Konfrontationskurs?!Konfrontationskurs?!

Einheit: Konfrontationskurs?!

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 30-60 Min. (Vorbereitung: 10-20 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Junge Erwachsene (18+), Studenten
Einsatzgebiete: Freizeiten, Gruppenstunde
Redaktion: echt.
Benötigtes Material: Karten mit Zitaten
Bibelstelle: Apostelgeschichte 17,1-15
Apostelgeschichte 17,1-17,15

17

In Thessalonich

1Nachdem sie aber durch Amphipolis und Apollonia gereist waren, kamen sie nach Thessalonich; da war eine Synagoge der Juden. 2Wie nun Paulus gewohnt war, ging er zu ihnen hinein und redete mit ihnen an drei Sabbaten aus der Schrift, 3tat sie ihnen auf und legte ihnen dar: Der Christus musste leiden und auferstehen von den Toten, und dieser Jesus, den ich euch verkündige, ist der Christus. 4Einige von ihnen ließen sich überzeugen und schlossen sich Paulus und Silas an, auch eine große Menge von gottesfürchtigen Griechen, dazu nicht wenige von den angesehensten Frauen.

5Aber die Juden ereiferten sich und holten vom Marktplatz einige üble Männer, rotteten sich zusammen und richteten einen Aufruhr in der Stadt an und zogen vor das Haus Jasons und suchten sie, um sie vor das Volk zu führen. 6Sie fanden sie aber nicht. Da schleiften sie Jason und einige Brüder vor die Oberen der Stadt und schrien: Diese, die den ganzen Erdkreis erregen, sind auch hierher gekommen; 7die beherbergt Jason. Und diese alle handeln gegen des Kaisers Gebote und sagen, ein anderer sei König, nämlich Jesus. 8So brachten sie das Volk auf und die Oberen der Stadt, die das hörten. 9Und erst nachdem ihnen von Jason und den andern Bürgschaft geleistet war, ließen sie sie frei.

In Beröa

10Die Brüder aber schickten noch in derselben Nacht Paulus und Silas nach Beröa. Als sie dahin kamen, gingen sie in die Synagoge der Juden. 11Diese aber waren freundlicher als die in Thessalonich; sie nahmen das Wort bereitwillig auf und forschten täglich in der Schrift, ob sich’s so verhielte. 12So glaubten nun viele von ihnen, darunter nicht wenige von den vornehmen griechischen Frauen und Männern. 13Als aber die Juden von Thessalonich erfuhren, dass auch in Beröa das Wort Gottes von Paulus verkündigt wurde, kamen sie auch dorthin und erregten Unruhe und verwirrten das Volk.

14Da schickten die Brüder Paulus sogleich weiter, dass er ginge bis an das Meer; Silas und Timotheus aber blieben da. 15Die aber Paulus geleiteten, brachten ihn bis nach Athen. Und nachdem sie den Auftrag empfangen hatten, dass Silas und Timotheus so schnell wie möglich zu ihm kommen sollten, kehrten sie zurück.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Felix Gerlach thematisiert in dieser Bibelarbeit eine drohende Konfrontation des Paulus mit führenden Juden. Paulus geht dieser aus dem Weg. Basierend auf dem Text fragt Gerlach, wie wir mit Konflikten umgehen und wie wir auf Gegenwind reagieren. Wann macht es Sinn, auf Konfrontationskurs zu gehen und wann nicht? Was braucht man für die Konfrontation?


Vorschau:

1. Erklärungen zum Text

Paulus hatte laut Apostelgeschichte 16,9 den Ruf nach Mazedonien, Griechenland, bekommen. Und so kamen sie über Philippi nach Thessalonich, heute Saloniki. Thessalonich war eine freie Stadt im Römischen Reich und eine sehr einflussreiche und bedeutende Handelsmetropole.

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2. Bedeutung für heute

2.1 Mut und Beharrlichkeit

Zunächst einmal sind der große Mut und die Beharrlichkeit von Paulus und seinem Team zu erwähnen. Die ganze Stadt ist in Aufruhr geraten, Freunde wurden angeklagt und Paulus verfolgt. Doch ohne Verschnaufpause machen sich die Missionare auf den Weg in die Synagoge in Beröa (V.10).

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3. Methodik für die Gruppe

3.1 Konfrontationsspiel

Zwei Mannschaften treten gegeneinander an. Eine Mannschaft hat einen Gefangenen der anderen Mannschaft und muss diesen gefangen halten. Der Gefangene darf sich nicht selbst befreien oder aktiv in die Befreiungsaktion eingreifen. Die andere Mannschaft darf bei ihrem Befreiungsversuch keine Gewalt anwenden!

Jede Mannschaft hat in einem separaten Raum drei bis fünf Minuten Zeit, sich abzusprechen und eine Strategie für den gewaltfreien Angriff und die gewaltfreie Verteidigung zu überlegen. Während der Befreiung darf nicht geredet werden!

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  • Autor / Autorin: Felix Gerlach
  • © Deutscher EC-Verband