Just do it – egal was andere denken oder was du selbst denkstJust do it – egal was andere denken oder was du selbst denkst

Einheit: Just do it – egal was andere denken oder was du selbst denkst

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 30-60 Min. (Vorbereitung: 10-15 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Junge Erwachsene (18+), Studenten
Einsatzgebiete: Freizeiten, Gruppenstunde
Redaktion: echt.
Benötigte Materialien: Videoclip(s) (siehe Artikel), Papier und Stift
Bibelstelle: Matthäus 6,1-4
Matthäus 6,1-6,4

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Vom Almosengeben

1Habt aber acht, dass ihr eure Gerechtigkeit nicht ĂĽbt vor den Leuten, um von ihnen gesehen zu werden; ihr habt sonst keinen Lohn bei eurem Vater im Himmel.

2Wenn du nun Almosen gibst, sollst du es nicht vor dir ausposaunen, wie es die Heuchler tun in den Synagogen und auf den Gassen, damit sie von den Leuten gepriesen werden. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon gehabt. 3Wenn du aber Almosen gibst, so lass deine linke Hand nicht wissen, was die rechte tut, 4auf dass dein Almosen verborgen bleibe; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir’s vergelten.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Johannes Belger erklärt, wie er die Anweisung zum Almosengeben versteht und wie man das Thema in eine Gruppenstunde einbauen kann. Dabei zeigt er auf, dass es nötig ist, sich nicht immer zu fragen, was „die Anderen“ davon halten, was man tut. Aber auch auf die eigenen Gedanken sollte man nicht zu viel geben.


Vorschau:

Wir befinden uns in der „Bergpredigt“ (Mt 5-7) hinter den „Antithesen“ (Mt 5,21-48): Jesus nennt bestehende Gebote und setzt dagegen, wie man sich tatsächlich verhalten muss, um den Sinn hinter den Geboten zu erfassen. Auch in diesem Abschnitt stellt er dem üblichen Verhalten seine Forderungen entgegen, ohne sich aber auf ein bestimmtes Gebot zu beziehen.

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Was sollen bloĂź die anderen denken?

Das ist die Frage, die unser Verhalten grundsätzlich beeinflusst und uns in bestimmten Situationen davon abbringen kann, Gottes Willen allgemein zu tun oder konkret Bedürftigen zu helfen. Uns geht es um Anerkennung unserer Person, um Wertschätzung der Dinge, die wir tun. Das kann bedeuten: Ich will auch mal im Mittelpunkt stehen und von anderen bewundert werden. Wenn ich etwas richtig oder gut gemacht habe, soll das nicht einfach immer „unter den Tisch fallen“.  Oder ich erwarte von jemandem, dem ich etwas gebe, zumindest ein „Danke“. Zum anderen kann es bedeuten: Ich versuche den Erwartungen anderer zu entsprechen, um nicht negativ aufzufallen.

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3. Methodik fĂĽr die Gruppe

Einstiegsmöglichkeiten

Variante 1

Stellt euch vor, ihr lebt auf der Straße und jemand kommt zu euch und stellt euch folgende Frage: „Ich habe hier Bier, Essen und Geld. Eins davon darfst du dir aussuchen. – Was davon möchtest du haben?“ Was würdest du als Betroffener darüber denken? Wie denkst du, haben betroffene Leute darauf reagiert? Für alle, die es interessiert, gibt es ein Video dazu, das man sich anschauen kann (jetzt oder später), ohne darüber zu diskutieren oder es zu bewerten: https://www.youtube.com/watch?v=_PhXSYVTCSI

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  • Autor / Autorin: Johannes Belger
  • © Deutscher EC-Verband