Jesus, das Flüchtlingskind / „Was ihr für einen dieser Fremden tut, das tut ihr für mich“Jesus, das Flüchtlingskind / „Was ihr für einen dieser Fremden tut, das tut ihr für mich“

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Einheit: Jesus, das Flüchtlingskind / „Was ihr für einen dieser Fremden tut, das tut ihr für mich“

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 60-70 Min. (Vorbereitung: 60-90 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Teens (12-16 Jahre)
Einsatzgebiet: Gruppenstunde
Redaktion: TEC:
Benötigte Materialien: Ausdrucke (der 3 Geschichten), 1 Laptop, 1 Beamer
Bibelstelle: Matthäus 2,13-23

Wusstest du, dass das Jesus-Baby schon ein politischer Flüchtling war? Dieser Stundenentwurf sensibilisiert für die Flüchtlingsthematik, zeigt, dass es Jesus schon gar nicht anders ging als vielen Heimatlosen heute und stellt die Frage, was uns das für heute zu sagen hat.


Vorschau:

1. Vorbemerkungen

Wahrscheinlich vergeht aktuell kein Tag, an dem wir in den Nachrichten nicht mit Berichten von Flüchtlingsströmen nach Europa konfrontiert werden. Weltweit befinden sich 60 Millionen Menschen auf der Flucht vor Terror, Krieg, Hunger und Perspektivlosigkeit. Jeden Tag machen sich durchschnittlich 42.500 Menschen auf den Weg auf der Suche nach Frieden, Sicherheit und einem neuen Leben – so viele wie niemals zuvor.

Dieser Stundenentwurf soll dafür sensibilisieren, dass auch Jesus ein Flüchtling und Fremder war, und zwar schon als Baby.

2. Zielgedanke

Auch Jesus war Flüchtling und Fremder.

3. Einführung inkl. Exegese

Die Bibel ist voll von Fluchtgeschichten und Flüchtlingen. Mit am bekanntesten ist wohl die von Mose, der mit dem gesamten israelitischen Volk aus Ägypten auswanderte. Aber auch das Neue Testament beginnt unmittelbar mit einer Fluchtgeschichte und zwar mit der von Jesus, der schon als Baby fliehen muss. Das Matthäusevangelium berichtet, wie Herodes Jesus direkt nach seiner Geburt umbringen lassen will, aus Angst, dieses neugeborene Kind, von dem die Weisen aus dem Morgenland sagten, es sei ein König, könnte eines Tages mächtiger werden als er selbst (Mt 2,1-18). Deshalb flüchten Josef und Maria mit dem Baby Jesus nach Ägypten. Nach Herodes’ Tod bekommt Josef im Traum von einem Engel gesagt, dass sie wieder zurück in ihr Heimatland kommen können. Als Josef aber hört, dass Archelaus, der dritte Sohn von Herodes, ein tyrannischer und willkürlicher Mann, in seiner Heimat König ist, hat er Angst nach Hause zu gehen. Durch einen erneuten Traum erhält er die Weisung, sich in ein halbheidnisches Randgebiet namens Galiläa zurückzuziehen (Mt 2,19-23).

Selbst nach der Flucht nach Ägypten kann Jesus also nicht in seine Heimatstadt (Bethlehem) zurück. Er bleibt ein Fremder und findet auch in den nachfolgenden Jahren seines Lebens, als er mit den Jüngern umherzog, kein festes Zuhause (s. Lk 9,57).

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  • Autor / Autorin: Piero Scarfalloto
  • © Deutscher EC-Verband