Klagen / – darf ich Gott alles sagen?Klagen / – darf ich Gott alles sagen?

Einheit: Klagen / – darf ich Gott alles sagen?

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 60-180 Min. (Vorbereitung: 60-90 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Teens (12-16 Jahre)
Einsatzgebiet: Gruppenstunde
Redaktion: TEC:
Benötigte Materialien: 1 Laptop, 1 Bluetooth - Lautsprecher, Zeitung(en) / Zeitschrift(en), Schere(n), Kleber, (Brief-)Papier, Stift(e), Bibel(n), 1 Pinnwand, 1 Kreuz, Stein(e), Kerze(n), Streichhölzer,
Bibelstelle: Psalm 13
Psalm 13

13

Hilferuf eines Angefochtenen

1Ein Psalm Davids, vorzusingen.

2Herr, wie lange willst du mich so ganz vergessen?

Wie lange verbirgst du dein Antlitz vor mir?

3Wie lange soll ich sorgen in meiner Seele /

und mich ängsten in meinem Herzen täglich?

Wie lange soll sich mein Feind ĂĽber mich erheben?

4Schaue doch und erhöre mich, Herr, mein Gott!

Erleuchte meine Augen, dass ich nicht im Tode entschlafe,

5dass nicht mein Feind sich rühme, er sei meiner mächtig geworden,

und meine Widersacher sich freuen, dass ich wanke.

6Ich traue aber darauf, dass du so gnädig bist; /

mein Herz freut sich, dass du so gerne hilfst.

Ich will dem Herrn singen, dass er so wohl an mir tut.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Unser Leben ist geprägt von dem, was wir denken und fühlen. Dann stellt sich oft die Frage: Darf ich Gott alles sagen? Auch meine Wut und Trauer? Darf ich ihn anklagen? Mit diesen Fragen wollen wir uns beschäftigen und schauen, was die Bibel zum Thema Klagen sagt.


Vorschau:

1. Vorbemerkungen

Darf man klagen? Als Christ fragst du dich das vielleicht manchmal. In manchen Momenten würdest du das vielleicht gern tun, z. B. wenn du von der Krankheit einer Mitschülerin erfährst oder es dir selbst nicht so gut geht. Dürfen wir so richtig wütend und traurig sein und das Gott auch sagen? Müssten wir nicht viel eher immer dankbar, demütig, freundlich und fröhlich sein? Schau doch mal in die Bibel. Da findet man tatsächlich einen Hinweis auf all diese positiven Eigenschaften (Gal 5,22).

2. Zielgedanke

Deine Beziehung zu Gott braucht, wie jede andere, das Gespräch. Es ist Gott wichtig, dass du ihm alles von dir gibst – auch deine Klagen. Und das kann ganz unterschiedlich aussehen.

3. EinfĂĽhrung inkl. Exegese

Mal überlegen: Die meisten meiner „Leidenschaften und Begierden“ sind ans Kreuz genagelt. Die habe ich Gott alle abgegeben. Check! Dann bleibt ja nur das Gute in mir übrig! Na gut, ganz so ist es vielleicht nicht … Es gibt immer mal wieder die eine oder andere Lust, die ich nicht in den Griff kriege: Eine Zigarette mit den anderen mitzurauchen oder doch ein Bier oder einen Wein zu viel zu trinken, mir dumme Videos reinzuziehen oder mit den anderen mitzulästern. Vom Konsum ganz zu schweigen! Gut, dass ich diese Dinge auch immer wieder vor Gott bringen darf! Auch du darfst das tun! Bei ihm darfst du ehrlich sein und wissen: er vergibt dir – bedingungslos. Einfach, weil er dich liebt! (Auch wenn das nicht heißt, dass sündigen okay ist!) Aber darfst du wirklich alles bei ihm loswerden? Auch deine Klagen? Gibt es denn Menschen in der Bibel, die klagen? Oh ja! Nicht umsonst gibt es sogar ein ganzes Buch in der Bibel, das „Klagelieder“ heißt. Allerdings sind die ersten zwei Kapitel davon etwas abstrakt, denn dort weint die Stadt Jerusalem und die Straßen trauern. Aber auch der Prophet Jeremia klagt in den nächsten Kapiteln. Er benutzt dazu extreme Vergleiche (Klgl 3,16-18).

Aber so haben die Leute damals geredet. Auch mit Gott. Er wird in Klageliedern regelrecht angefleht, es sich noch mal anders zu ĂĽberlegen (Klgl 5,19-22).

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  • Autor / Autorin: Jasmin Schäfer
  • © Deutscher EC-Verband