Jesus will und kann Bartimäus helfenJesus will und kann Bartimäus helfen

Einheit: Jesus will und kann Bartimäus helfen

Verband: EJW - evangelisches Jugendwerk in Württemberg
Zeitbedarf: 30-60 Min. (Vorbereitung: 20-30 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Kinder (3-7 Jahre), Kinder (7-11 Jahre)
Einsatzgebiet: Gruppenstunde
Redaktion: Jungscharleiter
Benötigte Materialien: Augenbinde(n), 1 Brief mit Umschlag, Papier und Stift, Briefumschlag, 1 Kreuz oder Krone
Bibelstelle: Markus 10,46-52
Markus 10,46-10,52

Die Heilung eines Blinden bei Jericho

(Mt 20,29-34; Lk 18,35-43)

46Und sie kamen nach Jericho. Und als er aus Jericho hinausging, er und seine Jünger und eine große Menge, da saß ein blinder Bettler am Wege, Bartimäus, der Sohn des Timäus. 47Und als er hörte, dass es Jesus von Nazareth war, fing er an zu schreien und zu sagen: Jesus, du Sohn Davids, erbarme dich meiner! 48Und viele fuhren ihn an, er sollte schweigen. Er aber schrie noch viel mehr: Du Sohn Davids, erbarme dich meiner! 49Und Jesus blieb stehen und sprach: Ruft ihn her! Und sie riefen den Blinden und sprachen zu ihm: Sei getrost, steh auf! Er ruft dich! 50Da warf er seinen Mantel von sich, sprang auf und kam zu Jesus. 51Und Jesus antwortete ihm und sprach: Was willst du, dass ich für dich tun soll? Der Blinde sprach zu ihm: Rabbuni, dass ich sehend werde. 52Und Jesus sprach zu ihm: Geh hin, dein Glaube hat dir geholfen. Und sogleich wurde er sehend und folgte ihm nach auf dem Wege.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Bibelarbeit für Kinder zur Geschichte von Jesus und Barthimäus: Jesus WILL und kann uns immer helfen! Er möchte hören, was wir brauchen, uns wünschen und wird reagieren.


Vorschau:

Er ruft. Sein Rufen steigert sich, wird immer lauter, flehender, verzweifelt UND hoffnungsvoller. Hochrot vor Anstrengung wird sein Gesicht. Von nichts und niemandem lässt er sich zum Schweigen bringen, im Gegenteil sein Rufen wird zum Schreien. All seine Hoffnung schreit er in einem Hilferuf hinaus – Bartimäus, der blinde Bettler, der es nicht einmal wert ist, bei seinem eigenen Namen genannt zu werden, sondern einfach Bar-Timäus – Sohn des Timäus. Er hat in seinem Leben schon viel gehört, gerochen, gespürt, alles, was um ihn herum geschieht nimmt er mit seinen sensiblen Sinnen wahr. Vermutlich sitzt er den ganzen Tag mitten im Geschehen, an einem Platz in Jericho, an dem viele Menschen vorbei kommen. Denn so steigen seine Chancen auf einen Verdienst als Bettler. So auch an diesem Tag, der sein Leben verändert.

Jesus kommt mit seinen Jüngern nach Jericho. Dort lehrt er, führt Gespräche, eine Menschenmenge sammelt sich um ihn und begleitet ihn wieder aus der Stadt. Vieles davon spielt sich vor Bartimäus Ohren ab. Er hört Jesu Reden, die Fragen der Menschen, ihre Aufregung, spürt die Spannung, die in der Luft liegt und ergreift seine Chance. Jesus kann ihm helfen. Er kann seinen größten Wunsch erfüllen. Er ruft, lässt sich nicht zum Schweigen bringen und wird gehört. Jesus fragt ihn nach seinem Wunsch und Bartimäus äußert ihn – er bettelt nicht, sucht keine schönen Worte, lässt sich und Jesus kein Hintertürchen offen: „Mein Meister, ich möchte so gerne sehen können!“ (Markus 10, 51) Er zweifelt nicht an Jesu Fähigkeiten und auch nicht an seinem Wollen. Und Jesus reagiert auf dieses absolute Vertrauen mit Heilung und dadurch einer ganz neuen Lebensperspektive.

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  • Autor / Autorin: Caroline Roth
  • © EJW - evangelisches Jugendwerk in Württemberg