Klug ist, wer Kluges tutKlug ist, wer Kluges tut

Einheit: Klug ist, wer Kluges tut

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 30-90 Min. (Vorbereitung: 15-25 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Junge Erwachsene (18+), Studenten
Einsatzgebiete: Freizeiten, Gruppenstunde
Redaktion: echt.
Bibelstelle: 1. Samuel 25,18-42
1. Samuel 25,18-25,42

18Da eilte Abigajil und nahm zweihundert Brote und zwei Krüge Wein und fünf zubereitete Schafe und fünf Scheffel Röstkorn und hundert Rosinenkuchen und zweihundert Feigenkuchen und lud alles auf Esel 19und sprach zu ihren Leuten: Geht vor mir her; siehe, ich will sogleich hinter euch herkommen. Und sie sagte ihrem Mann Nabal nichts davon. 20Und als sie auf dem Esel ritt und hinabzog im Schutz des Berges, siehe, da kamen David und seine Männer hinab ihr entgegen, sodass sie auf sie stieß. 21David aber hatte gedacht: Nun hab ich alles umsonst behütet, was der da in der Wüste hat, sodass nichts vermisst wurde von allem, was er hat; und er vergilt mir Gutes mit Bösem! 22Gott tue mir dies und noch mehr, wenn ich ihm bis zum lichten Morgen einen Einzigen übrig lasse, der an die Wand pisst, von allem, was er hat.

23Als nun Abigajil David sah, stieg sie eilends vom Esel und fiel vor David nieder und beugte sich zur Erde 24und fiel ihm zu Füßen und sprach: Ach, mein Herr, auf mich allein falle die Schuld! Lass deine Magd reden vor deinen Ohren und höre die Worte deiner Magd! 25Mein Herr achte nicht auf diesen heillosen Mann, diesen Nabal; denn er ist, wie er heißt. Er heißt »Narr«, und Narrheit ist bei ihm. Ich aber, deine Magd, habe die Männer meines Herrn nicht gesehen, die du gesandt hast. 26Nun aber, mein Herr, so wahr der Herr lebt und so wahr du selbst lebst: Der Herr hat dich davor bewahrt, in Blutschuld zu geraten und dir mit eigener Hand zu helfen. So sollen deine Feinde und alle, die meinem Herrn übel wollen, wie Nabal werden! 27Hier ist die Segensgabe, die deine Magd meinem Herrn gebracht hat; das soll den Männern gegeben werden, die meinem Herrn folgen. 28Vergib deiner Magd ihr Vergehen! Der Herr wird meinem Herrn ein beständiges Haus bauen, denn du führst des Herrn Kriege. Es möge nichts Böses an dir gefunden werden dein Leben lang. 29Und wenn sich ein Mensch erheben wird, dich zu verfolgen und dir nach dem Leben zu trachten, so soll das Leben meines Herrn eingebunden sein im Bündlein der Lebendigen bei dem Herrn, deinem Gott, aber das Leben deiner Feinde soll er fortschleudern mit der Schleuder. 30Wenn dann der Herr meinem Herrn all das Gute tun wird, das er dir zugesagt hat, und dich zum Fürsten bestellt hat über Israel, 31so wird’s dem Herzen meines Herrn nicht ein Anstoß noch Ärgernis sein, dass du unschuldiges Blut vergossen und dir selber geholfen habest. Und wenn der Herr meinem Herrn wohltun wird, so wollest du an deine Magd denken.

32Da sprach David zu Abigajil: Gelobt sei der Herr, der Gott Israels, der dich heute mir entgegengesandt hat, 33und gesegnet sei deine Klugheit, und gesegnet seist du, dass du mich heute davon zurückgehalten hast, in Blutschuld zu geraten und mir mit eigener Hand zu helfen. 34Wahrlich, so wahr der Herr, der Gott Israels, lebt, der mich davor bewahrt hat, übel an dir zu tun: Wärest du nicht eilends mir begegnet, so wäre dem Nabal bis zum lichten Morgen nicht ein Einziger übrig geblieben, der an die Wand pisst. 35Also nahm David aus ihrer Hand, was sie ihm gebracht hatte, und sprach zu ihr: Zieh mit Frieden hinauf in dein Haus; sieh, ich habe auf deine Stimme gehört und dein Antlitz erhoben.

36Als aber Abigajil zu Nabal kam, siehe, da hatte er ein Mahl zubereitet in seinem Hause wie eines Königs Mahl, und sein Herz war guter Dinge, und er war sehr betrunken. Sie aber sagte ihm nichts, weder wenig noch viel, bis an den lichten Morgen. 37Als es aber Morgen geworden und die Trunkenheit von Nabal gewichen war, sagte ihm seine Frau alles. Da erstarb sein Herz in seinem Leibe, und er ward wie ein Stein. 38Und nach zehn Tagen schlug der Herr den Nabal, dass er starb. 39Als David hörte, dass Nabal tot war, sprach er: Gelobt sei der Herr, der meine Schmach gerächt hat an Nabal und seinen Knecht abgehalten hat von einer bösen Tat! Der Herr hat dem Nabal seine böse Tat auf seinen Kopf vergolten.

Und David sandte hin und ließ Abigajil sagen, dass er sie zur Frau nehmen wolle. 40Und als die Knechte Davids zu Abigajil nach Karmel kamen, redeten sie mit ihr und sprachen: David hat uns zu dir gesandt, dass er dich zur Frau nehme. 41Sie stand auf und fiel nieder auf ihr Angesicht zur Erde und sprach: Siehe, deine Magd ist bereit, den Knechten meines Herrn zu dienen und ihre Füße zu waschen. 42Und Abigajil machte sich eilends auf und setzte sich auf einen Esel, und ihre fünf Mägde gingen hinter ihr her. Und sie zog den Boten Davids nach und wurde seine Frau.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Wie man die Geschichte von David, Nabal und Abigail in eine Gruppenstunde mit Bibelarbeit einbauen kann, beschreibt dieser Artikel. Dabei wird ein Schwerpunkt auf die handelnden Personen gelegt.


Vorschau:

Nabal war ein reicher Mann, dessen Besitz man mit 3000 Schafen und 1000 Ziegen benennen kann. Zur Zeit der Schafschur, welche als Feiertag abgehalten wurde, schickte David Booten zu Nabal. David war zu dieser Zeit noch kein König, jedoch wusste man, wer er war und er hatte einen guten Ruf im Volk. Sein Ruf war zu gut. Im Volk sang man Lieder mit dem Text: „Saul erschlug 1000 Mann, David aber 10.000!“ Daraufhin wurde Saul zornig und David floh in die Wüste.

2. Bedeutung für heute

Entscheidend hierfür ist für mich die Frage, aus welcher Perspektive du den Text liest? Welche Rolle spielst du dabei? Bist du wie David, einer, der sich für Gott einsetzt und der im Auftrag Jesu unterwegs ist und dabei manchmal etwas über das Ziel hinausschießt? Oder bist du wie Abigail, die Situationen durchschaut und weise entscheidet, wann es auch mal an der Zeit ist, sich über Autoritäten hinwegzusetzen?

3. Methodik für die Gruppe

Startvorschlag

Abigail hat eine riesige Liste an Essen zusammengepackt, um David zu besänftigen. Pack doch auch eine ganze Ladung Süßigkeiten auf den Tisch und sage: „Ich muss euch was erzählen/beichten. Aber zuvor lassen wir es uns erst mal gut gehen.“

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  • Autor / Autorin: Ronald Seidel
  • © Deutscher EC-Verband