Kann ich der Bibel vertrauen? / Über glaubwürdige Zeugen, zuverlässige Beweise und tragfähige BeziehungenKann ich der Bibel vertrauen? / Über glaubwürdige Zeugen, zuverlässige Beweise und tragfähige Beziehungen

Einheit: Kann ich der Bibel vertrauen? / Über glaubwürdige Zeugen, zuverlässige Beweise und tragfähige Beziehungen

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 90 Min. (Vorbereitung: 30-60 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Teens (12-16 Jahre)
Einsatzgebiet: Gruppenstunde
Redaktion: TEC:
Benötigte Materialien: bunte Karten, Stift(e), Bibel(n)
Bibelstelle: 2. Timotheus 3,16
2. Timotheus 3,16

16Und auch dazu ist jede Schrift nützlich,

die sich dem Wirken von Gottes Geist verdankt.

Sie hilft, recht zu lehren,

die Irrenden zurechtzuweisen und zu bessern.

Und sie trägt dazu bei,

die Menschen zur Gerechtigkeit zu erziehen.

BasisBibel 2012/2020, © Deutsche Bibelgesellschaft

Die Frage nach der Zuverlässigkeit und Glaubwürdigkeit der Bibel soll auf verschiedenen Ebenen gestellt werden. Dabei sollen aber nicht apologetische Auseinandersetzung, sondern auch die Frage nach einem glaubensvollen Zugang zur Bibel gestellt werden.


Vorschau:

1. Vorbemerkungen

Bei der Frage nach der Glaubwürdigkeit der Bibel prallen oft zwei sehr gegensätzliche Meinungen kämpferisch aufeinander: Auf der einen Seite stehen die „bibeltreuen“, auf der anderen die „bibelkritischen“. Vermutlich gibt es sie auch in eurem Teenkreis. Ihr solltet diesen Abend nutzen, nicht um Gräben noch weiter aufzureißen, sondern um Brücken zu bauen.

2. Zielgedanke

Ziel des Abends kann es nicht sein, alle Fragen an die Bibel restlos und lückenlos aufzuklären. Daher sollte es eher darum gehen, dass eure Teens ein Grundvertrauen in die Bibel entwickeln, und das auch dann, wenn sie nicht auf alle Fragen eine Antwort finden.

3. Einführung

Die Herausforderung dieses Abends liegt darin, dass es für Teens schwierig ist, sich dieses Thema selbstständig anhand der Bibel zu erarbeiten. Denn ihr müsst die Bibel ja sozusagen „von außen“ betrachten. Um die Glaubwürdigkeit eines Zeugen zu prüfen, reicht es nicht aus, den Zeugen selbst zu befragen. Methodisch ist es daher an diesem Abend unerlässlich, mit „Experten“ zu arbeiten, die ihr euch vorher besorgt: Das kann eine Person aus eurer Gemeinde sein, Auszüge aus einem guten Buch, oder Videos mit gut aufbereiteter Sachinformation.

Eine zweite Herausforderung liegt darin, nicht einfach unterschiedliche Überzeugungen aufeinanderprallen zu lassen und dann zu sehen, wer sich am Ende besser durchsetzen kann. Besser ist es, unterschiedliche Dimensionen und Wege aufzuzeigen, wie sie sich selbst dem Thema weiter nähern können. Vertrauen in die Bibel kann man nicht an einem Abend „herstellen“, es wächst mit der Lebenserfahrung.

Daher würde ich versuchen, an diesem Abend drei verschiedene Ebenen des Zugangs zu eröffnen, die sich sozusagen von außen nach innen dem Kern der Frage nähern:

Die erste Ebene ist dabei die apologetische Ebene („Anklagebank“): Hier geht es um die Frage, wie wir mit vermeintlichen „Fehlern“ und Widersprüchen in der Bibel umgehen bzw. was wir damit überhaupt meinen.

Die zweite Ebene ist die hermeneutische Ebene („Beziehungscouch“), also die Frage nach unserem Bibelverständnis: Was ist die Bibel, wie ist sie entstanden, wie zuverlässig ist sie überliefert und wie redet Gott durch die Bibel zu uns?

Die dritte Ebene schließlich ist die seelsorgerliche („Spiegel“), bei der es darum geht, wie mein Glaube, meine Gottesbeziehung und mein Bibelverständnis miteinander zusammenhängen.

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  • Autor / Autorin: Guido Baltes
  • © Deutscher EC-Verband