich dachte, als ich noch in meinem Lande war. Deshalb wollte ich ja nach Tarsis fliehen; denn ich wusste, dass du gn├Ądig, barmherzig, langm├╝tig und von gro├čer G├╝te bist und l├Ąsst dich des ├ťbels gereuen. 3So nimm nun, Herr, meine Seele von mir; denn ich m├Âchte lieber tot sein als leben. 4Aber der Herr sprach: Meinst du, dass du mit Recht z├╝rnst?

5Und Jona ging zur Stadt hinaus und lie├č sich ├Âstlich der Stadt nieder und machte sich dort eine H├╝tte; darunter setzte er sich in den Schatten, bis er s├Ąhe, was der Stadt widerfahren w├╝rde. 6Gott der Herr aber lie├č einen Rizinus wachsen; der wuchs ├╝ber Jona, dass er Schatten gab seinem Haupt und ihn errettete von seinem ├ťbel. Und Jona freute sich sehr ├╝ber den Rizinus.

7Aber am Morgen, als die Morgenr├Âte anbrach, lie├č Gott einen Wurm kommen; der stach den Rizinus, dass er verdorrte. 8Als aber die Sonne aufgegangen war, lie├č Gott einen hei├čen Ostwind kommen, und die Sonne stach Jona auf den Kopf, dass er matt wurde. Da w├╝nschte er sich den Tod und sprach: Ich m├Âchte lieber tot sein als leben.

9Da sprach Gott zu Jona: Meinst du, dass du mit Recht z├╝rnst um des Rizinus willen? Und er sprach: Mit Recht z├╝rne ich bis an den Tod. 10Und der Herr sprach: Dich jammert der Rizinus, um den du dich nicht gem├╝ht hast, hast ihn auch nicht aufgezogen, der in einer Nacht ward und in einer Nacht verdarb, 11und mich sollte nicht jammern Ninive, eine so gro├če Stadt, in der mehr als hundertzwanzigtausend Menschen sind, die nicht wissen, was rechts oder links ist, dazu auch viele Tiere?

Die Bibel nach Martin Luthers ├ťbersetzung, revidiert 2017, ┬ę 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Jona wendet sich in seiner Angst an Gott und f├╝hrt seinen Auftrag aus. Spielerisch lernen die Kinder ihre Gef├╝hle auszudr├╝cken und erleben dabei, wie sich Jona gef├╝hlt haben k├Ânnte.


Vorschau:

Ein Mitarbeiter (Jona) sitzt unter einem provisorischen Sonnenschutz (z. B. ein Tisch mit einer Decke dar├╝ber).
Jona: Na super, jetzt sitze ich hier schon seit 40 Tagen und nichts passiert. Es ist hei├č, staubig und langweilig! Und in Ninive r├╝hrt sich nichts. Es ist, als ob ich gar nicht da gewesen w├Ąre. Hingegangen bin ich und habe Gottes Strafgericht gepredigt. Anfangs war es schon ein wenig komisch. Ist ja nicht so, dass wir Israeliten hier sehr beliebt w├Ąren. Aber dann ÔÇŽ als ich vom Untergang Ninives gesprochen habe. Da sind sie doch stehen geblieben und haben mir zugeh├Ârt. Ihr h├Ąttet sie mal Gott macht ernst. Aber wen wundert das. Haben sie nicht selbst Schuld? Essen, Saufen, L├╝gen, Betr├╝gen und sich auf andere G├Âtter einlassen ÔÇô die Menschen von Ninive haben wirklich nichts ausgelassen. Dabei haben sie Gott v├Âllig vergessen. Gott hat lange genug zugeschaut. Da ist es schon richtig, dass er den Menschen in Ninive einen ordentlichen Denkzettel verpasst. Geschieht ihnen recht. Aber warum schl├Ągt Gott nicht zu? 40 Tage sind vor├╝ber. Aber es r├╝hrt sich nichts. Wie lange soll ich hier denn noch sitzen? In dieser Hitze! In diesem Staub!

Gott: Ach, Jona! Du sitzt dort wie ein H├Ąuflein Elend. Schau dich an. Du bist verschwitzt. Isst kaum und trinkst kaum. Und der einzige Gedanke, den du hast, ist die Vernichtung Ninives. Du bist zornig! W├╝tend!
Jona: Gott wird es sich doch wohl nicht anders ├╝berlegt haben? Sicher, er ist ein gro├čer, gn├Ądiger und barmherziger Gott. Das habe ich schon oft erlebt. Auch mit mir war er barmherzig. Aber mit den Menschen in Ninive? Wie kann Gott ihnen so viel ├ťberheblichkeit, Falschheit und Egoismus durchgehen lassen? Und mich dort hinschicken? Er wei├č doch, wie viel Angst ich hatte, in diese riesengro├če Stadt zu gehen. Ach, ich m├Âchte sterben. Welchen Sinn hat mein Leben denn noch?

Gott: Jona, warum m├Âchtest du sterben? Ist dir dein Leben denn nichts wert?
Jona schl├Ąft. Und Gott l├Ąsst eine Staude wachsen. (Entweder man stellt eine Gr├╝npflanze hin oder ein Jungscharler stellt die Pflanze dar.)
Jona: Wo kommt denn diese Pflanze her? Die war doch gestern noch nicht da. Wunderbar! Sie spendet mir Schatten. Es ist doch gleich viel angenehmer unter solch einem tollen Schattenplatz zu sitzen.

...
  • Autor / Autorin: Esther M├╝ller
  • © Deutscher EC-Verband

Einheit kaufen