Karfreitag – umsonst? Ein Stundenentwurf – nicht nur an KarfreitagKarfreitag – umsonst? Ein Stundenentwurf – nicht nur an Karfreitag

Einheit: Karfreitag – umsonst? Ein Stundenentwurf – nicht nur an Karfreitag

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 60-120 Min. (Vorbereitung: 10-30 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Junge Erwachsene (18+), Studenten
Einsatzgebiete: Freizeiten, Gruppenstunde
Redaktion: echt.
Bibelstelle: Markus 15,20-31

Sabine Zoellner gibt einen Einblick, was Karfreitag, der Tod Jesu am Kreuz, für alle Beteiligten bedeutete. Sie geht auf das gewaltige Scheitern ein, das Karfreitag anscheinend war. Aus ihren Überlegungen leitet sie ab, dass klagen, zweifeln, weinen, schreien, trauern, wütend sein erlaubt ist. Richtig loben kann nur, wer Klage zulassen kann.


Vorschau:

Einblick

Alles umsonst? Es gab Momente in meinem Leben, da war ich völlig fassungslos. Es drängte sich mir das Gefühl auf, dass Gott einen Fehler gemacht haben musste. Obwohl ich das nicht glauben wollte, schienen alle Umstände das Gegenteil zu beweisen. Er MUSSTE doch jetzt eingreifen!

Tiefblick: Karfreitag damals (Mk 15,20-31)

Wie ging es denn den Jüngern und den Frauen, die dem Rabbi Jesus von Galiläa im Norden Israels bis ins südliche Jerusalem gefolgt waren? Sie hatten Träume, Hoffnungen, Zukunftsvorstellungen … Sie hatten Wunder erlebt; Menschen, die wieder sehen, gehen, sprechen können. Doch dann wird Jesus ans Kreuz geschlagen. Vermutlich hatten sie schon den ganzen Weg hin zum Kreuz auf ein Wunder gehofft. Jesus hatte doch die Macht so etwas zu tun…

Weitblick: Karfreitag heute

Christsein kann Momente beinhalten, die sich anfühlen wie eine völlige Gottverlassenheit. Es gibt Tage, die sich so dunkel anfühlen können wie ein Karfreitag, die uns wie Scheitern oder völlig umsonst vorkommen. Wir wissen heute, dass nach Karfreitag Ostern kam, aber trotzdem mussten die Jünger erst einmal Karfreitag ertragen. Angesichts von Momenten, die zum Verzweifeln verführen, bin ich froh, dass es Klagepsalmen, wie Psalm 22, gibt. Außerdem tröstet es mich, dass wir einen Gott haben, der mit uns mitleidet und unseren Schmerz kennt (Hebr. 4,14-16)…

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  • Autor / Autorin: Sabine Zoellner
  • © Deutscher EC-Verband